6. Juli 2010

Riverside Cup 2010: Public Zocking auf der grossen Flex-LED-Wall

Riverside-Cup-2010Dieses Wochenende können sich Fußballfans beim Riverside Soccer Cup vor dem Flex für die WM-Finalspiele aufwärmen und dabei das die WM begleitende Videospiel von EA gewinnen.

Wenn die ganze Welt vom Fußballfieber befallen ist, darf natürlich auch das virtuelle Pendant nicht fehlen. Deshalb veranstalten die SPÖ-Wien und der eSport Verband Österreich (esvoe) in der Public Viewing Area vor dem Flex am Wiener Donaukanal den Riverside Soccer Cup 2010. Direkt vor den Live-Übertragungen der letzten beiden Spiele der Fussball-WM am 10. und 11. Juli 2010 können bis zu acht Teams im Fußballspiel „FIFA Fußballweltmeisterschaft Südafrika 2010“ gegeneinander antreten.

eSport ist Jugendkultur und fordert – wie im realen Sport – Höchstleistungen von seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nur jenes Team, das regelmäßig trainiert und im Spiel gut zusammenarbeitet, kann gewinnen, ich bin überzeugt von der sportlichen Qualität der eSport Szene. Wer glaubt, dass eSportlerinnen und eSportler superneurotische Nerds sind, die das Licht scheuen, wird am 10. und 11. Juli beim Open-Air-Event eine große Überraschung erleben!

„Ich freue mich besonders darüber, dass die österreichische Politik in Sachen eSport proaktiv agiert und mit dem esvoe zusammenarbeitet, um ein Turnier im Rahmen dieser faszinierenden Fußball-WM zu ermöglichen“, sagt Stefan Baloh, Präsident des eSport Verbandes Österreich.

Direkt vor den Live-Übertragungen aus Südafrika
Das erste der beiden Riverside-Turniere vor dem Flex findet am 10. Juli 2010 vor dem WM-Spiel um den dritten Platz statt, das zweite am Tag darauf vor der Übertragung des großen Finales aus Südafrika. Der Riverside Cup startet an beiden Tagen um 18:30 Uhr und geht bis 19:45 Uhr.

Jeweils bis zu acht Zweierteams können pro Tag antreten und im Single Elimination Modus gegeneinander spielen. Die jeweiligen Tagessieger gewinnen das neue „FIFA Fußballweltmeisterschaft Südafrika 2010“-Videogame – für die Konsole ihrer Wahl. Der Riverside Cup selbst wird auf Xbox 360 Konsolen ausgetragen und von Radiomoderator Bernhard Vosicky moderiert.

Die Team-Anmeldung erfolgt vor Ort um 17.30 Uhr.

1. Juli 2010

Die deutsche LINKE verhindert Joachim Gauck und macht sich selbst zur überflüssigen Schande

Merkel und Wulff, Bildquelle: suedostschweiz.chGestern wählte die Deutsche Bundesversammlung einen neuen Präsidenten, erst der dritte Wahlgang hievte den Kandidaten der rechts-konservativen Koalition Christian Wulff ins höchste Amt unseres grossen Nachbarn mit der sympathischen Fussballnationalmannschaft. Die Häme über die peinliche Niederlage von Angela Merkel ist nicht zu überhören, ich ärgere mich aber vor allem über eine verpasste Chance: der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck hätte echte Chancen auf den Sieg gehabt, da es in der CDU/CSU drunter und drüber geht, es findet eine offene Meuterei gegen Merkel & Co. statt. Joachim Gauck ist als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler auch ein Angebot an die bürgerliche Mitte gewesen. SPD und GRÜNE haben mit Gauck den bestmöglichen Kandidaten mit den höchsten Gewinnchancen aufgestellt, Respekt!

Gauck gefällt der LINKEN nicht, weil er für Bürgerrechte eingetreten ist

Joachim Gauck, Bildquelle: faz.netAber leider hat Gauck einen kleinen Fehler. Er war der erste Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde und somit einer, der das kommunistische DDR-Regime nach dem Fall der Mauer 89´ im Namen eines neuen Deutschland aufarbeitete. Das war der LINKEN anscheinend zu viel, die LINKEN Wahlmenschen enthielten sich der Stimme und wählten so indirekt den konservativen Wulff zum neuen deutschen Präsidenten.
SPD-Chef Sigmar Gabriel bringt es auf den Punkt wenn er meint, die LINKE habe sich nicht "von ihrem alten SED- und Stasi-Erbe" befreien können. Und der Ministerpräsident von Rehinland-Pfalz Kurt Beck sagte der "Frankfurter Rundschau", er fühle sich in seiner Skepsis gegenüber der LINKEN bestätigt: "Ein Sieg im Hinterzimmer ist denen wichtiger als eine personelle Weichenstellung von größter Bedeutung für die Bundesrepublik."

Die deutsche LINKE ist eine überflüssige Schande

Berliner Mauer, Bildquelle: morgenpost.deIch fühle mich in meiner tiefen Abneigung gegen die diversen ex-kommunistischen Parteien des europäischen Ostens bestätigt. Nicht nur, daß sie dem alten kommunistischen Regime - inklusive Repressalien gegenüber RegimekritikerInnen, das Treten der Menschenrechte und Demokratie mit Füßen bis zu Politmorden - immer noch nicht abgeschworen haben. Zum Überdruss erkennen sie auch nicht den Zauber einer historischen Gelegenheit und bleiben der alten Ostblock-Beton-Linie treu: Bewegung und Flexibilität sind unsere Feinde. Die LINKE hätte mit der Wahl Gauck´s viel politische Relevanz gewinnen können, vielleicht hätte sie sogar ein ganz Wenig gut machen können. Doch ich bleibe dabei: Die LINKE ist nicht nur eine Schande für Deutschland - sie ist auch überflüssig, das hat sie gestern erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

PS: ja, eine Deutsche Koaltion aus SPD, GRÜNEN und der LINKEN wäre meiner Meinung nach genauso abzulehnen wie eine Koalition mit der FPÖ bei uns zuhause.

Link: Deutscher Bundestag

29. Juni 2010

Kathi Schinner startet "Female Leadership" Lehrgang

Katharina-SchinnerDer kürzlich veröffentlichte Frauenbericht belegt: Frauen in Führungspositionen sind eine rare Spezies. Nur 6% Frauenanteil haben etwa Österreichs börsennotierte Unternehmen in der obersten Führungsetage. Gleichzeitig werden immer häufiger „weibliche Führungsqualitäten“ gelobt und gefordert, etwa Flexibilität, Mitarbeiterorientierung oder emotionale Intelligenz.

Kathi Schinner, Wiener Landtagsabgeordnete und Jugendkandidatin der SPÖ-Wien hat deswegen gemeinsam mit der „Vienna Business Academy“ eine wichtige Initiative ins Leben gerufen: den Lehrgang "Female Leadership".

Unternehmen nutzen weibliches Humankapital nur wenig, und Frauen müssen Strategien und ein „Handwerkszeug“ entwickeln, um die gläserne Decke zu durchbrechen. Um genau jene „Tools“ und ein Handwerkszeug für Frauen geht es im Lehrgang. Er gliedert sich in sechs Module und umfasst Themenbereiche wie Leadership-Ansätze, Mitarbeiterführung, strategische und operative Unternehmensführung sowie Kommunikations- und Präsentationstraining. Gearbeitet wird mit unterschiedlichen Methoden wie Gruppenarbeit, Austausch zwischen „Female Leaders“, Experten-Know-how und zahlreichen Praxisbeispielen.

Der Lehrgang ist für die Teilnehmerinnen kostenlos und beginnt mit einem „Schnuppertag“ am 2. Juli 2010.
An diesem Tag werden die weiteren Details des Lehrgangs bekannt gegeben und eine individuelle Standortbestimmung vorgenommen: Wo stehe ich, und wie führe ich derzeit? Was sollte ich verändern oder verbessern? Was läuft gut, was verunsichert mich im täglichen Führen?

Zusätzliche Infos hier als PDF-Download.

19. Juni 2010

Durchs Reden kommen die Leut zusammen: Islamisches Zentrum ladet ein

Quelle: www.friedenspaedagogik.deDie schönste Art, wie sich Kutluren näher kommen können sind Musik, Sport oder das Gespräch. Das haben sich wohl auch die Leute vom Islamischen Zentrum gedacht und laden am 19. Juni 2010 zwischen 11 Uhr und 17 Uhr zum "Tag der Nachbarschaft" ein. Das Islamische Zentrum ist Am Hubertusdamm 3, 1210 Wien. (U6, Station „Neue Donau")

Islam? – Angst vor dem Fremden? – Wie sehen und leben Muslime ihr Religion? – Daham und Islam, geht das? – Hilfe, mein Nachbar ist ein Muslim! – Eine Moschee einmal von innen gesehen? – Muslime sind Ihre Gastgeber!

Fragen gibt es viele rund um den Islam und die Muslime in Österreich. Am Tag der Nachbarschaft soll darum die Begegnung und das Gespräch ganz im Mittelpunkt stehen.
Am Programm stehen Führungen durch den Gebetsraum, Gesprächsrunden zu Themen wie „Frau im Islam“, „Islam in Österreich“, „Umgang mit Vielfalt“ etc.
Weiters finden Vorträge mit anschließender Diskussion statt.
Für die Kleinen gibt es Kinderanimation mit Basteln, Spielen. Es wird Wohltätigkeitsbazar zu Gunsten der Waisenkinder im Irak organisiert.

Freuen kann man sich vor allem auf das Buffet mit Orientalischen Köstlichkeiten;-)

Der Tag der Nachbarschaft wird veranstaltet vom Islamischen Zentrum Wien in Zusammenarbeit mit dem Irakhilfswerk in Österreich und der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen.

31. Mai 2010

101010 - WIEN - TALK - FLEX: Wag the dog - Wie weit darf Wahlkampf gehen?

PRINT_flex_100810Der Wiener Wahlkampf hat inoffiziell schon längst begonnen, die gegenseitigen Angriffe sind nicht mehr zu überhören. Ist es zulässig, Politikerinnen und Politiker auf persönlicher Ebene zu attackieren? Ist es vertretbar, politisch interessierte Privatpersonen ins Visier zu nehmen? Wie stark darf auch in Zeiten das Wahlkampfs die Wahrheit gebogen werden? Wie weit darf Wahlkampf gehen? Diese Fragen erörtern wir mit interessanten Gästen.

101010 - WIEN - TALK - FLEX
Wag the dog - Wie weit darf Wahlkampf gehen?


Donnerstag, 10.06.2010, 19 Uhr
Flex-Cafe, Abgang Augartenbrücke, 1010 Wien, www.flex.at

Katharina Schinner, Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsverbandes Wien
Thomas Hofer, Politberater
Robert Misik, Journalist und Autor
Klaus Werner-Lobo, Grüner Kandidat in den Wiener Landtag

Moderation: Peko Baxant, Landtagsabgeordneter und Jugendwahlkampfleiter der SPÖ-Wien

Im Anschluss: DJ 2 Late

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“101010 – WIEN – TALK – FLEX” ist eine Veranstaltungsreihe, die bis zum 10.10.2010 – dem Tag der Wiener Wahl – jeden 10. des Monats im Flex stattfindet. Die Themen variieren je nach Aktualität.

“101010 – WIEN – TALK – FLEX” ist eine Initiative der Bildungsabteilung und der Ich bin Wien-Bewegung aus der SPÖ-Wien.

31. Mai 2010

Wiener Kulturpolitik muss weitergedacht werden...

mailath_wdw_02Wie sieht die Kulturlandschaft in Wien im Jahr 2020 aus? Welche Schwerpunkte muss eine zeitgemäße Kulturpolitik setzen? Welche Kulturbauten, welche Brutplätze braucht eine lebendige Stadt? Wohin sollen die Mittel der Kulturförderung fließen?

Zu diesen und anderen kulturpolitischen Fragestellungen hat eine von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ins Leben gerufene Gesprächsrunde aus Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern, Kunstschaffenden, Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Creative Industries ein Thesenpapier mit Leitlinien und Strategien erarbeitet. Dieses wurde und wird auf dem Weblog www.wien-denkt-weiter.at zur Diskussion gestellt, Interessierte haben die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Sichtweisen und Vorschläge einfließen zu lassen.

Am 16. Juni 2010 werden das Thesenpapier sowie die bis dahin statt gefundene Weblog-Diskussion im Rahmen eines öffentlichen Kongresses im Odeon weitergedacht. Mittels Impulsvorträgen, Panels und Open Space-Diskussionsformaten soll die Diskussion in einem zukunftsweisenden Katalog an Ideen und Visionen für Wiens Kulturpolitik gebündelt werden.

"Wien denkt weiter - der Kongress"
Mittwoch, 16. Juni 2010
Odeon Theater, 1020 Wien, Taborstraße 10

Beginn: 14.00 Uhr
Ende: 19.30 Uhr


Programm
  • Eröffnung durch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny
  • Impulsgespräch mit Diedrich Diederichsen (Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien)
  • Diskussionen u.a. mit Barbara Blaha, Isolde Charim, Eva Fischer, Angela Heide, Lilli Hollein, Alexander Horwath, Wolfgang Kos, Anna Maria Krassnigg, Bettina Leidl, Gerald Matt, Robert Misik, Julia Petschinka, Renate Schnee, Rudolf Scholten, Christoph Thun-Hohenstein, Thomas Weber, Tomas Zierhofer-Kin
Moderation: Corinna Milborn

26. Mai 2010

Wahre Demokratie oder keine Demokratie. Ein bisserl Demokratie geht nicht!

Ich will Stefan Brocza in seinem Standard-Kommentar recht geben, wenn er schreibt, dass die europäische Bürgerinitiative ein „Instrument für Bürger“ ist, „um ihren Anliegen eine Bühne zu verleihen (ähnlich einem Volksbegehren in Österreich)“. Aber warum sollte nicht auch ein Regierungsschef einen solchen Prozess anregen können? Werner Faymann hat dies getan, dafür gebührt ihm Respekt.
Auch wenn der Lissabon-Vertrag wichtige demokratiepolitische Schritte gesetzt hat, geht er aber meiner Meinung nicht weit genug; dem Vertrag wohnt immer noch eine gewisse Skepsis gegenüber dem demokratischen Verantwortungsbewusstsein der Menschen inne. Der halbherzige Artikel 11 Absatz 4 (sog " europäische Bürgerinitiative") ist dafür ein Beleg. Letztlich geht es nicht um mehr oder weniger Demokratie, wir brauchen wahre Demokratie auf der Höhe der Zeit. (Siehe dazu meinen Beitrag in der Bunten Zeitung unter dem Titel "Direkte Demokratie auf der Höhe der Zeit")

Wozu ich mich hier aber eigentlich äußern möchte, ist das Missverständnis, das vorliegt, wenn man mein Engagement für die sogenannte „dreistufige Volksgesetzgebung“ in die an sich berechtigte Diskussion über das Bedienen direkt-demokratischer Elemente sozusagen von oben her, wie es bei Stefan Brocza geschieht, hineinzieht.

Dreistufige-VolksgesetzgebungDer Vorschlag zu einer "dreistufigen Volksgesetzgebung" stammt aus der Zivilgesellschaft (www.volksgesetzgebung-jetzt.at) und geht auf eine außerparlamentarische Arbeit in Deutschland bis in die 80er Jahre zurück. Hierzulande wurde dazu in der letzten Legislaturperiode dem Nationalrat eine Bürgerinitiative vorgelegt. Die Idee sieht vor, dass auch Initiativen aus der Mitte der Rechtsgemeinschaft mit Gesetzesvorschlägen zu einer Volksabstimmung gelangen können. Und zwar dann, wenn diese Initiativen im parlamentarischen Prozess, an den sie zunächst gerichtet sind, keine Mehrheit finden. Um zu gewährleisten, was zu einer wirklichen politischen Willensbildung notwendig ist und auch um populistischem Missbrauch vorzubeugen, sieht der Vorschlag eine "Medienbedingung" vor, durch die – verfassungsrechtlich zu regeln – die freie und gleichberechtigte Diskussion über das Pro und Kontra des zur Abstimmung stehenden Gegenstandes stattfinden können muss.

Das ist der Vorschlag, den ich unterstütze und für den ich – auch innerhalb meiner Partei - zu wirken versuche. Gerade weil auf diesem Gebiet heute noch kein grundlegendes Verständnis darüber vorhanden ist, was Demokratie ist oder was nur vorgibt, Demokratie zu sein; in allen Parteien wie auch in der öffentlichen Diskussion und ihrer journalistischen Reflexion. Also bei dem, was ich vertrete, geht es nicht darum, „Verantwortung abzuschieben und Entscheidungen, die man selber treffen könnte und auch müsste, auf die Bevölkerung abzuwälzen“, sondern um die komplementäre Ergänzung der repräsentativen Seite der Demokratie um ihre plebiszitäre Seite. Dadurch würden die „Fundamente der parlamentarischen Demokratie“ keineswegs geschwächt! Im Gegenteil: Erst durch den „Popularvorbehalt“, also dadurch, dass die Gesetzgebung dem Souverän auch unmittelbar zugänglich ist, wäre die volle Legitimation auch für den Parlamentarismus gegeben; durch das alleinige Recht alle fünf Jahre zu wählen nicht.

Die „komplementäre Demokratie“ mit ihren zwei Standbeinen, der direkten und der indirekten, ist eine Forderung, die seit dem „Eisenacher Programm“ zu den Fundamenten der Arbeiterbewegung gehört, auch wenn das lange Zeit in Vergessenheit geraten ist. All jenen, die vor dem Urteilsvermögen des Souveräns - also dem Volk - Angst haben oder eine Skepsis hegen, sei ein Zitat von Bert Brecht in Erinnerung gerufen: "Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein."

20. Mai 2010

Antifaschismus ist das Fundament der Sozialdemokratie

dannenbergAm 12. Dezember 1942 wurde der Wiener Sozialdemokrat, Robert Danneberg im KZ-Auschwitz ermordet. Als Experte für Mietrechtspolitik war Danneberg maßgeblich am Aufbau der Wiener Gemeindebauanlagen und des Roten Wien beteiligt. 58 Jahre nach seiner Ermordung durch die Nazis passierte DER Sündenfall der zweiten Republik: Im Jahr 2000 hebelte Wolfgang Schüssel gemeinsam mit der FPÖ den antifaschistischen Grundkonsens auf perfide Weise aus und machte die höchsten Ämter der Republik für Menschen zugänglich, mit denen ich persönlich keine Sekunde Politik machen möchte.

In diesem Moment entschied ich, mein Leben dem Antifaschismus zu widmen. Ich wurde Teil der sozialdemokratischen Bewegung.

Als ich vor 2 Wochen vom Vassilakou-Strache-Pakt erfuhr, der wohl nur dann wirksam werden kann, wenn die SPÖ-Wien die "Absolute" verliert und somit von Grün, Blau und Schwarz überstimmt werden kann, wurde mir klar, dass selbst die Grünen nicht davor zurückschrecken, aus wahlstrategischem Kalkül den rechten Recken die Hand zu reichen. Ich unterscheide hier ganz klar zwischen einer konstruktiven Sachpolitik - wie es sie tagtäglich zwischen allen Parteien gibt - von einer strategischen Kooperation. Diese strategische Kooperation zwischen Grünen und FPÖ ist inakzeptabel.

Diese Einsicht tut mir persönlich weh und zeigt mir, dass einzig und allein die Sozialdemokratie das Bollwerk gegen den Faschismus ist.

Als Reaktion auf den Vassilakou-Strache-Pakt posteten viele UserInnen inklusive mir ein Bild (ParodieVassilakouHC (jpg, 679 KB)), das diesen Pakt auf parodistische Art und Weise thematisiert. Dafür werde ich massiv kritisiert.

Trotzdem werde ich die antifaschistische Grundhaltung nicht aufgeben, einen Pakt mit der FPÖ kann ich achselzuckend nicht einfach akzeptieren. Ich stehe als Sozialdemokrat den Werten der FPÖ diamentral gegenüber (und akzeptiere es auch nicht, wenn kleine SPÖ-Ortsparteien irgendwo im tiefsten Niederösterreich mit Nazis packeln). Meine Enttäuschung ist deswegen umso größer, wenn eine bisher als offen geltende Partei ausgerechnet mit der FPÖ einen solchen Pakt eingeht.

Das haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten den Grünen voraus und das macht uns zu den letzten verbliebenen aufrechten AntifaschistInnen von Wien; oder wie es einst Robert Danneberg formuliert hat: „Wenn es nur einen richtigen Weg gibt. Dann ist dies jener der Wiener Sozialdemokratie“.

17. Mai 2010

Kid Pex: Das Wiener Wunder geschieht am 10. Juni 2010

kid-pexAm 10. Juni 2010 ist es endlich so weit: Kid Pex, der selbsternannte „Tschuschenspitter vom Dienst“, veröffentlicht über Deine Mutter Records sein neues Album „Becko cudo / Wiener Wunder“.

Passend dazu findet am 10. Juni (Einlass: 21 Uhr) in der Wiener Fluc Wanne auch die große Release-Party zum Album statt. Die Gäste erwartet purer Wiener Untergrund-Hip Hop verpackt in ein buntes Multi-Kulti-Line-Up: Kid Pex präsentiert nämlich an diesem Abend der Öffentlichkeit nicht nur sein neuestes Werk, sondern auch einige Balkan-Nachwuchsrapper aus Wien, die teilweise zum ersten Mal „live on stage“ performen werden: Balkanac X, Gorac X, Balkan Gee, Fenomen, Gameover.

Abgesehen von der Live-Präsentation des Albums, sind mit der bekannten Wiener-Rap-Formation „Bludzbrüder“ sowie der „Bossa Nostra“ aus Wiener Neustadt zwei weitere Highlights garantiert. Feinste Auflegerei gibt es von bekannten Wiener Hip-Hop DJ`s DJ Pezo Fox von Juicy, DJ Phlow von März Records und DJ King von Deine Mutter Records. Gehosted wird der ganze Abend von Madin Zupreme.

Ein Welcome-Shot sowie ein Gewinnspiel (CD`s, T-Shirts, Warengutscheine, uva.) sind nur ein Grund mehr, diesen Abend auf keinen Fall zu verpassen. Noch dazu: Die Release-Party findet bei freiwilliger Spende statt.

Kid Pex presäntiert sein neues Album "Becko cudo / Wiener Wunder"
Wann: 10. Juni 2010
Wo: Fluc Wanne


21:00 DJ`s
21:30 – 22:15 Balkanac X & Gorac X, Balkan Gee, Fenomen feat. Game Over
22:15 – 22:45 Bossa Nostra
22:45 – 23:25 Kid Pex presents Becko cudo / Wiener Wunder
23:30 - 00:10 Bludzbrüder
danach Party mit den DJ`s Pezo Fox, DJ King, Dj Phlow

Party supported by Dickies, Somogyi, Ich bin Wien, I-Bo Streetwear Shop, Volume.at

Hier das neueste Video von Kid Pex featuring Juice: Kako je u Becu (From BG to VIE)


E-Flyer: KidPex_front (jpg, 486 KB) KidPex_back (jpg, 386 KB)

Weblink: www.myspace.com/kidpex

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