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  <title>Peko Baxant</title>
  <link>http://www.pekobaxant.at/</link>
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  <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 20:48:22 +0100</pubDate>
  <language>de</language>

  <item>
    <title><![CDATA[Die 6 roten Positionen für ein gutes Wiener Zusammenleben]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/die-6-roten-positionen-fuer-ein-gutes-wiener-zusammenleben/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/WIEN.gif"><img title="" height="66" alt="WIEN" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/WIEN.gif',301,200);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/WIEN_small.gif" /></a><b>In Wien leben Menschen aus 183 L&auml;ndern der Erde. Sie leben, wohnen und arbeiten in einer der lebenswertesten St&auml;dte der Welt. Sie kommen in all ihrer Unterschiedlichkeit weitgehend gut miteinander aus. Wo es Probleme im Zusammenleben gibt, wird versucht, sie zu l&ouml;sen. Gemeinsam, friedlich, aber auch mit Nachdruck, wenn n&ouml;tig. Denn Wien soll ein guter Platz zum Leben bleiben. Das Wien, das mitten in einer Zeit globaler Ver&auml;nderungen Sicherheit, Chancen, Zukunft und ein gutes Lebensgef&uuml;hl geben soll.</b><br />
<br />
Damit das Zusammenleben funktioniert, m&uuml;ssen Grunds&auml;tze beachtet und vor allem auch gelebt werden. Menschen in der Wiener SP&Ouml; haben auf Basis der gro&szlig;en Mitgliederbefragung 2011 erarbeitet, wie diese elementaren Spielregeln des Zusammenlebens und Zusammenhalts in unserer Gesellschaft lauten und sie in den <b>Wiener Positionen</b> zusammengefasst. Die Wiener SP&Ouml; stellt sie nun der breiten &Ouml;ffentlichkeit zur Diskussion, ich m&ouml;chte sie den Leserinnen und Lesern meines Blogs auch nicht vorenthalten. Hier die <i>von mir unkommentierten Positionen</i> f&uuml;r ein gutes Zusammenleben: <br />
<br />
<b>Wer in Wien leben will, soll sich auch zu Wien und zu einem Zusammenleben in Respekt und R&uuml;cksichtnahme bekennen.</b><br />
Ein wesentlicher Teil der Wiener Lebensqualit&auml;t ist eine typische Wiener Lebensart, die nicht nur in unserer Stadt, sondern auch international gesch&auml;tzt wird. Sie st&uuml;tzt sich auf eine europ&auml;ische Kultur und Grundwerte wie Demokratie, Rechtsstaat, Trennung von Staat und Religion, Gewaltfreiheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gleichheit von Frauen und M&auml;nnern. Bei aller Weltoffenheit erwar-ten wir, dass diese Grundwerte und die Menschenrechte von allen in dieser Stadt respektiert werden. In Wien darf es keine Ausgrenzung von Menschen geben. Wien bem&uuml;ht sich um ein Miteinander auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in allen Stadtteilen. Basis daf&uuml;r sind gemeinsame Regeln und die gemeinsame Sprache.<br />
<br />
<b>Die gemeinsame Sprache in Wien ist Deutsch. Wer hier leben will, muss Deutsch k&ouml;nnen.</b><br />
Die gemeinsame Sprache der Verst&auml;ndigung in Wien ist Deutsch. Es besteht die Verpflichtung, Deutsch zu lernen. Erst die gemeinsame Sprache erm&ouml;glicht das Verstehen der Wiener Lebensart. Deutsch ist die Voraussetzung f&uuml;r Integration und ein auf allen Seiten funktionierendes Zusammenleben. Deutsch er&ouml;ffnet pers&ouml;nliche und berufliche Aufstiegschancen. Mehrsprachigkeit hilft bei der beruflichen und pers&ouml;nlichen Weiterentwicklung. Zeitgem&auml;&szlig;e Einrichtungen wie Kindergarten und Ganztagsschule helfen bei der Integration und der Entwicklung von Kindern zu gebildeten, aufgeschlossenen und m&uuml;ndigen Erwachsenen.<br />
<br />
<b>Wien w&auml;chst und ist auf dem Weg zur 2-Millionen-Metropole. Das ist gut so. Internationalit&auml;t und Weltoffenheit sind die Voraussetzungen, damit Wien erfolgreich bleibt und Chancen auf Arbeit und Wohlstand bietet.</b><br />
Die &#8222;Stadt ohne Ausl&auml;nder&#8220; gibt es im 21. Jahrhundert nicht. Vielfalt ist auch in Wien Realit&auml;t und alles, was die Stadt und unsere Gesellschaft bereichert, ist willkommen. Wien w&auml;chst, weil diese Stadt attraktiv ist wie kaum eine andere. Damit alle, die bereits hier leben, Chancen auf gute Arbeit und pers&ouml;nlichen Aufstieg haben, muss Wien ein starker Wirtschaftsstandort bleiben. Wo Fachkr&auml;fte fehlen, ist Zuwanderung notwendig. Sie muss klar geregelt sein. Ausbildung und Aufstiegschancen f&uuml;r Menschen, die bereits hier leben, m&uuml;ssen aber Vorrang haben.<br />
<br />
<b>Der Zugang zu sozialen Leistungen unserer Stadt und Gesellschaft gilt f&uuml;r alle. Jede/r muss aber zur Gemeinschaft und zum Erhalt der sozialen Sicherheit f&uuml;r alle beitragen.</b><br />
Wien h&auml;lt den Grundwert des Zusammenhalts hoch. Auch neuen Mitb&uuml;rgerinnen, Mitb&uuml;rgern und ihren Kindern m&uuml;ssen daher soziale Sicherheit, Aufstiegschancen und ein besseres Leben erm&ouml;glicht werden. Zugleich wird ihr Beitrag zur Gemeinschaft und zum guten Zusammenleben erwartet. Die Leistungen der Zuwanderinnen und Zuwanderer zum gemeinsamen Sozialsystem sind unverzichtbar und stellen sicher, dass dieses auch in Zukunft finanzierbar bleibt.<br />
<br />
<b>Alle Bev&ouml;lkerungsgruppen sollen in Wien aktiv am gesellschaftlichen Leben mitwirken. Sie sollen sich in ihrem privaten Umfeld, in ihrer Arbeitswelt, in &ouml;ffentlichen Einrichtungen und in der Politik engagieren k&ouml;nnen.</b><br />
Im nachbarschaftlichen Zusammenleben, in der Wirtschaft und in &ouml;ffentlichen Einrichtungen wie dem Gesundheitssystem oder dem Bildungswesen nehmen neue Wienerinnen und Wiener schon heute viele wichtige Aufgaben wahr. Sie tragen damit zum Gemeinwohl und zur Akzeptanz von Zuwanderinnen und Zuwanderern bei. Auch in der Politik sollen sich Zuwanderinnen und Zuwanderer engagieren und sichtbar Verantwortung f&uuml;r die Gestaltung des gemeinsamen Lebensumfeldes &uuml;bernehmen k&ouml;nnen.<br />
<br />
<b>In Wien kann man einer Religion angeh&ouml;ren oder auch nicht. Verhaltensweisen, die unseren gesellschaftlichen Regeln und Werten widersprechen, sind aber nicht erw&uuml;nscht.</b><br />
Religionen und Weltanschauungen k&ouml;nnen in Wien frei ausge&uuml;bt werden (&ouml;ffentlich und privat). Das ist ein Menschenrecht. Wien setzt auf den Austausch von Wissen, auf gegenseitigen Respekt und den Abbau von Vorurteilen zwischen Religionen und Kulturen. Religi&ouml;ser Fundamentalismus jedoch (egal aus welcher Richtung) wird nicht geduldet. Religi&ouml;se Bauten und Vereinslokale unterliegen ausnahmslos den gleichen Vorschriften wie andere Bauwerke auch.]]></description>
    <pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:50:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Religion</category><category>Wien</category><category>Zusammenleben</category><category>Integration</category><category>Häupl</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Meine besten Wünsche...]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/meine-besten-wuensche/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/jesus.jpg"><img title="" height="60" alt="jesus" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/jesus.jpg',500,298);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/jesus_small.jpg" /></a>...an alle jene Menschen, die sich zu Weihnachten der Niederkunft des Gottessohnes bewu&szlig;t sind. Auch ich freue mich dar&uuml;ber und feiere aus ganzem Herzen. Die Entwicklung des Menschen und der Gesellschaft aus des Menschen eigener Kraft zum Guten wurde durch dieses Ereignis erst erm&ouml;glicht.<br />
<br />
Auch wenn es oberfl&auml;chlich betrachtet widersrp&uuml;chlich klingt - als gl&auml;ubiger Christ unterschreibe ich Rudolf Steiner&acute;s Ausspruch voll und ganz: "An Gottes Stelle den freien Menschen." Dies ist jedoch erst durch das Wirken des Menschensohnes m&ouml;glich geworden. In diesem Sinne feiere ich zu Weihnachten ein Ereignis, an dem die Freiheit des Menschen als reale M&ouml;glichkeit manifest wurde. Nat&uuml;rlich muss sich der Mensch diese Freiheit erst selbst erk&auml;mpfen, sein Schwert ist das Denken. Das sind gute Nachrichten f&uuml;r mich pers&ouml;nlich als politisch Handelnden, weil der Kampf f&uuml;r das Gute, f&uuml;r Gerechtigkeit, f&uuml;r Freiheit und Demokratie kein aussichtsloser (mehr) ist.<br />
<br />
Mein "Weihnachts-Geschenk" an meine Leserinnen und Leser ist ein <a href="http://www.pekobaxant.at/stories/ja-es-gibt-die-alternative-zu-kommunismus-und-kapitalismus/">neuerlicher</a> Hinweis auf einen Text, der heute vor 33 Jahren am 23.12.1978 in der Frankfurter Rundschau erschienen ist. Joseph Beuys und Wilfried Heidt haben der Menschheit mit ihrem "Aufruf zur Alternative" ein gro&szlig;es Geschenk gemacht, bisher wurde das Packerl erst von Wenigen ge&ouml;ffnet.<br />
<br />
<br />
--------------------------------------------------<br />
<br />
<br />
<b>Aufruf zur Alternative, 1978</b><br />
<br />
<img title="Aufruf zur Alternative 1978" height="400" alt="Aufruf zur Alternative 1978" width="283" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Aufruf-zur-Alternative-1978.jpg" />Dieser Aufruf richtet sich an alle Menschen des europ&auml;ischen Kultur- und Zivilisationskreises. Der Durchbruch in eine neue soziale Zukunft kann schon gelingen, wenn in den europ&auml;ischen Zonen eine Bewegung entsteht, die durch ihre Erneuerungskraft die Mauern abtr&auml;gt zwischen Ost und West und die Kluften zusch&uuml;ttet zwischen Nord und S&uuml;d.<br />
<br />
Der Anfang w&auml;re gemacht, wenn - sagen wir - die Mitteleurop&auml;er sich entschlie&szlig;en w&uuml;rden, in der Gedankenrichtung dieses Aufrufes zu handeln. Wenn wir heute in Mitteleuropa anfingen, einen den Zeitforderungen gem&auml;&szlig;en Weg des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens in unseren Staaten und Gesellschaften einzuschlagen, h&auml;tte dies eine starke Ausstrahlung auf jeden anderen Ort der Welt.<br />
<br />
Vor der Frage: Was k&ouml;nnen wir tun? mu&szlig; der Frage nachgegangen werden: Wie m&uuml;ssen wir denken?, damit der phrasenhafte Umgang mit den h&ouml;chsten Idealen der Menschheit, die alle Parteiprogramme heute verk&uuml;nden, nicht weiterhin als Ausdruck des krassen Gegensatzes zur Lebenspraxis unserer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Wirklichkeit sich fortpflanzt.<br />
<br />
<img title="Wilfried Heidt" height="265" alt="Wilfried Heidt" width="190" align="right" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Wilfried-Heidt.jpg" />Vor kopflosem Umsteigen wird gewarnt. Beginnen wir mit der Selbstbesinnung. Fragen wir nach den Gr&uuml;nden, die uns zu der Abkehr vom Bisherigen Anla&szlig; geben. Suchen wir nach den Ideen, die uns die Richtung der Umkehr weisen. &Uuml;berpr&uuml;fen wir die Begriffe, nach denen wir die Verh&auml;ltnisse im Osten und im Westen eingerichtet haben. Besinnen wir, ob diese Begriffe unseren sozialen Organismus und seine Wechselbeziehungen zu den Naturordnungen gef&ouml;rdert, zur Erscheinung eines gesunden Daseins gef&uuml;hrt oder die Menschheit krank gemacht, ihr Wunden geschlagen, Unheil &uuml;ber sie gebracht haben und heute gar ihr &Uuml;berleben in Frage stellen.<br />
<br />
Gehen wir durch sorgf&auml;ltiges Beobachten unserer eigenen Bed&uuml;rfnisse der &Uuml;berlegung nach, ob die Prinzipien des westlichen Kapitalismus und des &ouml;stlichen Kommunismus offen sind, aufzunehmen, was aus dem Entwicklungsstrom der neueren Zeit als der zentrale Impuls im Seelischen der Menschheit sich immer deutlicher regt und als Wille zur konkreten Selbstverantwortung sich ausdr&uuml;ckt; und das meint: als Mensch nicht mehr eingespannt zu sein in ein Verh&auml;ltnis von Befehl und Unterwerfung, Macht und Privileg.<br />
<br />
Ich habe diese Frage manche Jahre hindurch mit Geduld verfolgt. Ohne die Hilfe vieler anderer Menschen, denen ich in diesem Forschen und Erfahren begegnet bin, w&auml;re ich wohl nicht zu den Antworten gekommen, die ich in diesem Aufruf mitteilen m&ouml;chte. Darum sind diese Antworten nicht nur &raquo;meine Meinung&laquo;, sondern das, was zahlreiche andere auch erkannt haben.<br />
<br />
Um auf Anhieb die Umkehr herbeizuf&uuml;hren, sind es jetzt noch zu wenige. Die Zahl der Einsichtigen mu&szlig; vergr&ouml;&szlig;ert werden. Wenn es gelingt, das hiermit Angeregte auch politisch-organisatorisch zu verdichten und schlie&szlig;lich in einer konzertierten ausserparlamentarisch-parl&#8203;amentarischen Aktion zum Einsatz zu bringen, hat der Aufruf sein Ziel erreicht. Es geht also um eine gewaltfreie Revolution, eine auf Zukunftsoffenheit angelegte Alternative.<br />
<br />
<b>I. Symptome der Krise</b><br />
<br />
Die Probleme, die uns zur Abkehr vom Bestehenden allen Anla&szlig; geben, k&ouml;nnen als bekannt vorausgesetzt werden. Es mag gen&uuml;gen, in einer stichwortartigen Zusammenfassung die schwerwiegendsten Faktoren der Gesamtproblematik vor Augen zu r&uuml;cken.<br />
<br />
<b>1. Die milit&auml;rische Bedrohung</b><br />
<br />
Auch ohne aggressive Absichten der Superm&auml;chte besteht die Gefahr der atomaren Weltvernichtung. Die Kriegstechnologie und die Art der ins Absurde gesteigerten Waffenarsenale l&auml;&szlig;t eine sichere Kontrolle des un&uuml;berschaubar gewordenen Gesamtapparates nicht mehr zu. Trotz des angeh&auml;uften Potentials zur hundertfachen Zerst&ouml;rung der Erde versch&auml;rft sich hinter den Kulissen sogenannter Abr&uuml;stungsverhandlungen das erbitterte R&uuml;stungswettrennen von Jahr zu Jahr. Folge dieses kollektiven Wahnsinns ist ein riesenhafter Verschlei&szlig; von Energie und Rohstoffen und eine gigantische Vergeudung der kreativen F&auml;higkeiten von Millionen von Menschen.<br />
<br />
<b>2. Die &ouml;kologische Krise</b><br />
<br />
Unser Verh&auml;ltnis zur Natur ist dadurch gekennzeichnet, da&szlig; es ein durch und durch gest&ouml;rtes geworden ist. Es droht die restlose Zerst&ouml;rung der Naturgrundlage, auf der wir stehen. Wir sind auf dem besten Wege, diese Basis zu vernichten, indem wir ein Wirtschaftssystem praktizieren, das auf hemmungsloser Auspl&uuml;nderung dieser Naturgrundlage beruht. Ganz klar mu&szlig; ausgesprochen werden, da&szlig; das privatkapitalistische Wirtschaftssystem des Westens von dem staatskapitalistischen des Ostens sich in diesem Punkt grunds&auml;tzlich nicht unterscheidet. Die Vernichtung wird weltweit betrieben. Zwischen Bergwerk und M&uuml;llkippe erstreckt sich die Einbahnstra&szlig;e der modernen Industriezivilisation, deren expansivem Wachstum immer mehr Lebenslinien und Kreisl&auml;ufe des &ouml;kologischen Systems zum Opfer fallen.<br />
<b><br />
3. Die Wirtschaftskrise</b><br />
<br />
Sie &auml;u&szlig;ert sich in einer F&uuml;lle von Symptomen, mit denen t&auml;glich die Zeitungsseiten gef&uuml;llt und die Nachrichtensendungen bestritten werden. Streik und Aussperrung, Abermillionen - weltweit gesehen - sind arbeitslos, k&ouml;nnen ihre F&auml;higkeiten nicht f&uuml;r die Gemeinschaft einsetzen. Da werden, um die heilige Kuh der &raquo;Marktgesetze&laquo; nicht schlachten zu m&uuml;ssen, Riesenmengen von wertvollsten Nahrungsg&uuml;tern, die sich aus subventionierter &Uuml;berproduktion ansammeln, ohne mit der Wimper zu zucken vernichtet, w&auml;hrend in anderen Weltgegenden gleichzeitig Tausende t&auml;glich an Hunger sterben. Da geht es nicht darum, f&uuml;r den Bedarf der Konsumenten zu produzieren, sondern um den geschickt getarnten Verschlei&szlig; der G&uuml;ter.<br />
<br />
Diese Art des Wirtschaftens liefert die Menschheit immer konsequenter der Macht einer Clique multinationaler Gro&szlig;konzerne aus, die an ihren Konferenztischen mit den Spitzenfunktion&auml;ren der kommunistischen Staatsmonopole &uuml;ber unser aller Schicksal entscheiden. Verzichten wir auf eine weitere Charakterisierung dessen, was uns andauernd als die &laquo;monet&auml;re Krise&raquo;, die &raquo;Demokratiekrise&laquo;, die &raquo;Erziehungskrise&laquo;, die &raquo;staatliche Legitimationskrise&laquo; usw. frei Haus geliefert wird, und kommen wir abschlie&szlig;end noch kurz auf die<br />
<br />
<b>4. Bewu&szlig;tseins- und Sinnkrise</b><br />
<br />
zu sprechen. Die meisten Menschen f&uuml;hlen sich den Verh&auml;ltnissen, die sie umgeben, hilflos ausgeliefert. Das f&uuml;hrt zur Vernichtung auch ihrer Innerlichkeit. Sie k&ouml;nnen in den Destruktionsprozessen, denen sie unterworfen sind, in dem undurchschaubaren Kn&auml;uel staatlicher und &ouml;konomischer Macht, in den Ablenkungs- und Zerstreuungsman&ouml;vern einer billigen Vergn&uuml;gungsindustrie keinen Lebenssinn mehr erkennen.<br />
<br />
Insbesonders junge Menschen verfallen in wachsender Zahl dem Alkoholismus, der Drogensucht, begehen Selbstmord. Hunderttausende fallen religi&ouml;s getarnten Fanatikern zum Opfer. Weltflucht hat Hochkonjunktur.<br />
<br />
Das Gegenst&uuml;ck dieses Identit&auml;tsverlustes der Pers&ouml;nlichkeiten ist die Losung &laquo;nach mir die Sintflut&laquo;, das r&uuml;cksichtslose Ausleben des Lustprinzips, der glatten Anpassung, um aus der ganzen Sinnlosigkeit wenigstens f&uuml;r sich, solange das Leben noch dauert, herauszuholen, was herauszuholen ist, ohne R&uuml;cksicht, auf wessen Rechnung dabei Wechsel ausgestellt werden.<br />
<br />
Es sind Wechsel, die unsere Umwelt, unsere Mitwelt und unsere Nachwelt zu begleichen haben. Es wird Zeit, die Systeme der &raquo;organisierten Verantwortungslosigkeit&laquo; [Bahro] abzul&ouml;sen durch eine Alternative des Ausgleichs und der Solidarit&auml;t.<br />
<b><br />
II. Die Ursachen der Krise</b><br />
<br />
Auf den Kern der Sache zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, kann gesagt werden, da&szlig; zwei Strukturelemente der im 20. Jahrhundert zur Herrschaft gekommenen Gesellschaftsordnungen die eigentlichen Ursachen der ganzen Misere darstellen: Das Geld und der Staat, das hei&szlig;t die Rollen, die dem Geld und dem Staat in diesen Systemen einger&auml;umt werden. Beide Elemente sind zu den entscheidenden Machtmitteln geworden. Die Macht hat, in wessen H&auml;nden das Geld und/oder der Staat sich befindet. Der Geldbegriff des Kapitalismus ist ebenso Grundlage dieses Systems wie der totalisierte Staatsbegriff die Grundlage des Kommunismus ist, wie wir ihn bislang kennengelernt haben.<br />
<br />
Mittlerweile sind diese beiden Begriffe in den konkreten Erscheinungen der bestehenden Verh&auml;ltnisse im Westen und im Osten wechselseitig assimiliert. Im Westen schreitet die Tendenz der Ausdehnung der Staatsfunktion voran, w&auml;hrend im Osten Faktoren des Geldmechanismus, wie der Kapitalismus ihn entwickelt hat, eingef&uuml;hrt worden sind. Obwohl deutliche Unterschiede, z.B. hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte, zwischen dem westlichen und dem &ouml;stlichen Kapitalismus bestehen, ist es doch so, da&szlig; beide Systeme in wachsendem Ma&szlig;e zur Destruktivit&auml;t neigen und aus ihrem Machtgegensatz die Menschheitszukunft aufs &auml;u&szlig;erste bedrohen. Deshalb ist es an der Zeit, da&szlig; &raquo;beide durch ein neues Prinzip abgel&ouml;st werden&laquo;, denn beide sind &raquo;am Ende&laquo; [Gruhl].<br />
<br />
<img title="Joseph Beuys" height="400" alt="Joseph Beuys" width="300" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Joseph-Beuys.png" />Das geht auch bei uns nicht anders als durch eine &Auml;nderung der Verfassung. Das mittlerweile geradezu neurotische Bekenntnis zum Grundgesetz macht uns blind und unf&auml;hig gegen&uuml;ber der Notwendigkeit einer Weiterentwicklung seiner Ans&auml;tze.<br />
<br />
Warum eigentlich soll in einer Gesellschaft, die ein bestimmtes Niveau der Entwicklung der Demokratie aufweist, nicht in der freim&uuml;tigsten Weise &uuml;ber die notwendige Weiterentwicklung diskutiert werden? Schon viel zu viele haben Angst, in den Verdacht zu geraten, Verfassungsfeinde zu sein. Sie versagen sich selbst sch&ouml;pferische Gedanken, einmal erreichte Rechtsbegriffe zu erweitern, wenn der Bewu&szlig;tseinsfortschritt dies fordert. Und er fordert es.<br />
<b><br />
Fazit: Kapitalismus und Kommunismus haben die Menschheit in eine Sackgasse gef&uuml;hrt.</b><br />
<br />
So unbestreitbar dies ist und so sehr sich diese Einsicht verbreitet, so wenig w&auml;re uns geholfen, wenn noch keine vern&uuml;nftigen L&ouml;sungsmodelle, also Ideen f&uuml;r freie, demokratische, gegen&uuml;ber Mitmensch und Naturgegebenheiten solidarische, von Weitsicht und Zukunftsverantwortung f&uuml;r das Ganze getragene Perspektiven erarbeitet w&auml;ren. Solche L&ouml;sungsmodelle sind erarbeitet. Von einem bestimmten soll im folgenden berichtet werden.<br />
<br />
<b>III. Der Ausweg</b><br />
<br />
Wilhelm Schmundt hat als die zentrale Notwendigkeit einer fundierten Alternative das &laquo;ins-Rechte-Denken der Begriffe&raquo; gefordert. Dies meint auch Eugen L&ouml;bl, der Wirtschaftstheoretiker des Prager Fr&uuml;hlings, wenn er von der unaufschiebbaren &laquo;Revolution der Begriffe&raquo; spricht. <b>Schmundt hat einem seiner B&uuml;cher den Titel &laquo;Revolution und Evolution&raquo; gegeben, und er will damit sagen: Erst wenn wir, die Grundzusammenh&auml;nge des sozialen Organismus neu &uuml;berdenkend, die &laquo;Revolution der Begriffe&raquo; geleistet haben, wird damit der Weg frei f&uuml;r eine Evolution ohne Zwang und Willk&uuml;r.</b><br />
<br />
Leider lebt, gerade in politisch alternativ denkenden Kreisen, vielfach noch die Ansicht, auf die Begriffe k&auml;me es nicht an.<br />
<br />
Dieses leichtfertige Vorurteil mu&szlig; &uuml;berwunden werden, wenn die neue soziale Bewegung eine Ausstrahlung bekommen und eine politische Kraft werden will. Denn mit Begriffen ist immer eine sehr weittragende Praxis verbunden, und die Art und Weise, wie &uuml;ber einen Sachverhalt gedacht wird, ist entscheidend daf&uuml;r, wie man mit diesem Sachverhalt umgeht, - zuvor: wie und ob man ihn &uuml;berhaupt versteht.<br />
<br />
Bei dem Entwurf der Alternative, d. h. des DRITTEN WEGES, von dem als erste kommunistische Partei jetzt auch die KPI in positiver Weise spricht, gehen wir vom Menschen aus. Er ist der Bildner der sozialen Plastik und nach seinem Ma&szlig; und seinem Wollen mu&szlig; der soziale Organismus eingerichtet sein.<br />
<br />
Nach Gef&uuml;hl und Erkenntnis der Menschenw&uuml;rde gelten dem Menschen heute drei Grundbed&uuml;rfnisse als vorrangig:<br />
<br />
1. Er will seine Anlagen und seine Pers&ouml;nlichkeit frei entwickeln und seine F&auml;higkeiten in Verbindung mit den F&auml;higkeiten seiner Mitmenschen frei f&uuml;r einen als sinnvoll erkannten Zweck einsetzen k&ouml;nnen.<br />
<br />
2. Er erkennt jede Art von Privileg als untragbare Verletzung der demokratischen Gleichberechtigung. Er hat das Bed&uuml;rfnis, als m&uuml;ndiger Mensch hinsichtlich aller Rechte und Pflichten - ob sie in einen wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder kulturellen Zusammenhang geh&ouml;ren - als Gleicher unter Gleichen zu gelten und am demokratischen Vereinbaren auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Gesellschaft mitbestimmen zu k&ouml;nnen.<br />
<br />
3. Er will Solidarit&auml;t schenken und Solidarit&auml;t in Anspruch nehmen. Es mag vielleicht bezweifelt werden, da&szlig; darin ein vorrangiges Grundbed&uuml;rfnis des heutigen Menschen zum Ausdruck kommt, weil der Egoismus das weithin dominante Motiv im Verhalten der Einzelnen ist.<br />
<br />
Eine gewissenhafte Pr&uuml;fung zeigt jedoch etwas anderes. Zwar mag der Egoismus noch im Vordergrund stehen und das Verhalten bestimmen. Aber: Ein Bed&uuml;rfnis, ein angestrebtes Ideal ist er nicht. Er ist ein Trieb, der herrscht und beherrscht. Gewollt jedoch ist: Die gegenseitige Hilfe aus freier Entscheidung.<br />
<br />
Wenn dieser solidarische Impuls als das menschliche und menschheitliche Ideal empfunden wird, dann stellt sich die Aufgabe, jene Mechanismen, die aus den sozialen Strukturen heute den Egoismustrieb aktivieren, so umzuformen, da&szlig; sie den inneren menschlichen Absichten nicht mehr entgegenwirken.<br />
<br />
Und diese Strukturen werden so umgeformt:<br />
<b><br />
1. Das &raquo;integrale System&laquo;, ein neuer Arbeits- und ein neuer Einkommensbegriff</b><br />
<br />
Das Wirtschaftsleben hat sich in der arbeitsteiligen Industriegesellschaft zu einem - wie Eugen L&ouml;bl sagt - &raquo;integralen System&laquo; entwickelt.<br />
<br />
Dies bedeutet: Die Menschen verlassen, wenn sie arbeiten, den privaten Bereich, die Haushalte, und str&ouml;men hin zu den assoziierten Produktionsst&auml;tten. Die Erzeugnisse ihrer Arbeit kommen nicht mehr durch Einzelne oder Z&uuml;nfte tauschwirtschaftlich auf den Markt, sondern sie gelangen aus dem Zusammenwirken komplexer Prozesse dorthin. Das jeweilige Endprodukt ist das Ergebnis der gemeinsamen T&auml;tigkeit aller im Rahmen der Weltwirtschaft.<br />
<br />
Alle T&auml;tigkeiten, auch diejenigen der Erziehung, der Ausbildung, der Wissenschaft, der Banken, der Verwaltung, der Parlamente, der Medien usw. sind in dem Ganzen integriert.<br />
<br />
Zwei Prozesse bilden die Grundstruktur dieses Wirtschaftstyps: Der Strom der in der Arbeit zum Einsatz kommenden F&auml;higkeitswerte und der Strom der geistigen oder physischen Konsumwerte. Die technischen Produktionsmittel m&uuml;ssen dabei als h&ouml;her entwickelte Ressourcen angesehen werden.<br />
<br />
Jede geleistete Arbeit ist prinzipiell Arbeit f&uuml;r andere. Das hei&szlig;t, da&szlig; jeder T&auml;tige an einer bestimmten Stelle seinen Beitrag leistet f&uuml;r das Herstellen eines Wertes, der letztlich von irgendwelchen seiner Mitmenschen verbraucht wird. Die Arbeit eines Menschen steht nicht mehr in Verbindung mit seinem Konsumieren.<br />
<br />
Das andere von ebenso weitreichender Bedeutung ist, da&szlig; der Charakter des integralen Systems es nicht mehr erlaubt, das Einkommen der T&auml;tigen als den Tauschwert f&uuml;r ihre erbrachten Leistungen anzusehen. Denn es kann hier keinen objektiven Ma&szlig;stab f&uuml;r die Ermittlung des Leistungsanteils eines einzelnen an der Produktion eines bestimmten Konsumwertes mehr geben.<br />
<br />
Ebensowenig kann der objektive Anteil eines Unternehmens am Gesamtprodukt ermittelt werden. Wenn wir diese Wirklichkeiten zur Kenntnis nehmen und sie nicht aus diesen Interessen oder jenen Desinteressen ignorieren, dann m&uuml;ssen wir festhalten, da&szlig; sich mit dem &Uuml;bergang von der Tauschwirtschaft [auch Geldtauschwirtschaft] zur integralen Wirtschaft das Verh&auml;ltnis von Arbeit und Einkommen grundlegend ge&auml;ndert hat.<br />
<br />
W&uuml;rden wir allein aus diesen Einsichten die Konsequenzen ziehen, so erg&auml;be sich bereits daraus eine radikale Wandlung der heutigen Wirtschaftsgegebenheit. Das Einkommen, das die Menschen zur Erhaltung und Entfaltung ihres Lebens ben&ouml;tigen, w&auml;re keine abgeleitete Gr&ouml;&szlig;e mehr, sondern ein origin&auml;res Recht, ein Menschenrecht, das gew&auml;hrleistet sein mu&szlig;, damit f&uuml;r sie die Voraussetzungen erf&uuml;llt sind, verantwortlich und selbstverpflichtet im Kreis ihrer Mitarbeiter wirken zu k&ouml;nnen. F&uuml;r das Einkommen als elementares Menschenrecht ist das demokratische Vereinbaren nach bedarfsorientierten Gesichtspunkten das sachgem&auml;&szlig;e Gestaltungsprinzip. Auch das Ma&szlig; und die Art der Arbeit sind Fragen, welche durch die demokratische Gemeinschaft im allgemeinen und die Arbeitskollektive im besonderen nach der Art ihrer Selbstverwaltungsformen behandelt und geregelt werden m&uuml;ssen.<br />
<br />
Alle heutigen Zw&auml;nge, Ungerechtigkeiten und Frustrationen, die sich aus dem Anachronismus des Lohnens der Arbeit ergeben, werden damit hinf&auml;llig, Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde &uuml;berfl&uuml;ssig. Gibt es Einkommensunterschiede, so sind sie f&uuml;r alle transparent und demokratisch gewollt. Positiv auch die sozialpsychologischen Folgen der &Uuml;berwindung der Lohnabh&auml;ngigkeit. Niemand kauft und niemand verkauft F&auml;higkeit und Arbeit. Alle T&auml;tigen geh&ouml;ren hinsichtlich ihres Einkommens zur demokratischen Gemeinschaft gleichberechtigter B&uuml;rger.<br />
<b><br />
2. Der Funktionswandel des Geldes</b><br />
<br />
So wie sich beim &Uuml;bergang zur integralen Wirtschaft im Wesen der Arbeit ein tiefgreifender Wandel vollzogen hat, so ist auch bei den Geldprozessen eine Metamorphose eingetreten. Doch wie die tauschwirtschaftlichen Begriffe f&uuml;r die Regelung der Arbeits- und Einkommensverh&auml;ltnisse beibehalten worden sind, blieben sie auch f&uuml;r die Gestaltung des Geldsystems bestimmend. Dadurch konnte sich das Geld nicht ordnend in den sozialen Organismus eingliedern. Dies hat Gr&uuml;nde geliefert, viele Geldanalysen unter psychologischen, soziologischen, &ouml;konomietheoretischen und anderen Gesichtspunkten zu verfassen. Doch sie alle haben wenig geholfen. Die Macht des Geldes blieb ungebrochen.<br />
<br />
Warum? Weil wir den Geldbegriff nicht ge&auml;ndert haben, als es entwicklungsgeschichtlich erforderlich gewesen w&auml;re.<br />
<br />
Was hat zu dem bislang noch ignorierten Funktionswandel des Geldes gef&uuml;hrt?<br />
<br />
Mit dem Auftreten der Zentralbanken in der modernen Geldentwicklung ist dieser Wandel eingetreten. Das Geld trat heraus aus der Welt der Wirtschaftswerte, als deren universelles Tauschmittel es vorher gedient hatte.<br />
<br />
Die neue Art der Geldemission und Geldleitung durch die Institution der Zentralbank f&uuml;hrte zur Ausbildung eines Kreislaufsystems im sozialen Organismus, durch welches, vergleichbar dem Evolutionsschritt in der Biosph&auml;re von einem niederen zu einem h&ouml;heren Organismus, das soziale Ganze eine komplexere Daseinsform angenommen hat. Das Geld konstituierte ein neues Funktionssystem. Es wurde zum Rechtsregulativ f&uuml;r alle kreativen und konsumtiven Prozesse.<br />
<br />
Auf der Produktionsseite ben&ouml;tigen die Unternehmen f&uuml;r die Erf&uuml;llung ihrer Aufgaben Geld. Sie bekommen es vom Bankensystem als Kredit (Zins, heute mit dem Kreditbegriff gekoppelt, kommt aus einem wesenswidrigen Geldverst&auml;ndnis!).<br />
<br />
In der Hand der Unternehmen ist Geld = Produktionskapital ein Rechtsdokument. Es verpflichtet die Unternehmen zum Einsatz der F&auml;higkeiten ihrer Mitarbeiter in der Arbeit.<br />
<br />
Kommt das Geld als Einkommen in die Verf&uuml;gungsberechtigung der T&auml;tigen, &auml;ndert es seine Rechtsbedeutung.<br />
<br />
Als Konsumkapital berechtigt es die Verbraucher zum Erwerb der Konsumwerte. Damit flie&szlig;t das Geld zum Produktionsbereich zur&uuml;ck und &auml;ndert ein letztes Mal seine Bedeutung. Jetzt ist es Geld ohne Beziehung zu einem Wirtschaftswert. Als solches berechtigt es die Unternehmen, an die es gelangt, zu nichts. Es werden damit die Kredite abgel&ouml;st, die Konten der Unternehmen bei den Kreditbanken ausgeglichen. Da viele Unternehmen - wie beispielsweise Schulen und Universit&auml;ten - f&uuml;r ihre Leistungen keine Preise verlangen, mu&szlig; der Kontenausgleich der Unternehmen untereinander, insofern die einen &Uuml;bersch&uuml;sse und die anderen Untersch&uuml;sse haben, in Verbindung mit Assoziationsbanken vorgenommen werden.<br />
<br />
Dieser auf das Niveau der erreichten sozialen Evolution gehobene Geldbegriff hat durchschlagende Konsequenzen. Er l&ouml;st das Machtproblem, insofern es von der Geldseite her entstanden ist. Weil man nicht erkennen wollte, da&szlig; die Geldordnung nicht Teil des Wirtschaftslebens geblieben, sondern ein selbst&auml;ndiges Funktionssystem im Rechtsbereich geworden war, konnte sich die alte r&ouml;mische Eigentumsvorstellung uneingeschr&auml;nkt erhalten. So konnten auch die Kategorien von &raquo;Gewinn&laquo; und &raquo;Verlust&laquo; zur Geltung kommen. Die schrankenlose Aneignung alles dessen, was mit den Produktionsst&auml;tten zusammenh&auml;ngt, blieb rechtens.<br />
<br />
Ohne eine einzige staatsb&uuml;rokratische Ma&szlig;nahme oder steuerpolitische Akrobatik f&uuml;hrt die Anerkennung des gewandelten Geldbegriffes hingegen zur Aufhebung sowohl des Eigentums- als auch des Profitprinzips im Produktionsbereich.<br />
<br />
Und was passiert mit den B&ouml;rsengesch&auml;ften, der Bodenspekulation, dem Zinswucher, der Inflation? Sie verschwinden ebenso wie die Gei&szlig;el der Arbeitslosigkeit. Die Aktienwelt entschl&auml;ft &uuml;ber Nacht, ohne da&szlig; auch nur ein Zahnrad deswegen nicht mehr laufen w&uuml;rde. Und die Aktion&auml;re, die Spekulanten, die Gro&szlig;grundbesitzer? Werden sie ihre heiligen Reicht&uuml;mer der Menschheit auf dem Opferaltar der anhebenden neuen Zeit darreichen? Wir werden sehen. Jedenfalls wird jeder seinen Platz im sozialen Leben finden, wo er seine F&auml;higkeiten frei, produktiv und sinnvoll f&uuml;r das Ganze einsetzen kann.<br />
<br />
Was den Konsumbereich betrifft, stellt sich die Sache so dar, da&szlig; sich die Produktion nach dem Bedarf der Verbraucher richten wird. Keine Profit- und Eigentumsinteressen stehen diesem einzig sachgem&auml;&szlig;en Wirtschaftsziel hemmend oder ablenkend im Wege. Die mit dem integralen System schon elementar verwirklichte Br&uuml;derlichkeit - &raquo;Arbeit ist prinzipiell Arbeit f&uuml;r andere geworden&laquo; - kann ungehindert zur Entfaltung kommen.<br />
<br />
Auch auf die &ouml;kologische Frage f&auml;llt ein neues Licht. Wirtschafts&ouml;kologie ist selbstverst&auml;ndlich, wenn eine freie Wissenschaft, eine freie Erziehung und eine freie Information die Gesetze des Lebendigen umfassend erforscht und verbreitet und deren Bedeutung f&uuml;r den Menschen erhellt.<br />
<br />
<b>3. Die Freiheitsgestalt des sozialen Organismus</b><br />
<br />
Den Staat mit der Lenkung der gesellschaftlichen Entwicklung zu beauftragen, w&auml;re denkbar, wenn es nicht im radikalen Widerspruch zum Freiheitsimpuls, zur Forderung nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung (Dezentralisierung) st&uuml;nde. Deshalb kann die letzte wichtige Frage, die sich hinsichtlich des Bildes der evolution&auml;ren Alternative des Dritten Weges stellt: Wie kann die von Zw&auml;ngen befreite Gesellschaft ihre an den menschlichen Bed&uuml;rfnissen und den Naturnotwendigkeiten orientierte Entwicklungsrichtung finden?, nur durch die Beschreibung der &raquo;Freiheitsgestalt des sozialen Organismus&laquo; [Schmundt] beantwortet werden.<br />
<br />
Freiheit ist einerseits individueller Impuls, das Handeln aus selbstbestimmten Motiven zu vollbringen. Andererseits ist selbstbestimmtes Handeln nur dann frei, wenn es aus &raquo;Einsicht in die Lebensbedingungen des Ganzen&laquo; [Rudolf Steiner] vollzogen wird.<br />
<br />
F&uuml;r den komplexen Zusammenhang unserer arbeitsteiligen Produktion bedeutet dies, da&szlig; der Einzelne oder auch das einzelne Unternehmen aus sich heraus nur sehr schwer die Gesichtspunkte zu finden vermag, durch welche die jeweilige Aufgabe, etwas f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse anderer hervorzubringen, in der bestm&ouml;glichen Weise erf&uuml;llt werden kann.<br />
<br />
Daher ist es n&ouml;tig, dem Gesellschaftsk&ouml;rper ein neues Funktionssystem einzugliedern: das System beratender Kuratorien, ein authentisches R&auml;tesystem als st&auml;ndige Inspirationsquelle.<br />
<br />
Die Einsichten &uuml;ber die Bedingungen, Zusammenh&auml;nge und Wirkungen seines Handelns kann jedes Arbeitskollektiv dann am besten gewinnen, wenn es ein Kuratorium beruft, in dem die demokratisch bevollm&auml;chtigte Leitung des Unternehmens mit den leitenden Pers&ouml;nlichkeiten anderer Unternehmen, der Banken, wissenschaftlicher Forschungsinstitute und auch mit Vertretern seiner Konsumentenschaft die Aufgaben, Ziele und Entwicklungen des Unternehmens von m&ouml;glichst umfassenden Gesichtspunkten aus ber&auml;t. Die Entscheidungen m&uuml;ssen von den jeweils Verantwortlichen getroffen werden. Diese Entscheidungen werden aber durch die Hilfe der Kuratorien von einem optimal sachgerechten Urteilsbild getragen sein.<br />
<br />
Was dergestalt f&uuml;r die Assoziationen der Arbeitskollektive untereinander gilt, spielt auch eine Rolle f&uuml;r die Grundstruktur eines einzelnen freien Unternehmens. Der &uuml;berwundene Gegensatz von &raquo;Arbeitgeber&laquo; und &raquo;Arbeitnehmer&laquo; &ouml;ffnet das Feld f&uuml;r eine Sozialgestalt, in der miteinander verwoben sind Prozesse des freien Beratens, des demokratischen Vereinbarens und schlie&szlig;lich des gemeinsamen Wirkens f&uuml;r die soziale Umwelt. Das Recht der freien unternehmerischen Initiative hat jeder Mensch. Denn der Mensch ist ein initiatives Wesen. N&ouml;tig ist, da&szlig; die Arbeitsleiter die F&auml;higkeit haben, ihre Mitarbeiter nach deren Facht&uuml;chtigkeit und Sachverstand zu berufen.<br />
<br />
Aus dieser Funktion werden sie jedoch weder materielle Privilegien noch irgendeine andere Form von nicht demokratisch legitimierter Macht haben k&ouml;nnen.<br />
<br />
So ist in dem Bild der Grundz&uuml;ge eines Dritten Weges das freie Unternehmen in einer selbstverwalteten Wirtschaft und einer selbstverwalteten Kultur die demokratische Basiseinheit einer nachkapitalistischen und nachkommunistischen neuen Gesellschaft des realen Sozialismus.<br />
<br />
Staatliche Gesetzgebung, Regierung und Verwaltung sind auf die Funktion beschr&auml;nkt, die f&uuml;r alle verbindlichen demokratischen Rechte und Pflichten zu beschlie&szlig;en und ihre Verwirklichung durchzusetzen.<br />
<br />
Der Staat wird erheblich schrumpfen. Was &uuml;brig bleibt, wird man sehen.<br />
<br />
<b>IV. Was k&ouml;nnen wir f&uuml;r die Verwirklichung der Alternative jetzt tun?</b><br />
<br />
Wer sich dieses Bild der evolution&auml;ren Alternative vor Augen f&uuml;hrt, hat ein klares Grundverst&auml;ndnis von der sozialen Plastik, an welcher der Mensch als K&uuml;nstler formt.<br />
<br />
Wer sagt, da&szlig; es eine Ver&auml;nderung geben mu&szlig;, aber die &raquo;Revolution der Begriffe&laquo; &uuml;berspringt und nur gegen die &auml;u&szlig;eren Verk&ouml;rperungen der Ideologien anrennt, wird scheitern. Er wird entweder resignieren, sich mit Reformieren begn&uuml;gen oder aber in der Sackgasse des Terrorismus landen. Drei Formen des Sieges der Strategie des Systems.<br />
<br />
Wenn abschlie&szlig;end daher gefragt ist: Was k&ouml;nnen wir tun?, damit wir das Ziel der Neugestaltung von den Fundamenten her auch erreichen, dann m&uuml;ssen wir uns klarmachen: Es gibt nur einen Weg, das Bestehende zu transformieren - aber dieser erfordert eine breite Palette von Ma&szlig;nahmen. Der einzige Weg ist die gewaltfreie Transformation. Gewaltfrei nicht etwa darum, weil Gewalt zur Zeit oder aus bestimmten Gr&uuml;nden nicht erfolgversprechend erscheint. Nein. Gewaltfreiheit aus prinzipiellen menschlich - geistig - moralischen und politisch - gesellschaftlichen Gr&uuml;nden.<br />
<br />
Einerseits steht und f&auml;llt die W&uuml;rde des Menschen mit der Unverletzlichkeit der Person und die Ebene des Menschentums verl&auml;&szlig;t, wer dies mi&szlig;achtet. Andererseits sind gerade die zu transformierenden Systeme auf Gewalt in jeder nur denkbaren Form aufgebaut. Deshalb ist jede Art von Gewaltanwendung ein Ausdruck systemkonformen Verhaltens, verfestigt also, was es aufl&ouml;sen will.<br />
<br />
Dieser Aufruf will ermutigen und auffordern, den Weg der gewaltfreien Transformation einzuschlagen. An solche, die bisher passiv waren, obwohl sie von Unbehagen und Unzufriedenheit erf&uuml;llt sind, ist die Aufforderung gerichtet: Werdet aktiv. Eure Aktivit&auml;t ist vielleicht das einzige, was jene, die aktiv sind, aber mit Mitteln der Gewalt lieb&auml;ugeln oder schon Gewalt anwenden, auf den Weg der gewaltfreien Aktion zur&uuml;ckf&uuml;hren kann.<br />
<br />
Obwohl die angezeigte &raquo;Revolution der Begriffe&laquo; das Kernst&uuml;ck der hier vorgestellten Methode zur Ver&auml;nderung ist, mu&szlig; sie nicht unbedingt am Anfang aller Schritte stehen. Auch ist ihr jeder Absolutheitsanspruch fremd. Wer die Kraft hat, die Theorien des Marxismus, des Liberalismus, der christlichen Soziallehre usw. zu Ende zu denken, wird feststellen, da&szlig; diese Theorien durchaus zu den gleichen Ergebnissen kommen wie wir.<br />
<br />
Dieses Zu-Ende-Denken von historischen Ans&auml;tzen ist heute n&ouml;tig. Wo es mutig vollbracht wurde, bemerkte man, wie die Fronten sich verschieben. Da steht Bahro dann Karl-Hermann Flach und William Borm n&auml;her als diese ihrem Parteifreund Lambsdorff und jener seinen Genossen, die ihn verhaftet und verurteilt haben.<br />
<br />
Der Proze&szlig; des Umschmelzens verh&auml;rteter Begrifflichkeiten und Theorieans&auml;tze ist in vollem Gange. Er mu&szlig; zum grossen Dialog, zur interfraktionellen, interdisziplin&auml;ren und internationalen Kommunikation zwischen den alternativen L&ouml;sungsmodellen f&uuml;hren. Die FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY (Freie Hochschule f&uuml;r Kreativit&auml;t und interdisziplin&auml;re Forschung Kommunikation zu organisieren und zu) ist das st&auml;ndige Angebot, diese entwickeln.<br />
<br />
&laquo;Gegen die geballten Interessen der M&auml;chtigen hat nur eine mitrei&szlig;ende Idee eine Chance, die wenigstens so stark ist wie die humanistische in den letzten und die christliche in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung&raquo; [Gruhl]. Um von den verschiedenen Ans&auml;tzen, die in der neuen sozialen Bewegung leben, zu dieser &raquo;mitrei&szlig;enden Idee&laquo; durchzusto&szlig;en, brauchen wir den st&auml;ndigen und umfassenden Dialog.<br />
<br />
FREIE INTERNATIONALE UNIVERSIT&Auml;T als ein organisatorischer Ort dieses Forschens, Arbeitens und Kommunizierens meint also alle die Gruppen und Keimzellen in unserer Gesellschaft, zu denen Menschen sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Fragen der sozialen Zukunft zu durchdenken. Je mehr Menschen sich mit diesen Arbeiten verbinden, desto kraftvoller und durchgreifender werden die alternativen Ideen zur Geltung kommen. Darum sei aufgerufen: Gr&uuml;ndet Arbeitspl&auml;tze der FREIEN INTERNATIONALEN UNIVERSIT&Auml;T, der Universit&auml;t des Volkes.<br />
<br />
Aber dies allein gen&uuml;gt noch nicht. &Uuml;berall dort, wo dies m&ouml;glich ist, sollten wir uns zur alternativen Lebens- und Arbeitspraxis entschlie&szlig;en. Viele haben in kleinen Bereichen und speziellen Gebieten einen Anfang gemacht. Ein Zusammenschlu&szlig; alternativer Wirtschafts- und Kulturunternehmen ist die AUFBAUINITIATIVE AKTION DRITTER WEG [Unternehmensverband, Stiftung, Mitgliederorganisation]. Einzelne Gruppen oder Betriebe, die ihren alternativen Ideen auch Taten folgen lassen wollen, sind aufgefordert, dieses Projekt zu st&auml;rken.<br />
<br />
Ein letzter, aktueller Aspekt. Vielleicht der wichtigste und entscheidendste f&uuml;r den Weg der gewaltfreien Transformation. Wie kann die neue soziale Bewegung eine politische Dimension erreichen?<br />
<br />
Damit ist, jedenfalls f&uuml;r den Bereich der westlichen Demokratien, die Frage nach der M&ouml;glichkeit einer parlamentarischen Aktion gestellt. Gehen wir diesen Weg, dann gehen wir ihn nur richtig, wenn wir einen neuen Stil der politischen Arbeit und des politischen Organisierens entwickeln. Nur wenn wir uns in diesem neuen Stil &uuml;ben, werden wir die Hindernisse &uuml;berwinden, die f&uuml;r alternative Entwicklungen durch Sperrklauseln und &auml;hnliches errichtet sind.<br />
<br />
Es w&auml;re schon n&ouml;tig, da&szlig; auch von den Parlamenten her, f&uuml;r die ganze &Ouml;ffentlichkeit wahrnehmbar, alternative L&ouml;sungsmodelle auftr&auml;ten. Dazu aber m&uuml;ssen die Leute, die solche Modelle erarbeitet haben, in die Parlamente hineinkommen.<br />
<br />
Wie kommen sie hinein? Indem sie ihre ganze Kraft auf eine gemeinsame Wahlinitiative konzentrieren.<br />
<br />
Entscheidend f&uuml;r einen solchen Versuch ist, welches Verst&auml;ndnis man von der Gesamtalternativenbewegung&#8203; hat. Sie besteht ja aus einer F&uuml;lle von Str&ouml;mungen, Initiativen, Organisationen, Institutionen usw. Sie alle haben nur in der Gemeinsamkeit eine Chance.<br />
<br />
Gemeinsame Wahlinitiative hei&szlig;t aber nicht: Parteiorganisation, Parteiprogramm, Parteidebatte im alten Stil. Die Einheit, derer es bedarf, kann nur die Einheit in der Vielfalt sein. Die Bewegung der B&uuml;rgerinitiativen, die &ouml;kologische, die Friedens- und die Frauenbewegung, die Bewegung der Praxismodelle, die Bewegung f&uuml;r einen demokratischen Sozialismus, einen humanistischen Liberalismus, einen Dritten Weg, die anthroposophische Bewegung und die christlich-konfessionell orientierten Str&ouml;mungen, die B&uuml;rgerrechtsbewegung und die 3. Welt-Bewegung m&uuml;ssen erkennen, da&szlig; sie unverzichtbare Bestandteile der Gesamtalternativenbewegung&#8203; sind; Teile, die sich nicht ausschlie&szlig;en und widersprechen, sondern erg&auml;nzen.<br />
<br />
Realit&auml;t ist, da&szlig; es marxistische, katholische, evangelische, liberale, anthroposophische, &ouml;kologische usw. Alternativkonzepte und -initiativen gibt. In vielen wesentlichen Punkten besteht unter ihnen bereits ein hohes Ma&szlig; an &Uuml;bereinstimmung. Dieses ist die Basis der Gemeinsamkeit in der Einheit. In anderen Punkten besteht Nicht&uuml;bereinstimmung. Dieses ist die Basis der Freiheit in der Einheit.<br />
<br />
Eine gemeinsame Wahlinitiative der Gesamtalternativenbewegung&#8203; ist nur lebenswirklich als ein B&uuml;ndnis vieler autonomer Gruppen, die ihr Verh&auml;ltnis untereinander und gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit im Geiste aktiver Toleranz gestalten. Unsere Parlamente brauchen den befreienden Geist und das Leben einer solchen Union, der UNION F&Uuml;R DIE NEUE DEMOKRATIE!<br />
<br />
Die Fahrzeuge, die den neuen Kurs nehmen, stehen also bereit. Sie bieten Platz und Arbeit f&uuml;r alle.<br />
<br />
ENDE<br />
<br />
An Informationen und Mitarbeit an den Projekten FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY, AUFBAUINITIATIVE AKTION DRITTER WEG und UNION F&Uuml;R EINE NEUE DEMOKRATIE interessierte Leser m&ouml;gen sich wenden an:<br />
<br />
Free International University<br />
8991 Achberg, Humboldt-Haus<br />
4000 D&uuml;sseldorf 11, Staatliche Kunstakademie, Atelier Professor Joseph Beuys, Raum 3<br />
<br />
Der &raquo;Aufruf zur Alternative&laquo; erschien erstmals in der Weihnachtsausgabe der FRANKFURTER RUNDSCHAU am 23. Dezember 1978, Nr. 288 &copy; J. Beuys / W. Heidt]]></description>
    <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 11:41:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Aufruf zur Alternative</category><category>Wilfried Heidt</category><category>Joseph Beuys</category><category>Rudolf Steiner</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/meine-besten-wuensche/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Meine Rede am This Human World Film Festival]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/meine-rede-am-this-human-world-film-festival/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/THW_Logo.gif"><img title="" height="35" alt="THW_Logo" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/THW_Logo.gif',500,174);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/THW_Logo_small.gif" /></a>Gestern am 30.11.2011 wurde das Human World Festival im Wiener Gartenbaukino er&ouml;ffnet, welches noch bis 10.12.2011 laufen wird. Es wurde 2008 ins Leben gerufen und es hat sich mittlerweile zu einem Fixstern im Wiener Filmfestival-Reigen entwickelt. Die Filme besch&auml;ftigen sich vor allem mit dem Thema der Menschenrechte. Ich durfte das Festival in Vertretung des Wiener Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny er&ouml;ffnen. Hier inhaltlich-wesentliche Ausz&uuml;ge aus meiner Wortmeldung:<br />
<br />
<i>Sehr geehrte Damen und Herren!<br />
<br />
Leicht kann man zu dem Eindruck kommen, die Menschenrechte seien bereits verwirklicht. Schlie&szlig;lich leben wir in Europa in einer &#8220;stabilen Demokratie&#8221;, von Rechtsstaatlichkeit getragen. Ich m&ouml;chte in der K&uuml;rze der Zeit nicht darauf eingehen, dass diesbez&uuml;glich selbst hierzulande nicht alles Gold ist, was gl&auml;nzt. Sondern ich m&ouml;chte zu diesem Anlass einen weiterf&uuml;hrenden Gedanken einbringen. <br />
<br />
Es ist dieser: <br />
Zwar ist die UN-Erkl&auml;rung der Menschenrechte durch alle ihre Staaten unterzeichnet, aber sie sind noch l&auml;ngst nicht f&uuml;r alle Menschen verwirklicht. Ihre Verwirklichung muss also noch erk&auml;mpft werden. <br />
<br />
Und wenn das unser Anspruch ist, m&uuml;ssen wir uns dann nicht fragen, was alles dem im Weg steht in der heutigen Welt? <br />
<br />
K&ouml;nnen die Menschrechte &uuml;berhaupt umfassend G&uuml;ltigkeit bekommen in einem System, indem Profit das Ziel des Wirtschaftens ist; in dem die Finanzstr&ouml;me immer weniger dazu dienen, die Unternehmen und Institutionen mit den n&ouml;tigen Mitteln zu versorgen, damit die Menschen ihre F&auml;higkeiten in den Dienst des Bedarfs stellen k&ouml;nnen; in dem es anscheinend nicht m&ouml;glich ist, da&szlig; alle Menschen f&uuml;r ihren eigenen Bedarf ein gerechtes Einkommen erhalten? <br />
<br />
Heute ist noch das Gegenteil der Fall: Abermillionen sind weltweit zur Arbeitslosigkeit verurteilt und durch ungerechten spekulativen Handel werden die Preise so in die H&ouml;he getrieben, dass f&uuml;r viele Millionen selbst das Notwendigste zum Leben fehlt. Von Bildung, vom Zugang zur Kultur, zur medizinischen Grundversorgung und vielem anderen gar nicht zu sprechen.<br />
<br />
Das hei&szlig;t: Im bestehenden Wirtschaftssystem bleiben selbst die elementarsten Menschrechte f&uuml;r alle unerf&uuml;llt. Neoliberaler Kapitalismus und Menschenrechte sind miteinander nicht vereinbar!<br />
<br />
Daher brauchen wir eine Bewegung f&uuml;r eine &#8220;Neue Soziale Architektur&#8221;. Sie muss getragen sein von einem Fundament, in welchem der Parlamentarismus komplement&auml;r erg&auml;nzt ist durch direkte Demokratie, durch die sogenannte &#8220;dreistufige Volksgesetzgebung&#8221; oder auch &#8220;komplement&auml;re Demokratie&#8221;, wie es auch die &ouml;sterreichische Zivilgesellschaft vorschl&auml;gt.<br />
<br />
Diese Weiterentwicklung der Demokratie ist n&ouml;tig, damit wir in einen neuen Lebensraum der parlamentarisch/au&szlig;erparlamentarischen Zusammenarbeit eintreten und Schritt f&uuml;r Schritt die Neugestaltung unserer Gesellschaft konkretisieren k&ouml;nnen z.B. durch neue Geldgesetzte und neue Wirtschaftsgesetze. <br />
<br />
Dann erst werden die Menschenrechte - und alles was sonst noch erneuert werden muss, damit sie &uuml;berhaupt verwirklicht werden k&ouml;nnen - demokratisch getragen - und dadurch erst errungen sein! <br />
<br />
Es geht bei diesem Gedanken nicht um wage Vorstellungen, sondern um eine konkrete Utopie. Wir m&uuml;ssen und wollen sie in die breite &ouml;ffentliche Diskussion bringen. <br />
<br />
Auch dieses Festival kann einen Beitrag dazu leisten. Vielen Dank.</i><br />
<br />
Weiterf&uuml;hrende Links:<br />
<a href="thishumanworld.com">This Human World Filmfestival</a><br />
<a href="http://www.volksgesetzgebung-jetzt.at/">Dreistufige Volksgesetzgebung</a><br />
Neue Soziale Architektur: <a href="http://occupy-eu.net/">occupy-eu.net</a><br />
<a href="http://www.initiative-zivilgesellschaft.at/">Initiative Zivilgesellschaft</a>]]></description>
    <pubDate>Thu, 01 Dec 2011 10:07:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Demokratie</category><category>This Human World</category><category>Menschenrechte</category><category>Dreistufige Volksgesetzgebung</category><category>Direkte Demokratie</category><category>komplementäre Demokratie</category><category>Filmfestival</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/meine-rede-am-this-human-world-film-festival/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Und hier ist das erste Ösi Bua Musikvideo]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/und-hier-ist-das-erste-oesi-bua-musikvideo/</link>
    <description><![CDATA[<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/tUDrw5vIaHY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>]]></description>
    <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 19:02:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Oesi Bua</category><category>Burundi</category><category>Austria</category><category>I bin da Ösi Bua</category><category>Linz</category><category>I am from Austria</category><category>Integration</category><category>Kenya</category><category>Ösi Bua</category><category>Oberösterreich</category><category>Österreicher Bub</category><category>Migration</category><category>Charts</category><category>echter Österreicher</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/und-hier-ist-das-erste-oesi-bua-musikvideo/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Er kommt, der Ösi Bua]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/er-kommt-der-oesi-bua/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/86149c4.jpg"><img title="" height="100" alt="86149c4" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/86149c4.jpg',400,400);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/86149c4_small.jpg" /></a><b>Am 25.11.2011 wird die Welt um ein Musikvideo reicher sein, es kommt aus &Ouml;sterreich und handelt von einem echten &Ouml;sterreicher - dem &Ouml;si Bua. Ich durfte es bereits sehen und h&ouml;ren, der Track hat das Zeug zum absoluten Superhit. Ich jedenfalls bekomme die Hookline "I BIN DA &Ouml;SI BUA - DA &Ouml;SI BUA" nicht mehr aus meinem Kopf. der &Ouml;si Bua k&ouml;nnte der neue Held der &ouml;sterreichischen Jugend werden.</b><br />
<br />
<b>Das Musikvideo "I BIN DA &Ouml;SI BUA" darf ich noch nicht posten, aber hier wenigstens das Making-Of:</b><br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/zBj-xErpYJc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
Der &Ouml;si Bua ist ein ganz typischer &ouml;sterreichischer junger Mann: Cedrick M. ist mit 9 Jahren als politischer Fl&uuml;chtling aus Burundi &uuml;ber Kenia nach &Ouml;sterreich gekommen. Zusammen mit seinem Vater kommt er im Fl&uuml;chtlingsheim Traiskirchen unter und lebt dort ein Jahr. Dann ziehen sie nach Linz, wo er die Schule besucht und aufw&auml;chst. Heute ist Cedrick 22 Jahre alt. <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/5ddca0d.jpg"><img title="" height="100" alt="5ddca0d" width="77" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/5ddca0d.jpg',306,400);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/5ddca0d_small.jpg" /></a>Er geht arbeiten, liebt Fu&szlig;ball, macht gerne Musik, isst gerne Leberk&auml;se und trinkt auch gern' mal ein Bier. Cedrick ist &Ouml;sterreicher. Mit Cedrick teilen viele Menschen aus der ganzen Welt das Schicksal hier aufgewachsen zu sein und einer zu werden wie er, wie ich, wie Sie! - ein &Ouml;sterreicher. <br />
<br />
Der &Ouml;si Bua ist ein Musikprojekt, das Mundarttexte mit moderner Electro- und Housemusik verbindet, sich aber inhaltlich neben dem Spa&szlig; am Leben auch mit anderen Themen besch&auml;ftigen will: Was bedeutet nationale Identit&auml;t? Wann ist man &Ouml;sterreicherin oder &Ouml;sterreicher? Kann man Afrikaner bleiben und sich trotzdem &ouml;sterreichisch f&uuml;hlen - &Ouml;sterreicher werden und sich trotzdem an seine afrikanische Herkunft erinnern? JA! Aber nat&uuml;rlich!! Cedrick M. alias der &Ouml;si Bua gibt auf eine positive Art jenen Antwort, die sich noch im Jahr 2011 fragen ob sich ein Immigrant wirklich integrieren und sich zu 100% als Mitglied der Gesellschaft z&auml;hlen kann. <br />
<br />
Gleichzeitig will er jungen und zuk&uuml;nftigen &Ouml;sterreichern Mut machen, sich der Gesellschaft zugeh&ouml;rig zu f&uuml;hlen; ein Teil ihrer zu sein. Der &Ouml;si Bua f&uuml;hlt sich gut. Er ist gl&uuml;cklich und stolz auf sich - denn er ist unabh&auml;ngig und frei! Er sorgt f&uuml;r sich selbst und seine Umwelt. Er ist zwar traditionsbewusst, auch was seine Wurzeln betrifft (der &Ouml;si Bua spricht flie&szlig;end Swahili) kleidet sich aber modern und vermag vielleicht sogar Trends zu setzen: Seine kurze Lederhose kombiniert er mit stylischen Converse. Das Hemd ist modisch geschnitten, ein Basecap am Kopf und eine Sonnenbrille geh&ouml;ren zu seinen Accessoires bei &ouml;ffentlichen Auftritten. <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/74153f6.jpg"><img title="" height="100" alt="74153f6" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/74153f6.jpg',400,400);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/74153f6_small.jpg" /></a>Die Zielgruppe vom &Ouml;si Bua sind junge und junggebliebene &Ouml;sterreicher in St&auml;dten aber auch speziell aus l&auml;ndlichen Gegenden. Seine Ausdrucksform ist moderne Musik, die unterschiedlichste Gesellschaftsschichten erreicht. Wer in seinen Texten und Liedern reine spa&szlig;-kulturelle Inhalte vermutet, wird &uuml;berrascht sein auch ernste und ernstgemeinte Themen wiederzufinden. Wie zum Beispiel den Aufruf W&auml;hlen zu gehen und eine politische Meinung zu haben. Die Bereitschaft f&uuml;r die Gesellschaft und f&uuml;r das Miteinander Leistung zu erbringen. Sich um sich selbst und um seine Umwelt zu k&uuml;mmern und f&uuml;r andere da zu sein. Der &Ouml;si Bua befindet sich auf einem Weg, den wahrscheinlich viele einem Einwanderer nicht so leicht zugetraut h&auml;tten: Vom Asylheim in die Charts!]]></description>
    <pubDate>Wed, 23 Nov 2011 12:16:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Burundi</category><category>Oberösterreich</category><category>Linz</category><category>I am from Austria</category><category>Kenya</category><category>Oesi Bua</category><category>Ösi Bua</category><category>Integration</category><category>Österreicher Bub</category><category>Austria</category><category>echter Österreicher</category><category>Charts</category><category>Migration</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Vier Thesen zum Occupy-Impuls]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/vier-thesen-zum-occupy-impuls/</link>
    <description><![CDATA[<i>Die Initiative &raquo;Neue Soziale Architektur&laquo; hat sich letzten Samstag in Frankfurt an der Kundgebung "Gegen die Macht der Banken" beteiligt, Informationen zur Petition verteilt und Unterst&uuml;tzungsunterschriften gesammelt! Ich m&ouml;chte meinen Leserinnen und Lesern den Text des Flugzettels nicht vorenthalten, es steckt sehr viel Wahrheit und Weiterf&uuml;hrendes in diesen Zeilen:</i><br />
<br />
<b>Vier Thesen zum Occupy-Impuls</b><br />
Auf dem Weg zu einem grundlegenden gesellschaftlichen Paradigmenwechsel<br />
<i><br />
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert,<br />
es k&ouml;mmt aber darauf an, sie zu ver&auml;ndern.<br />
Karl Marx, 11. Feuerbach-These, 1845</i><br />
<br />
1. Viele Stimmen haben sich inzwischen zu den gegenw&auml;rtigen sozialen Verwerfungen ge&auml;u&szlig;ert. Doch keine war darunter, die mit einer neuen ganzheitlichen Idee einen Ausweg aus den Krisen gezeigt h&auml;tte. Alles Reden und Schreiben der Wissenschaft, der Politik und der Medien folgte bisher alten ideologischen Mustern.<br />
<br />
2. Die ARBEITSGEMEINSCHAFT NEUE SOZIALE ARCHITEKTUR will dagegen zum Nachdenken anregen, zum Nachdenken &uuml;ber zeitgem&auml;&szlig;e Wirtschafts- und Geldgesetze, &uuml;ber systemisch neue Gesetze, die einen wirksamen Ausweg aus den Krisen weisen k&ouml;nnen.<br />
<br />
3. Mit einer Petition f&uuml;r diese Alternative wenden wir uns zun&auml;chst an den Deutschen Bundestag, um alle Fraktionen zu veranlassen, sich am Nachdenken dar&uuml;ber zu beteiligen. Und wir appellieren an alle politisch Interessierten: Pr&uuml;ft diese Alternative und unterst&uuml;tzt die Petition mit eurer <a href="http://occupy-eu.net/petition-nsa/unterschriften">Unterschrift</a>!<br />
<br />
4. Wenn heute &#8211; z. B. von Heiner Gei&szlig;ler und Rolf Hochhuth &#8211; gelegentlich schon von &raquo;Revolution&laquo; geredet wird, sagen wir: <b>Ja, eine Revolution ist &uuml;berf&auml;llig.</b> Zuerst eine Revolution des Denkens, f&uuml;r die wir eine begriffliche Perspektive aufzeigen wollen! Alle m&uuml;ndigen Demokraten sollten sich dieser Aufgabe stellen! Damit beginnt die Revolution als Tat! Darum werdet T&auml;ter des Wortes, nicht H&ouml;rer allein [Jakobus]! In der Verwirklichung des M&ouml;glichen [= Kunst] kann dies dann Fr&uuml;chte tragen. Letztlich liegt alles in der Hand der Vielen, die guten Willlens sind, gemeinsam dieses &raquo;vollkommenste aller Kunstwerke: den Bau einer wahren politischen Freiheit&laquo; [Friedrich Schiller] zu errichten!<br />
<br />
Occupy EU: <a href="http://occupy-eu.net/">http://occupy-eu.net/</a><br />
<br />
(Meine Anmerkung: Der Text des Flugzettels ist nicht gegendert. Die Verfasser meinen nat&uuml;rlich jeweils beide Geschlechter.)]]></description>
    <pubDate>Wed, 16 Nov 2011 10:06:00 +0100</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Wilfried Heidt</category><category>Neue soziale Architektur</category><category>Occupy Wallstreet</category><category>Gerhard Schuster</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Tschechien und Österreich - Geschwisterländer mit typischen Familienproblemen]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/tschechien-und-oesterreich-geschwisterlaender-mit-typischen-familienpr/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Freundschaftspins-Oesterreich-Tschechische-Republik.jpg"><img title="" height="80" alt="Freundschaftspins-Oesterreich-Tschechische-Republik" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Freundschaftspins-Oesterreich-Tschechische-Republik.jpg',400,320);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Freundschaftspins-Oesterreich-Tschechische-Republik_small.jpg" /></a><b>Vaclav Havel ist 75. Ich gratuliere! Eine gute Gelegenheit, sich mit dem Verh&auml;ltnis zwischen Tschechien und &Ouml;sterreich zu befassen. Seit dem Ende der Habsburger Monarchie sind beinahe 100 Jahre  vergangen. Die Tschechische Nachrichtenagentur wandte sich an mich, um folgende Fragen zu beantworten:</b><br />
<br />
<b><br />
Was nimmt die &Ouml;ffentlichkeit beider L&auml;nder Besonderes &uuml;ber die jeweils andere Seite  wahr?</b><br />
<br />
Ich kann diese Frage besser aus der &ouml;sterreichischen Perspektive beantworten. In &Ouml;sterreich werden einige tschechische Eigenschaften wahr genommen, so etwa die herausragenden Leistungen auf dem Gebiet des Fussballs oder des Eishockeys. Weiters wird erkannt, da&szlig; die Tschechinnen und Tschechen gro&szlig;en Wert auf Bildung legen. Das Selbstbewu&szlig;tsein als ein Land des technologischen Fortschritts ist nicht zu &uuml;bersehen, jedoch geht dieses vielen in meinem Land in Bezug auf Atomkraft ein wenig zu weit. Aus Selbstbewu&szlig;tsein wird in Fragen der Atomtechnologie meiner Meinung nach blindes Vertrauen. &Uuml;berspitzt formuliert k&ouml;nnte man sagen, da&szlig; der Glaube an Fortschritt und Technik den Gottesglauben abgel&ouml;st hat. Ob dies positiv ist, kann jeder f&uuml;r sich selbt beurteilen.<br />
<br />
Tschechien wird auch rezipiert als ein Land der Kultur und der Geschichte, wir lieben das Essen und wir lieben das Bier. Und wir sch&auml;tzen die tschechische F&auml;higkeit, ausgelassene Feste zu feiern. Das n&auml;chtelange Sitzen am Lagerfeuer, Gitarre zu spielen und Lieder zu singen sind anscheinend fester Bestadteil tschechischer Identit&auml;t. Das ist wundersch&ouml;n.<br />
<br />
Jedoch scheint die neuere Geschichte auch tiefe Wunden hinterlassen zu haben. Die lange Zeit des Kommunismus haben mit Gewalt erreicht, was so schlecht f&uuml;r eine Gesellschaft ist. Bei meinen Besuchen sp&uuml;re ich wenig Solidarit&auml;t unter den Menschen, der soziale Kitt wurde entfernt, jede und jeder scheint nur f&uuml;r sich zu leben - ohne einem Gef&uuml;hl f&uuml;r Gemeinschaft und Zusammenhalt. Der brutale &Uuml;bergang von einem unmenschlichen System zum anderen - immerhin ist der Wechsel vom perfiden Kommunismus hin zum neoliberalen Kapitalismus &uuml;ber Nacht geschehen - ist wohl auch der Grund f&uuml;r das Fehlen von Gemeinschaftssinn. Dies scheint sich auch in die gesellschaftlichen Eliten - vor allem in die Medienwelt und die politische Welt - weiterentwickelt zu haben. Mich st&ouml;rt am tschechischen politischen System, da&szlig; es ganz ohne Anspruch auf Moral auskommen m&ouml;chte. Es fehlt an moralischen Instanzen. Sagt es nicht viel &uuml;ber ein politisches System aus, wenn eine weltweit anerkannte und honorige Pers&ouml;nlichkeit wie Vaclav Havel vom Gro&szlig;teil der tschechischen Verantwortungstr&auml;gerInnen bis hin zum aktuell amtierenden Pr&auml;sidenten entweder ignoriert oder gar angefeindet wird?<br />
<br />
Aber dies scheinen &Ouml;sterreich und Tschechien gemeinsam zu haben, auch wir honorieren unsere gr&ouml;&szlig;ten T&ouml;chter und S&ouml;hne meist erst dann, wenn es diesen schon l&auml;ngst egal ist oder wenn es bereits zu sp&auml;t ist.<br />
<br />
<b><br />
In welchen Bereichen sind Ihrer Meinung nach heutzutage die mehreren gemeinsam erlebten Jahrhunderte zu erkennen, bzw. worin und warum merkt man diese am meisten?</b><br />
<br />
Die gemeinsame Geschichte ist in Wien nicht zu &uuml;bersehen, das Wiener Telefonbuch besteht zur H&auml;lfte aus tschechischen Nachnamen. Ich k&ouml;nnte weiters verweisen auf die gastronomischen Parallelen oder das Hochhalten der Gem&uuml;tlichkeit und Gastfreundschaft. Aber angesichts der langen gemeinsamen Geschichte ist es verwunderlich, wie wenig diese beiden L&auml;nder dann doch gemeinsam f&uuml;hlen und leben. Ich wundere mich etwa dar&uuml;ber, da&szlig; es in Wien keine Tomas-Garik-Masarik-Strasse gibt. Ist doch dieser erste Pr&auml;sident eines demokratischen europ&auml;ischen Staates hier zur Schule gegangen. Auch in Prag vermisse ich die Verweise auf Pers&ouml;nlichkeiten oder Ereignisse, die das Potential des Verbindenden in sich tragen.<br />
<br />
Ich vergleiche die 3 L&auml;nder Tschechien, &Ouml;sterreich und Ungarn mit 3 Geschwistern. Es besteht eine sehr enge Bindung, eine gemeinsame Geschichte und viele &auml;nliche Charaktereigenschaften. &Ouml;sterreich und Ungarn lieben sich jedoch und haben Lust daran, den jeweils anderen zu betrachten und Kontakt zu pflegen. Zwischen &Ouml;sterreich und Tschechien ist dies jedoch leider ein wenig anders. Diese beiden Geschwister stehen sich skeptisch gegen&uuml;ber, sie pr&uuml;fen sich immerzu und begegnen sich mit einer vertrauten Distanz. Ich f&uuml;hre dies nicht nur auf die vielen geschichtlichen Ereignisse wie den 2. Weltkrieg, die Vertreibung der Sudetendeutschen, die jahrzehntelange Trennung oder die Konflikte um Temelin zur&uuml;ck. Ich glaube, da&szlig; diese vetraute Distanz viel einfacher zu erkl&auml;ren ist: Tschechen und &Ouml;sterreicher sind sich bis auf die Sprache sehr &auml;nlich, umso besser wissen sie, auf welche negativen Eingenschaften sie beim jeweils anderen achten "m&uuml;ssen". Aber die Entspannung hat l&auml;ngst eingesetzt, diese Entspannung hat einen Namen: Europa.<br />
<br />
<b><br />
Welche Rolle kann eine Kooperation in der Kommunalpolitik in dieser Angelegenheit spielen?</b><br />
<br />
Wir m&uuml;ssen in unseren St&auml;dten hervorheben, was uns eint und was wir gemeinsam haben. Das reicht von Strassennamen &uuml;ber gemeinsame Kulturfestivals oder Sportereignisse. Warum ist es etwa nicht m&ouml;glich, da&szlig; man den Traum einer gemeinsamen Eishockey- oder Fussballiga formuliert und verfolgt. Warum lernen viele tschechische Kinder zwar deutsch, aber wenig &ouml;sterreichische Kinder lernen tschechisch? Wir brauchen noch mehr schulischen und studentischen Austausch, wir brauchen noch mehr Kooperation im Film- und Musikbereich. Ich bin davon &uuml;berzeugt, da&szlig; vor allem Kommunen und St&auml;dte die potenzielle Kraft in sich tragen, das Faktum der mitteleurop&auml;ischen Geschwisterschaft mit Leben zu erf&uuml;llen.<br />
<br />
Das Konzept der Nationalstaaten hat seine Schuldigkeit getan, es ist ein Konzept der Vergangenheit. Auch wenn das sogar manche amtierenden Pr&auml;sidenten wie Vaclav Klaus nicht verstehen wollen, die Zukunft liegt eindeutig in der europ&auml;ischen Einigung. Es gibt keine Alternative zum vereinigen Europa!]]></description>
    <pubDate>Tue, 11 Oct 2011 13:01:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Cesko</category><category>österreichisch-tschechisches Verhältnis</category><category>Österreich</category><category>Vaclav Havel</category><category>Tschechien</category><category>Vaclav Klaus</category><category>tschechisch-österreichisches Verhältnis</category><category>Rakousko</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Ja, es gibt die Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus!]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/ja-es-gibt-die-alternative-zu-kommunismus-und-kapitalismus/</link>
    <description><![CDATA[<b>Das kapitalistische System bricht in sich zusammen, da wird wohl auch das hektische Herumdoktorn der neoliberalen Romantiker nichts mehr daran &auml;ndern k&ouml;nnen. Und wenn es nicht bald in sich zusammenf&auml;llt, dann eben in absehbarer Zeit. Und wenn es noch einige Jahre dauern wird, dann eben weil es mit ungeheurem Kraftaufwand, Gewalt, Repression, unter massiven Opfern sozial benachteiligter Schichten, unserer Umwelt sowie der Entw&uuml;rdigung der Demokratie k&uuml;nstlich am Leben erhalten wird.</b><br />
<br />
Aber eines muss ich schon betonen: die Unzul&auml;nglichkeit des Kapitalismus ist nicht erst seit heute offensichtlich. Ungl&uuml;ckliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ungebildete Kinder oder depressive Jugendliche - sie alle sind stumme Opfer eines Systems, in dem nicht das Mass des Menschen sondern einzig und allein der private Profit das Mass aller Dinge und Gedanken ist. <br />
<br />
<b>Das Denken wird uns den Ausweg weisen aus der Sackgasse, in die uns Kapitalismus und Kommunismus gef&uuml;hrt haben</b><br />
<br />
<img title="Aufruf zur Alternative 1978" height="400" alt="Aufruf zur Alternative 1978" width="283" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Aufruf-zur-Alternative-1978.jpg" />Vor der Frage, <i>was m&uuml;ssen wir tun?</i> muss die Frage gestellt werden: <i>Wie m&uuml;ssen wir denken?</i> Zuerst m&uuml;ssen wir unsere Begriffe wie Arbeit, Wirtschaft, Lohn oder Eigentum wesensgem&auml;&szlig; und auf den realen Tatsachen basierend denken lernen. Der Kommunismus hat uns hier genauso verwirrt wie der Kapitalismus. <b>Wir kommen erst &uuml;ber die Revolution der Begriffe zur Evolution der Gesellschaft.</b><br />
<br />
Hierzu empfehle ich einen kurzen Text von Gerhard Schuster mit dem Titel <a href="http://www.zapata33.com/2009/02/25/revolution-und-evolution/">"Revolution und Evolution"</a>. Gerhard Schuster spricht von der Notwendigkeit der Erkenntnis einer neuen "sozialen Architektur", ich habe diese Tatsache der "sozialen Architektur" erkannt und es ergeben sich f&uuml;r mich daraus reale politische Handlungsanweisungen f&uuml;r deren Verst&auml;ndnis ich im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten zu wirken versuche.<br />
<br />
Ich m&ouml;chte an dieser Stelle den "Aufruf zur Alternative" von Joseph Beuys bringen, der vor 33 Jahren (23.12.1978) aus der <a href="http://www.wilfried-heidt.de/2008/10/16/die-finanzkrise-als-signal-den-privatisierten-kapitalismus-zu-revolutionieren/">Zusammenarbeit mit Wilfried Heidt</a> entstanden und in der Weihnachtsausgabe der Frankfurter Rundschau erschienen ist. Dieser Text kann meinen Leserinnen und Lesern jene Denkweise aufzeigen, um meine Intentionen und politischen Vorschl&auml;ge richtig einordnen zu k&ouml;nnen. Dabei m&ouml;chte ich darauf hinweisen, da&szlig; ich nichts von der Maxime "Keep it short and simple" halte, die Verk&uuml;rzung komplexer Zusammenh&auml;nge auf Schlagzeilenniveau ist genauso sch&auml;dlich f&uuml;r unser Denken wie die st&auml;ndige Beschleunigung der Zeit. Um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, m&uuml;ssen wir den Mut zur Langsamkeit haben. Das Hudeln hat uns dorthin gebracht, wo wir jetzt sind. Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, da&szlig; politische Entscheidungen auf globaler Ebene tendenziell unter Stress und geistlos getroffen werden.<br />
<br />
Schon 1978 wurde von Joseph Beuys und Wilfried Heidt das kapitalistische und kommunistische Problem treffend analysiert und zurechtgedacht. Jede und jeder Einzelne, in Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft kann daraus die Orientierung gewinnen f&uuml;r ein zukunftsbesonnenes Handeln. (Damals wurde vom "Dritten Weg" gesprochen, dieser Terminus wurde leider Jahre sp&auml;ter von Sch&ouml;der, Blair und Clinton als Marketingschm&auml;h f&uuml;r einen "Neoliberalismus mit sozialem Sahneh&auml;ubchen" missbraucht.) Auch wenn die konkreten Probleme vor 33 Jahren ein wenig anders geartet waren als die aktuellen, Heidt&acute;s und Beuys` Analyse und die aus ihr resultierenden Anweisungen f&uuml;r unser Denken und Handeln sind immer noch hoch aktuell.<br />
<br />
--------------------------------------------------<br />
<br />
<b>Aufruf zur Alternative, 1978</b><br />
<br />
Dieser Aufruf richtet sich an alle Menschen des europ&auml;ischen Kultur- und Zivilisationskreises. Der Durchbruch in eine neue soziale Zukunft kann schon gelingen, wenn in den europ&auml;ischen Zonen eine Bewegung entsteht, die durch ihre Erneuerungskraft die Mauern abtr&auml;gt zwischen Ost und West und die Kluften zusch&uuml;ttet zwischen Nord und S&uuml;d.<br />
<br />
Der Anfang w&auml;re gemacht, wenn - sagen wir - die Mitteleurop&auml;er sich entschlie&szlig;en w&uuml;rden, in der Gedankenrichtung dieses Aufrufes zu handeln. Wenn wir heute in Mitteleuropa anfingen, einen den Zeitforderungen gem&auml;&szlig;en Weg des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens in unseren Staaten und Gesellschaften einzuschlagen, h&auml;tte dies eine starke Ausstrahlung auf jeden anderen Ort der Welt.<br />
<br />
<img title="Wilfried Heidt" height="265" alt="Wilfried Heidt" width="190" align="right" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Wilfried-Heidt.jpg" />Vor der Frage: Was k&ouml;nnen wir tun? mu&szlig; der Frage nachgegangen werden: Wie m&uuml;ssen wir denken?, damit der phrasenhafte Umgang mit den h&ouml;chsten Idealen der Menschheit, die alle Parteiprogramme heute verk&uuml;nden, nicht weiterhin als Ausdruck des krassen Gegensatzes zur Lebenspraxis unserer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Wirklichkeit sich fortpflanzt.<br />
<br />
Vor kopflosem Umsteigen wird gewarnt. Beginnen wir mit der Selbstbesinnung. Fragen wir nach den Gr&uuml;nden, die uns zu der Abkehr vom Bisherigen Anla&szlig; geben. Suchen wir nach den Ideen, die uns die Richtung der Umkehr weisen. &Uuml;berpr&uuml;fen wir die Begriffe, nach denen wir die Verh&auml;ltnisse im Osten und im Westen eingerichtet haben. Besinnen wir, ob diese Begriffe unseren sozialen Organismus und seine Wechselbeziehungen zu den Naturordnungen gef&ouml;rdert, zur Erscheinung eines gesunden Daseins gef&uuml;hrt oder die Menschheit krank gemacht, ihr Wunden geschlagen, Unheil &uuml;ber sie gebracht haben und heute gar ihr &Uuml;berleben in Frage stellen.<br />
<br />
Gehen wir durch sorgf&auml;ltiges Beobachten unserer eigenen Bed&uuml;rfnisse der &Uuml;berlegung nach, ob die Prinzipien des westlichen Kapitalismus und des &ouml;stlichen Kommunismus offen sind, aufzunehmen, was aus dem Entwicklungsstrom der neueren Zeit als der zentrale Impuls im Seelischen der Menschheit sich immer deutlicher regt und als Wille zur konkreten Selbstverantwortung sich ausdr&uuml;ckt; und das meint: als Mensch nicht mehr eingespannt zu sein in ein Verh&auml;ltnis von Befehl und Unterwerfung, Macht und Privileg.<br />
<br />
Ich habe diese Frage manche Jahre hindurch mit Geduld verfolgt. Ohne die Hilfe vieler anderer Menschen, denen ich in diesem Forschen und Erfahren begegnet bin, w&auml;re ich wohl nicht zu den Antworten gekommen, die ich in diesem Aufruf mitteilen m&ouml;chte. Darum sind diese Antworten nicht nur &raquo;meine Meinung&laquo;, sondern das, was zahlreiche andere auch erkannt haben.<br />
<br />
Um auf Anhieb die Umkehr herbeizuf&uuml;hren, sind es jetzt noch zu wenige. Die Zahl der Einsichtigen mu&szlig; vergr&ouml;&szlig;ert werden. Wenn es gelingt, das hiermit Angeregte auch politisch-organisatorisch zu verdichten und schlie&szlig;lich in einer konzertierten ausserparlamentarisch-parl&#8203;amentarischen Aktion zum Einsatz zu bringen, hat der Aufruf sein Ziel erreicht. Es geht also um eine gewaltfreie Revolution, eine auf Zukunftsoffenheit angelegte Alternative.<br />
<br />
<b>I. Symptome der Krise</b><br />
<br />
Die Probleme, die uns zur Abkehr vom Bestehenden allen Anla&szlig; geben, k&ouml;nnen als bekannt vorausgesetzt werden. Es mag gen&uuml;gen, in einer stichwortartigen Zusammenfassung die schwerwiegendsten Faktoren der Gesamtproblematik vor Augen zu r&uuml;cken.<br />
<br />
<b>1. Die milit&auml;rische Bedrohung</b><br />
<br />
Auch ohne aggressive Absichten der Superm&auml;chte besteht die Gefahr der atomaren Weltvernichtung. Die Kriegstechnologie und die Art der ins Absurde gesteigerten Waffenarsenale l&auml;&szlig;t eine sichere Kontrolle des un&uuml;berschaubar gewordenen Gesamtapparates nicht mehr zu. Trotz des angeh&auml;uften Potentials zur hundertfachen Zerst&ouml;rung der Erde versch&auml;rft sich hinter den Kulissen sogenannter Abr&uuml;stungsverhandlungen das erbitterte R&uuml;stungswettrennen von Jahr zu Jahr. Folge dieses kollektiven Wahnsinns ist ein riesenhafter Verschlei&szlig; von Energie und Rohstoffen und eine gigantische Vergeudung der kreativen F&auml;higkeiten von Millionen von Menschen.<br />
<br />
<b>2. Die &ouml;kologische Krise</b><br />
<br />
Unser Verh&auml;ltnis zur Natur ist dadurch gekennzeichnet, da&szlig; es ein durch und durch gest&ouml;rtes geworden ist. Es droht die restlose Zerst&ouml;rung der Naturgrundlage, auf der wir stehen. Wir sind auf dem besten Wege, diese Basis zu vernichten, indem wir ein Wirtschaftssystem praktizieren, das auf hemmungsloser Auspl&uuml;nderung dieser Naturgrundlage beruht. Ganz klar mu&szlig; ausgesprochen werden, da&szlig; das privatkapitalistische Wirtschaftssystem des Westens von dem staatskapitalistischen des Ostens sich in diesem Punkt grunds&auml;tzlich nicht unterscheidet. Die Vernichtung wird weltweit betrieben. Zwischen Bergwerk und M&uuml;llkippe erstreckt sich die Einbahnstra&szlig;e der modernen Industriezivilisation, deren expansivem Wachstum immer mehr Lebenslinien und Kreisl&auml;ufe des &ouml;kologischen Systems zum Opfer fallen.<br />
<b><br />
3. Die Wirtschaftskrise</b><br />
<br />
Sie &auml;u&szlig;ert sich in einer F&uuml;lle von Symptomen, mit denen t&auml;glich die Zeitungsseiten gef&uuml;llt und die Nachrichtensendungen bestritten werden. Streik und Aussperrung, Abermillionen - weltweit gesehen - sind arbeitslos, k&ouml;nnen ihre F&auml;higkeiten nicht f&uuml;r die Gemeinschaft einsetzen. Da werden, um die heilige Kuh der &raquo;Marktgesetze&laquo; nicht schlachten zu m&uuml;ssen, Riesenmengen von wertvollsten Nahrungsg&uuml;tern, die sich aus subventionierter &Uuml;berproduktion ansammeln, ohne mit der Wimper zu zucken vernichtet, w&auml;hrend in anderen Weltgegenden gleichzeitig Tausende t&auml;glich an Hunger sterben. Da geht es nicht darum, f&uuml;r den Bedarf der Konsumenten zu produzieren, sondern um den geschickt getarnten Verschlei&szlig; der G&uuml;ter.<br />
<br />
Diese Art des Wirtschaftens liefert die Menschheit immer konsequenter der Macht einer Clique multinationaler Gro&szlig;konzerne aus, die an ihren Konferenztischen mit den Spitzenfunktion&auml;ren der kommunistischen Staatsmonopole &uuml;ber unser aller Schicksal entscheiden. Verzichten wir auf eine weitere Charakterisierung dessen, was uns andauernd als die &laquo;monet&auml;re Krise&raquo;, die &raquo;Demokratiekrise&laquo;, die &raquo;Erziehungskrise&laquo;, die &raquo;staatliche Legitimationskrise&laquo; usw. frei Haus geliefert wird, und kommen wir abschlie&szlig;end noch kurz auf die<br />
<br />
<b>4. Bewu&szlig;tseins- und Sinnkrise</b><br />
<br />
zu sprechen. Die meisten Menschen f&uuml;hlen sich den Verh&auml;ltnissen, die sie umgeben, hilflos ausgeliefert. Das f&uuml;hrt zur Vernichtung auch ihrer Innerlichkeit. Sie k&ouml;nnen in den Destruktionsprozessen, denen sie unterworfen sind, in dem undurchschaubaren Kn&auml;uel staatlicher und &ouml;konomischer Macht, in den Ablenkungs- und Zerstreuungsman&ouml;vern einer billigen Vergn&uuml;gungsindustrie keinen Lebenssinn mehr erkennen.<br />
<br />
Insbesonders junge Menschen verfallen in wachsender Zahl dem Alkoholismus, der Drogensucht, begehen Selbstmord. Hunderttausende fallen religi&ouml;s getarnten Fanatikern zum Opfer. Weltflucht hat Hochkonjunktur.<br />
<br />
Das Gegenst&uuml;ck dieses Identit&auml;tsverlustes der Pers&ouml;nlichkeiten ist die Losung &laquo;nach mir die Sintflut&laquo;, das r&uuml;cksichtslose Ausleben des Lustprinzips, der glatten Anpassung, um aus der ganzen Sinnlosigkeit wenigstens f&uuml;r sich, solange das Leben noch dauert, herauszuholen, was herauszuholen ist, ohne R&uuml;cksicht, auf wessen Rechnung dabei Wechsel ausgestellt werden.<br />
<br />
Es sind Wechsel, die unsere Umwelt, unsere Mitwelt und unsere Nachwelt zu begleichen haben. Es wird Zeit, die Systeme der &raquo;organisierten Verantwortungslosigkeit&laquo; [Bahro] abzul&ouml;sen durch eine Alternative des Ausgleichs und der Solidarit&auml;t.<br />
<b><br />
II. Die Ursachen der Krise</b><br />
<br />
Auf den Kern der Sache zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, kann gesagt werden, da&szlig; zwei Strukturelemente der im 20. Jahrhundert zur Herrschaft gekommenen Gesellschaftsordnungen die eigentlichen Ursachen der ganzen Misere darstellen: Das Geld und der Staat, das hei&szlig;t die Rollen, die dem Geld und dem Staat in diesen Systemen einger&auml;umt werden. Beide Elemente sind zu den entscheidenden Machtmitteln geworden. Die Macht hat, in wessen H&auml;nden das Geld und/oder der Staat sich befindet. Der Geldbegriff des Kapitalismus ist ebenso Grundlage dieses Systems wie der totalisierte Staatsbegriff die Grundlage des Kommunismus ist, wie wir ihn bislang kennengelernt haben.<br />
<br />
Mittlerweile sind diese beiden Begriffe in den konkreten Erscheinungen der bestehenden Verh&auml;ltnisse im Westen und im Osten wechselseitig assimiliert. Im Westen schreitet die Tendenz der Ausdehnung der Staatsfunktion voran, w&auml;hrend im Osten Faktoren des Geldmechanismus, wie der Kapitalismus ihn entwickelt hat, eingef&uuml;hrt worden sind. Obwohl deutliche Unterschiede, z.B. hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte, zwischen dem westlichen und dem &ouml;stlichen Kapitalismus bestehen, ist es doch so, da&szlig; beide Systeme in wachsendem Ma&szlig;e zur Destruktivit&auml;t neigen und aus ihrem Machtgegensatz die Menschheitszukunft aufs &auml;u&szlig;erste bedrohen. Deshalb ist es an der Zeit, da&szlig; &raquo;beide durch ein neues Prinzip abgel&ouml;st werden&laquo;, denn beide sind &raquo;am Ende&laquo; [Gruhl].<br />
<br />
<img title="Joseph Beuys" height="400" alt="Joseph Beuys" width="300" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Joseph-Beuys.png" />Das geht auch bei uns nicht anders als durch eine &Auml;nderung der Verfassung. Das mittlerweile geradezu neurotische Bekenntnis zum Grundgesetz macht uns blind und unf&auml;hig gegen&uuml;ber der Notwendigkeit einer Weiterentwicklung seiner Ans&auml;tze.<br />
<br />
Warum eigentlich soll in einer Gesellschaft, die ein bestimmtes Niveau der Entwicklung der Demokratie aufweist, nicht in der freim&uuml;tigsten Weise &uuml;ber die notwendige Weiterentwicklung diskutiert werden? Schon viel zu viele haben Angst, in den Verdacht zu geraten, Verfassungsfeinde zu sein. Sie versagen sich selbst sch&ouml;pferische Gedanken, einmal erreichte Rechtsbegriffe zu erweitern, wenn der Bewu&szlig;tseinsfortschritt dies fordert. Und er fordert es.<br />
<b><br />
Fazit: Kapitalismus und Kommunismus haben die Menschheit in eine Sackgasse gef&uuml;hrt.</b><br />
<br />
So unbestreitbar dies ist und so sehr sich diese Einsicht verbreitet, so wenig w&auml;re uns geholfen, wenn noch keine vern&uuml;nftigen L&ouml;sungsmodelle, also Ideen f&uuml;r freie, demokratische, gegen&uuml;ber Mitmensch und Naturgegebenheiten solidarische, von Weitsicht und Zukunftsverantwortung f&uuml;r das Ganze getragene Perspektiven erarbeitet w&auml;ren. Solche L&ouml;sungsmodelle sind erarbeitet. Von einem bestimmten soll im folgenden berichtet werden.<br />
<br />
<b>III. Der Ausweg</b><br />
<br />
Wilhelm Schmundt hat als die zentrale Notwendigkeit einer fundierten Alternative das &laquo;ins-Rechte-Denken der Begriffe&raquo; gefordert. Dies meint auch Eugen L&ouml;bl, der Wirtschaftstheoretiker des Prager Fr&uuml;hlings, wenn er von der unaufschiebbaren &laquo;Revolution der Begriffe&raquo; spricht. <b>Schmundt hat einem seiner B&uuml;cher den Titel &laquo;Revolution und Evolution&raquo; gegeben, und er will damit sagen: Erst wenn wir, die Grundzusammenh&auml;nge des sozialen Organismus neu &uuml;berdenkend, die &laquo;Revolution der Begriffe&raquo; geleistet haben, wird damit der Weg frei f&uuml;r eine Evolution ohne Zwang und Willk&uuml;r.</b><br />
<br />
Leider lebt, gerade in politisch alternativ denkenden Kreisen, vielfach noch die Ansicht, auf die Begriffe k&auml;me es nicht an.<br />
<br />
Dieses leichtfertige Vorurteil mu&szlig; &uuml;berwunden werden, wenn die neue soziale Bewegung eine Ausstrahlung bekommen und eine politische Kraft werden will. Denn mit Begriffen ist immer eine sehr weittragende Praxis verbunden, und die Art und Weise, wie &uuml;ber einen Sachverhalt gedacht wird, ist entscheidend daf&uuml;r, wie man mit diesem Sachverhalt umgeht, - zuvor: wie und ob man ihn &uuml;berhaupt versteht.<br />
<br />
Bei dem Entwurf der Alternative, d. h. des DRITTEN WEGES, von dem als erste kommunistische Partei jetzt auch die KPI in positiver Weise spricht, gehen wir vom Menschen aus. Er ist der Bildner der sozialen Plastik und nach seinem Ma&szlig; und seinem Wollen mu&szlig; der soziale Organismus eingerichtet sein.<br />
<br />
Nach Gef&uuml;hl und Erkenntnis der Menschenw&uuml;rde gelten dem Menschen heute drei Grundbed&uuml;rfnisse als vorrangig:<br />
<br />
1. Er will seine Anlagen und seine Pers&ouml;nlichkeit frei entwickeln und seine F&auml;higkeiten in Verbindung mit den F&auml;higkeiten seiner Mitmenschen frei f&uuml;r einen als sinnvoll erkannten Zweck einsetzen k&ouml;nnen.<br />
<br />
2. Er erkennt jede Art von Privileg als untragbare Verletzung der demokratischen Gleichberechtigung. Er hat das Bed&uuml;rfnis, als m&uuml;ndiger Mensch hinsichtlich aller Rechte und Pflichten - ob sie in einen wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder kulturellen Zusammenhang geh&ouml;ren - als Gleicher unter Gleichen zu gelten und am demokratischen Vereinbaren auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Gesellschaft mitbestimmen zu k&ouml;nnen.<br />
<br />
3. Er will Solidarit&auml;t schenken und Solidarit&auml;t in Anspruch nehmen. Es mag vielleicht bezweifelt werden, da&szlig; darin ein vorrangiges Grundbed&uuml;rfnis des heutigen Menschen zum Ausdruck kommt, weil der Egoismus das weithin dominante Motiv im Verhalten der Einzelnen ist.<br />
<br />
Eine gewissenhafte Pr&uuml;fung zeigt jedoch etwas anderes. Zwar mag der Egoismus noch im Vordergrund stehen und das Verhalten bestimmen. Aber: Ein Bed&uuml;rfnis, ein angestrebtes Ideal ist er nicht. Er ist ein Trieb, der herrscht und beherrscht. Gewollt jedoch ist: Die gegenseitige Hilfe aus freier Entscheidung.<br />
<br />
Wenn dieser solidarische Impuls als das menschliche und menschheitliche Ideal empfunden wird, dann stellt sich die Aufgabe, jene Mechanismen, die aus den sozialen Strukturen heute den Egoismustrieb aktivieren, so umzuformen, da&szlig; sie den inneren menschlichen Absichten nicht mehr entgegenwirken.<br />
<br />
Und diese Strukturen werden so umgeformt:<br />
<b><br />
1. Das &raquo;integrale System&laquo;, ein neuer Arbeits- und ein neuer Einkommensbegriff</b><br />
<br />
Das Wirtschaftsleben hat sich in der arbeitsteiligen Industriegesellschaft zu einem - wie Eugen L&ouml;bl sagt - &raquo;integralen System&laquo; entwickelt.<br />
<br />
Dies bedeutet: Die Menschen verlassen, wenn sie arbeiten, den privaten Bereich, die Haushalte, und str&ouml;men hin zu den assoziierten Produktionsst&auml;tten. Die Erzeugnisse ihrer Arbeit kommen nicht mehr durch Einzelne oder Z&uuml;nfte tauschwirtschaftlich auf den Markt, sondern sie gelangen aus dem Zusammenwirken komplexer Prozesse dorthin. Das jeweilige Endprodukt ist das Ergebnis der gemeinsamen T&auml;tigkeit aller im Rahmen der Weltwirtschaft.<br />
<br />
Alle T&auml;tigkeiten, auch diejenigen der Erziehung, der Ausbildung, der Wissenschaft, der Banken, der Verwaltung, der Parlamente, der Medien usw. sind in dem Ganzen integriert.<br />
<br />
Zwei Prozesse bilden die Grundstruktur dieses Wirtschaftstyps: Der Strom der in der Arbeit zum Einsatz kommenden F&auml;higkeitswerte und der Strom der geistigen oder physischen Konsumwerte. Die technischen Produktionsmittel m&uuml;ssen dabei als h&ouml;her entwickelte Ressourcen angesehen werden.<br />
<br />
Jede geleistete Arbeit ist prinzipiell Arbeit f&uuml;r andere. Das hei&szlig;t, da&szlig; jeder T&auml;tige an einer bestimmten Stelle seinen Beitrag leistet f&uuml;r das Herstellen eines Wertes, der letztlich von irgendwelchen seiner Mitmenschen verbraucht wird. Die Arbeit eines Menschen steht nicht mehr in Verbindung mit seinem Konsumieren.<br />
<br />
Das andere von ebenso weitreichender Bedeutung ist, da&szlig; der Charakter des integralen Systems es nicht mehr erlaubt, das Einkommen der T&auml;tigen als den Tauschwert f&uuml;r ihre erbrachten Leistungen anzusehen. Denn es kann hier keinen objektiven Ma&szlig;stab f&uuml;r die Ermittlung des Leistungsanteils eines einzelnen an der Produktion eines bestimmten Konsumwertes mehr geben.<br />
<br />
Ebensowenig kann der objektive Anteil eines Unternehmens am Gesamtprodukt ermittelt werden. Wenn wir diese Wirklichkeiten zur Kenntnis nehmen und sie nicht aus diesen Interessen oder jenen Desinteressen ignorieren, dann m&uuml;ssen wir festhalten, da&szlig; sich mit dem &Uuml;bergang von der Tauschwirtschaft [auch Geldtauschwirtschaft] zur integralen Wirtschaft das Verh&auml;ltnis von Arbeit und Einkommen grundlegend ge&auml;ndert hat.<br />
<br />
W&uuml;rden wir allein aus diesen Einsichten die Konsequenzen ziehen, so erg&auml;be sich bereits daraus eine radikale Wandlung der heutigen Wirtschaftsgegebenheit. Das Einkommen, das die Menschen zur Erhaltung und Entfaltung ihres Lebens ben&ouml;tigen, w&auml;re keine abgeleitete Gr&ouml;&szlig;e mehr, sondern ein origin&auml;res Recht, ein Menschenrecht, das gew&auml;hrleistet sein mu&szlig;, damit f&uuml;r sie die Voraussetzungen erf&uuml;llt sind, verantwortlich und selbstverpflichtet im Kreis ihrer Mitarbeiter wirken zu k&ouml;nnen. F&uuml;r das Einkommen als elementares Menschenrecht ist das demokratische Vereinbaren nach bedarfsorientierten Gesichtspunkten das sachgem&auml;&szlig;e Gestaltungsprinzip. Auch das Ma&szlig; und die Art der Arbeit sind Fragen, welche durch die demokratische Gemeinschaft im allgemeinen und die Arbeitskollektive im besonderen nach der Art ihrer Selbstverwaltungsformen behandelt und geregelt werden m&uuml;ssen.<br />
<br />
Alle heutigen Zw&auml;nge, Ungerechtigkeiten und Frustrationen, die sich aus dem Anachronismus des Lohnens der Arbeit ergeben, werden damit hinf&auml;llig, Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde &uuml;berfl&uuml;ssig. Gibt es Einkommensunterschiede, so sind sie f&uuml;r alle transparent und demokratisch gewollt. Positiv auch die sozialpsychologischen Folgen der &Uuml;berwindung der Lohnabh&auml;ngigkeit. Niemand kauft und niemand verkauft F&auml;higkeit und Arbeit. Alle T&auml;tigen geh&ouml;ren hinsichtlich ihres Einkommens zur demokratischen Gemeinschaft gleichberechtigter B&uuml;rger.<br />
<b><br />
2. Der Funktionswandel des Geldes</b><br />
<br />
So wie sich beim &Uuml;bergang zur integralen Wirtschaft im Wesen der Arbeit ein tiefgreifender Wandel vollzogen hat, so ist auch bei den Geldprozessen eine Metamorphose eingetreten. Doch wie die tauschwirtschaftlichen Begriffe f&uuml;r die Regelung der Arbeits- und Einkommensverh&auml;ltnisse beibehalten worden sind, blieben sie auch f&uuml;r die Gestaltung des Geldsystems bestimmend. Dadurch konnte sich das Geld nicht ordnend in den sozialen Organismus eingliedern. Dies hat Gr&uuml;nde geliefert, viele Geldanalysen unter psychologischen, soziologischen, &ouml;konomietheoretischen und anderen Gesichtspunkten zu verfassen. Doch sie alle haben wenig geholfen. Die Macht des Geldes blieb ungebrochen.<br />
<br />
Warum? Weil wir den Geldbegriff nicht ge&auml;ndert haben, als es entwicklungsgeschichtlich erforderlich gewesen w&auml;re.<br />
<br />
Was hat zu dem bislang noch ignorierten Funktionswandel des Geldes gef&uuml;hrt?<br />
<br />
Mit dem Auftreten der Zentralbanken in der modernen Geldentwicklung ist dieser Wandel eingetreten. Das Geld trat heraus aus der Welt der Wirtschaftswerte, als deren universelles Tauschmittel es vorher gedient hatte.<br />
<br />
Die neue Art der Geldemission und Geldleitung durch die Institution der Zentralbank f&uuml;hrte zur Ausbildung eines Kreislaufsystems im sozialen Organismus, durch welches, vergleichbar dem Evolutionsschritt in der Biosph&auml;re von einem niederen zu einem h&ouml;heren Organismus, das soziale Ganze eine komplexere Daseinsform angenommen hat. Das Geld konstituierte ein neues Funktionssystem. Es wurde zum Rechtsregulativ f&uuml;r alle kreativen und konsumtiven Prozesse.<br />
<br />
Auf der Produktionsseite ben&ouml;tigen die Unternehmen f&uuml;r die Erf&uuml;llung ihrer Aufgaben Geld. Sie bekommen es vom Bankensystem als Kredit (Zins, heute mit dem Kreditbegriff gekoppelt, kommt aus einem wesenswidrigen Geldverst&auml;ndnis!).<br />
<br />
In der Hand der Unternehmen ist Geld = Produktionskapital ein Rechtsdokument. Es verpflichtet die Unternehmen zum Einsatz der F&auml;higkeiten ihrer Mitarbeiter in der Arbeit.<br />
<br />
Kommt das Geld als Einkommen in die Verf&uuml;gungsberechtigung der T&auml;tigen, &auml;ndert es seine Rechtsbedeutung.<br />
<br />
Als Konsumkapital berechtigt es die Verbraucher zum Erwerb der Konsumwerte. Damit flie&szlig;t das Geld zum Produktionsbereich zur&uuml;ck und &auml;ndert ein letztes Mal seine Bedeutung. Jetzt ist es Geld ohne Beziehung zu einem Wirtschaftswert. Als solches berechtigt es die Unternehmen, an die es gelangt, zu nichts. Es werden damit die Kredite abgel&ouml;st, die Konten der Unternehmen bei den Kreditbanken ausgeglichen. Da viele Unternehmen - wie beispielsweise Schulen und Universit&auml;ten - f&uuml;r ihre Leistungen keine Preise verlangen, mu&szlig; der Kontenausgleich der Unternehmen untereinander, insofern die einen &Uuml;bersch&uuml;sse und die anderen Untersch&uuml;sse haben, in Verbindung mit Assoziationsbanken vorgenommen werden.<br />
<br />
Dieser auf das Niveau der erreichten sozialen Evolution gehobene Geldbegriff hat durchschlagende Konsequenzen. Er l&ouml;st das Machtproblem, insofern es von der Geldseite her entstanden ist. Weil man nicht erkennen wollte, da&szlig; die Geldordnung nicht Teil des Wirtschaftslebens geblieben, sondern ein selbst&auml;ndiges Funktionssystem im Rechtsbereich geworden war, konnte sich die alte r&ouml;mische Eigentumsvorstellung uneingeschr&auml;nkt erhalten. So konnten auch die Kategorien von &raquo;Gewinn&laquo; und &raquo;Verlust&laquo; zur Geltung kommen. Die schrankenlose Aneignung alles dessen, was mit den Produktionsst&auml;tten zusammenh&auml;ngt, blieb rechtens.<br />
<br />
Ohne eine einzige staatsb&uuml;rokratische Ma&szlig;nahme oder steuerpolitische Akrobatik f&uuml;hrt die Anerkennung des gewandelten Geldbegriffes hingegen zur Aufhebung sowohl des Eigentums- als auch des Profitprinzips im Produktionsbereich.<br />
<br />
Und was passiert mit den B&ouml;rsengesch&auml;ften, der Bodenspekulation, dem Zinswucher, der Inflation? Sie verschwinden ebenso wie die Gei&szlig;el der Arbeitslosigkeit. Die Aktienwelt entschl&auml;ft &uuml;ber Nacht, ohne da&szlig; auch nur ein Zahnrad deswegen nicht mehr laufen w&uuml;rde. Und die Aktion&auml;re, die Spekulanten, die Gro&szlig;grundbesitzer? Werden sie ihre heiligen Reicht&uuml;mer der Menschheit auf dem Opferaltar der anhebenden neuen Zeit darreichen? Wir werden sehen. Jedenfalls wird jeder seinen Platz im sozialen Leben finden, wo er seine F&auml;higkeiten frei, produktiv und sinnvoll f&uuml;r das Ganze einsetzen kann.<br />
<br />
Was den Konsumbereich betrifft, stellt sich die Sache so dar, da&szlig; sich die Produktion nach dem Bedarf der Verbraucher richten wird. Keine Profit- und Eigentumsinteressen stehen diesem einzig sachgem&auml;&szlig;en Wirtschaftsziel hemmend oder ablenkend im Wege. Die mit dem integralen System schon elementar verwirklichte Br&uuml;derlichkeit - &raquo;Arbeit ist prinzipiell Arbeit f&uuml;r andere geworden&laquo; - kann ungehindert zur Entfaltung kommen.<br />
<br />
Auch auf die &ouml;kologische Frage f&auml;llt ein neues Licht. Wirtschafts&ouml;kologie ist selbstverst&auml;ndlich, wenn eine freie Wissenschaft, eine freie Erziehung und eine freie Information die Gesetze des Lebendigen umfassend erforscht und verbreitet und deren Bedeutung f&uuml;r den Menschen erhellt.<br />
<br />
<b>3. Die Freiheitsgestalt des sozialen Organismus</b><br />
<br />
Den Staat mit der Lenkung der gesellschaftlichen Entwicklung zu beauftragen, w&auml;re denkbar, wenn es nicht im radikalen Widerspruch zum Freiheitsimpuls, zur Forderung nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung (Dezentralisierung) st&uuml;nde. Deshalb kann die letzte wichtige Frage, die sich hinsichtlich des Bildes der evolution&auml;ren Alternative des Dritten Weges stellt: Wie kann die von Zw&auml;ngen befreite Gesellschaft ihre an den menschlichen Bed&uuml;rfnissen und den Naturnotwendigkeiten orientierte Entwicklungsrichtung finden?, nur durch die Beschreibung der &raquo;Freiheitsgestalt des sozialen Organismus&laquo; [Schmundt] beantwortet werden.<br />
<br />
Freiheit ist einerseits individueller Impuls, das Handeln aus selbstbestimmten Motiven zu vollbringen. Andererseits ist selbstbestimmtes Handeln nur dann frei, wenn es aus &raquo;Einsicht in die Lebensbedingungen des Ganzen&laquo; [Rudolf Steiner] vollzogen wird.<br />
<br />
F&uuml;r den komplexen Zusammenhang unserer arbeitsteiligen Produktion bedeutet dies, da&szlig; der Einzelne oder auch das einzelne Unternehmen aus sich heraus nur sehr schwer die Gesichtspunkte zu finden vermag, durch welche die jeweilige Aufgabe, etwas f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse anderer hervorzubringen, in der bestm&ouml;glichen Weise erf&uuml;llt werden kann.<br />
<br />
Daher ist es n&ouml;tig, dem Gesellschaftsk&ouml;rper ein neues Funktionssystem einzugliedern: das System beratender Kuratorien, ein authentisches R&auml;tesystem als st&auml;ndige Inspirationsquelle.<br />
<br />
Die Einsichten &uuml;ber die Bedingungen, Zusammenh&auml;nge und Wirkungen seines Handelns kann jedes Arbeitskollektiv dann am besten gewinnen, wenn es ein Kuratorium beruft, in dem die demokratisch bevollm&auml;chtigte Leitung des Unternehmens mit den leitenden Pers&ouml;nlichkeiten anderer Unternehmen, der Banken, wissenschaftlicher Forschungsinstitute und auch mit Vertretern seiner Konsumentenschaft die Aufgaben, Ziele und Entwicklungen des Unternehmens von m&ouml;glichst umfassenden Gesichtspunkten aus ber&auml;t. Die Entscheidungen m&uuml;ssen von den jeweils Verantwortlichen getroffen werden. Diese Entscheidungen werden aber durch die Hilfe der Kuratorien von einem optimal sachgerechten Urteilsbild getragen sein.<br />
<br />
Was dergestalt f&uuml;r die Assoziationen der Arbeitskollektive untereinander gilt, spielt auch eine Rolle f&uuml;r die Grundstruktur eines einzelnen freien Unternehmens. Der &uuml;berwundene Gegensatz von &raquo;Arbeitgeber&laquo; und &raquo;Arbeitnehmer&laquo; &ouml;ffnet das Feld f&uuml;r eine Sozialgestalt, in der miteinander verwoben sind Prozesse des freien Beratens, des demokratischen Vereinbarens und schlie&szlig;lich des gemeinsamen Wirkens f&uuml;r die soziale Umwelt. Das Recht der freien unternehmerischen Initiative hat jeder Mensch. Denn der Mensch ist ein initiatives Wesen. N&ouml;tig ist, da&szlig; die Arbeitsleiter die F&auml;higkeit haben, ihre Mitarbeiter nach deren Facht&uuml;chtigkeit und Sachverstand zu berufen.<br />
<br />
Aus dieser Funktion werden sie jedoch weder materielle Privilegien noch irgendeine andere Form von nicht demokratisch legitimierter Macht haben k&ouml;nnen.<br />
<br />
So ist in dem Bild der Grundz&uuml;ge eines Dritten Weges das freie Unternehmen in einer selbstverwalteten Wirtschaft und einer selbstverwalteten Kultur die demokratische Basiseinheit einer nachkapitalistischen und nachkommunistischen neuen Gesellschaft des realen Sozialismus.<br />
<br />
Staatliche Gesetzgebung, Regierung und Verwaltung sind auf die Funktion beschr&auml;nkt, die f&uuml;r alle verbindlichen demokratischen Rechte und Pflichten zu beschlie&szlig;en und ihre Verwirklichung durchzusetzen.<br />
<br />
Der Staat wird erheblich schrumpfen. Was &uuml;brig bleibt, wird man sehen.<br />
<br />
<b>IV. Was k&ouml;nnen wir f&uuml;r die Verwirklichung der Alternative jetzt tun?</b><br />
<br />
Wer sich dieses Bild der evolution&auml;ren Alternative vor Augen f&uuml;hrt, hat ein klares Grundverst&auml;ndnis von der sozialen Plastik, an welcher der Mensch als K&uuml;nstler formt.<br />
<br />
Wer sagt, da&szlig; es eine Ver&auml;nderung geben mu&szlig;, aber die &raquo;Revolution der Begriffe&laquo; &uuml;berspringt und nur gegen die &auml;u&szlig;eren Verk&ouml;rperungen der Ideologien anrennt, wird scheitern. Er wird entweder resignieren, sich mit Reformieren begn&uuml;gen oder aber in der Sackgasse des Terrorismus landen. Drei Formen des Sieges der Strategie des Systems.<br />
<br />
Wenn abschlie&szlig;end daher gefragt ist: Was k&ouml;nnen wir tun?, damit wir das Ziel der Neugestaltung von den Fundamenten her auch erreichen, dann m&uuml;ssen wir uns klarmachen: Es gibt nur einen Weg, das Bestehende zu transformieren - aber dieser erfordert eine breite Palette von Ma&szlig;nahmen. Der einzige Weg ist die gewaltfreie Transformation. Gewaltfrei nicht etwa darum, weil Gewalt zur Zeit oder aus bestimmten Gr&uuml;nden nicht erfolgversprechend erscheint. Nein. Gewaltfreiheit aus prinzipiellen menschlich - geistig - moralischen und politisch - gesellschaftlichen Gr&uuml;nden.<br />
<br />
Einerseits steht und f&auml;llt die W&uuml;rde des Menschen mit der Unverletzlichkeit der Person und die Ebene des Menschentums verl&auml;&szlig;t, wer dies mi&szlig;achtet. Andererseits sind gerade die zu transformierenden Systeme auf Gewalt in jeder nur denkbaren Form aufgebaut. Deshalb ist jede Art von Gewaltanwendung ein Ausdruck systemkonformen Verhaltens, verfestigt also, was es aufl&ouml;sen will.<br />
<br />
Dieser Aufruf will ermutigen und auffordern, den Weg der gewaltfreien Transformation einzuschlagen. An solche, die bisher passiv waren, obwohl sie von Unbehagen und Unzufriedenheit erf&uuml;llt sind, ist die Aufforderung gerichtet: Werdet aktiv. Eure Aktivit&auml;t ist vielleicht das einzige, was jene, die aktiv sind, aber mit Mitteln der Gewalt lieb&auml;ugeln oder schon Gewalt anwenden, auf den Weg der gewaltfreien Aktion zur&uuml;ckf&uuml;hren kann.<br />
<br />
Obwohl die angezeigte &raquo;Revolution der Begriffe&laquo; das Kernst&uuml;ck der hier vorgestellten Methode zur Ver&auml;nderung ist, mu&szlig; sie nicht unbedingt am Anfang aller Schritte stehen. Auch ist ihr jeder Absolutheitsanspruch fremd. Wer die Kraft hat, die Theorien des Marxismus, des Liberalismus, der christlichen Soziallehre usw. zu Ende zu denken, wird feststellen, da&szlig; diese Theorien durchaus zu den gleichen Ergebnissen kommen wie wir.<br />
<br />
Dieses Zu-Ende-Denken von historischen Ans&auml;tzen ist heute n&ouml;tig. Wo es mutig vollbracht wurde, bemerkte man, wie die Fronten sich verschieben. Da steht Bahro dann Karl-Hermann Flach und William Borm n&auml;her als diese ihrem Parteifreund Lambsdorff und jener seinen Genossen, die ihn verhaftet und verurteilt haben.<br />
<br />
Der Proze&szlig; des Umschmelzens verh&auml;rteter Begrifflichkeiten und Theorieans&auml;tze ist in vollem Gange. Er mu&szlig; zum grossen Dialog, zur interfraktionellen, interdisziplin&auml;ren und internationalen Kommunikation zwischen den alternativen L&ouml;sungsmodellen f&uuml;hren. Die FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY (Freie Hochschule f&uuml;r Kreativit&auml;t und interdisziplin&auml;re Forschung Kommunikation zu organisieren und zu) ist das st&auml;ndige Angebot, diese entwickeln.<br />
<br />
&laquo;Gegen die geballten Interessen der M&auml;chtigen hat nur eine mitrei&szlig;ende Idee eine Chance, die wenigstens so stark ist wie die humanistische in den letzten und die christliche in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung&raquo; [Gruhl]. Um von den verschiedenen Ans&auml;tzen, die in der neuen sozialen Bewegung leben, zu dieser &raquo;mitrei&szlig;enden Idee&laquo; durchzusto&szlig;en, brauchen wir den st&auml;ndigen und umfassenden Dialog.<br />
<br />
FREIE INTERNATIONALE UNIVERSIT&Auml;T als ein organisatorischer Ort dieses Forschens, Arbeitens und Kommunizierens meint also alle die Gruppen und Keimzellen in unserer Gesellschaft, zu denen Menschen sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Fragen der sozialen Zukunft zu durchdenken. Je mehr Menschen sich mit diesen Arbeiten verbinden, desto kraftvoller und durchgreifender werden die alternativen Ideen zur Geltung kommen. Darum sei aufgerufen: Gr&uuml;ndet Arbeitspl&auml;tze der FREIEN INTERNATIONALEN UNIVERSIT&Auml;T, der Universit&auml;t des Volkes.<br />
<br />
Aber dies allein gen&uuml;gt noch nicht. &Uuml;berall dort, wo dies m&ouml;glich ist, sollten wir uns zur alternativen Lebens- und Arbeitspraxis entschlie&szlig;en. Viele haben in kleinen Bereichen und speziellen Gebieten einen Anfang gemacht. Ein Zusammenschlu&szlig; alternativer Wirtschafts- und Kulturunternehmen ist die AUFBAUINITIATIVE AKTION DRITTER WEG [Unternehmensverband, Stiftung, Mitgliederorganisation]. Einzelne Gruppen oder Betriebe, die ihren alternativen Ideen auch Taten folgen lassen wollen, sind aufgefordert, dieses Projekt zu st&auml;rken.<br />
<br />
Ein letzter, aktueller Aspekt. Vielleicht der wichtigste und entscheidendste f&uuml;r den Weg der gewaltfreien Transformation. Wie kann die neue soziale Bewegung eine politische Dimension erreichen?<br />
<br />
Damit ist, jedenfalls f&uuml;r den Bereich der westlichen Demokratien, die Frage nach der M&ouml;glichkeit einer parlamentarischen Aktion gestellt. Gehen wir diesen Weg, dann gehen wir ihn nur richtig, wenn wir einen neuen Stil der politischen Arbeit und des politischen Organisierens entwickeln. Nur wenn wir uns in diesem neuen Stil &uuml;ben, werden wir die Hindernisse &uuml;berwinden, die f&uuml;r alternative Entwicklungen durch Sperrklauseln und &auml;hnliches errichtet sind.<br />
<br />
Es w&auml;re schon n&ouml;tig, da&szlig; auch von den Parlamenten her, f&uuml;r die ganze &Ouml;ffentlichkeit wahrnehmbar, alternative L&ouml;sungsmodelle auftr&auml;ten. Dazu aber m&uuml;ssen die Leute, die solche Modelle erarbeitet haben, in die Parlamente hineinkommen.<br />
<br />
Wie kommen sie hinein? Indem sie ihre ganze Kraft auf eine gemeinsame Wahlinitiative konzentrieren.<br />
<br />
Entscheidend f&uuml;r einen solchen Versuch ist, welches Verst&auml;ndnis man von der Gesamtalternativenbewegung&#8203; hat. Sie besteht ja aus einer F&uuml;lle von Str&ouml;mungen, Initiativen, Organisationen, Institutionen usw. Sie alle haben nur in der Gemeinsamkeit eine Chance.<br />
<br />
Gemeinsame Wahlinitiative hei&szlig;t aber nicht: Parteiorganisation, Parteiprogramm, Parteidebatte im alten Stil. Die Einheit, derer es bedarf, kann nur die Einheit in der Vielfalt sein. Die Bewegung der B&uuml;rgerinitiativen, die &ouml;kologische, die Friedens- und die Frauenbewegung, die Bewegung der Praxismodelle, die Bewegung f&uuml;r einen demokratischen Sozialismus, einen humanistischen Liberalismus, einen Dritten Weg, die anthroposophische Bewegung und die christlich-konfessionell orientierten Str&ouml;mungen, die B&uuml;rgerrechtsbewegung und die 3. Welt-Bewegung m&uuml;ssen erkennen, da&szlig; sie unverzichtbare Bestandteile der Gesamtalternativenbewegung&#8203; sind; Teile, die sich nicht ausschlie&szlig;en und widersprechen, sondern erg&auml;nzen.<br />
<br />
Realit&auml;t ist, da&szlig; es marxistische, katholische, evangelische, liberale, anthroposophische, &ouml;kologische usw. Alternativkonzepte und -initiativen gibt. In vielen wesentlichen Punkten besteht unter ihnen bereits ein hohes Ma&szlig; an &Uuml;bereinstimmung. Dieses ist die Basis der Gemeinsamkeit in der Einheit. In anderen Punkten besteht Nicht&uuml;bereinstimmung. Dieses ist die Basis der Freiheit in der Einheit.<br />
<br />
Eine gemeinsame Wahlinitiative der Gesamtalternativenbewegung&#8203; ist nur lebenswirklich als ein B&uuml;ndnis vieler autonomer Gruppen, die ihr Verh&auml;ltnis untereinander und gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit im Geiste aktiver Toleranz gestalten. Unsere Parlamente brauchen den befreienden Geist und das Leben einer solchen Union, der UNION F&Uuml;R DIE NEUE DEMOKRATIE!<br />
<br />
Die Fahrzeuge, die den neuen Kurs nehmen, stehen also bereit. Sie bieten Platz und Arbeit f&uuml;r alle.<br />
<br />
ENDE<br />
<br />
An Informationen und Mitarbeit an den Projekten FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY, AUFBAUINITIATIVE AKTION DRITTER WEG und UNION F&Uuml;R EINE NEUE DEMOKRATIE interessierte Leser m&ouml;gen sich wenden an:<br />
<br />
Free International University<br />
8991 Achberg, Humboldt-Haus<br />
4000 D&uuml;sseldorf 11, Staatliche Kunstakademie, Atelier Professor Joseph Beuys, Raum 3<br />
<br />
Der &raquo;Aufruf zur Alternative&laquo; erschien erstmals in der Weihnachtsausgabe der FRANKFURTER RUNDSCHAU am 23. Dezember 1978, Nr. 288 &copy; J. Beuys / W. Heidt]]></description>
    <pubDate>Mon, 08 Aug 2011 09:06:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Wilfried Heidt</category><category>Kapitalismus</category><category>Dreistufige Volksgesetzgebung</category><category>Joseph Beuys</category><category>Direkte Demokratie</category><category>Kommunismus</category><category>Aufruf zur Alternative</category><category>33</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/ja-es-gibt-die-alternative-zu-kommunismus-und-kapitalismus/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Attentate in Norwegen: Über die (Mit)-Verantwortung der Medien und der Politik]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/55268/</link>
    <description><![CDATA[Ich trauere um junge Menschen, deren einziges Vergehen es war, sich f&uuml;r eine gerechte und freie Welt einzusetzen. Es waren junge Menschen, die an das Gute im Menschen und an die Entwicklungsf&auml;higkeit der Gesellschaft geglaubt haben. Sie wollten die Welt zum Besseren ver&auml;ndern. Ich trauere und kann das Geschehene emotional immer noch nicht fassen. <br />
<br />
Es tauchen Fragen auf, die Orientierung in einer verwirrenden Zeit geben sollen. Ich f&uuml;hle Leere und tiefe Traurigkeit. Und ich bin w&uuml;tend. Ich versuche, mich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Als m&uuml;ndiger und verantwortungsvoller B&uuml;rger bin ich doch dazu verpflichtet, mit meinem ganzen Wesen zu denken und nicht nur mit dem verletzten Herzen. Gerade jetzt.<br />
<br />
Ich trachte danach, die Wut in rationale Energie zu verwandeln. Gerade jetzt sind ein wacher Geist und klare Gedanken notwendig. Also denke ich ruhig und versuche mir zu erkl&auml;ren, wie ein Mensch so vollkommen entmenschlicht werden kann? Wie wird man so? Gibt es eine gesellschaftspolitische Mitverantwortung? Sollte es eine solche geben, was m&uuml;ssen wir &auml;ndern, auf was m&uuml;ssen wir aufpassen, auf was muss hingewiesen werden und welche politischen Konsequenzen sind zu ziehen?<br />
<br />
<b>Wie und warum kann ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit entmenschlicht werden?</b><br />
<br />
Ich m&ouml;chte dem Attent&auml;ter nicht den Gefallen tun und mich mit seiner Psyche und seinen politisch-ideologischen &Uuml;berzeugungen auseinander setzen. Vielmehr interessiert mich, wie er zu solch wirren &Uuml;berzeugungen gelangte. Was waren seine Inspirationsquellen, wer hat ihm so viel Angst vor allem Linken und Fremden gemacht? Wer hat ihm so viel Hass serviert? Wie wurden seine wirren &Uuml;berzeugungen zu t&ouml;dlichen Handlungen?<br />
<br />
<b>Der Attent&auml;ter mordete nicht aus christlicher &Uuml;berzeugung sondern weil er von rechtspopulistischer Propaganda inspiriert ist</b><br />
<br />
Nach derzeitigem Wissensstand wurde er nicht - wie f&auml;lschlicherweise von manchen angenommen wird - von der Bibel inspiriert. "Christ" ist er wohl nur am Papier und um sich f&uuml;r sich selbst und auch offiziell von anderen Religionen abzugrenzen. Genausowenig hat er wohl mit der Freimaurerei zu tun, deren historische Dimension er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht versteht.<br />
<br />
Vielmehr wurde er von rechten politischen Ideologien und Populismen inspiriert. Er glaubt Geschichten, die europaweit von rechten Populistinnen, Populisten und Medien erz&auml;hlt werden, um Stimmen zu maximieren und Auflagen zu erh&ouml;hen. Er glaubt an vermeintliche Gefahren, die von bestimmten Religionen oder Kulturkreisen ausgehen sollen. Diese "Gefahren" werden europaweit von rechten Populistinnen und Populisten sowie Medien erfunden, in erz&auml;hlbare Geschichten verpackt, mit Ger&uuml;chten und Halbwahrheiten vermischt und in narrativen Bildern unters Volk gebracht. Durch die st&auml;ndige Penetration dieser "urban legends" durch rechte Populistinnen und Populisten sowie Medien entsteht eine Atmosph&auml;re der Angst und eines st&auml;ndigen Bedrohungsgef&uuml;hls. <br />
<br />
<b>Die meisten Menschen durchschauen rechtspopulistische Fiktion, andere leider nicht</b><br />
<br />
Die Reaktionen der Menschen auf die st&auml;ndige Penetration mit rechtspopulistischer Fiktion sind unterschiedlich: die meisten durchschauen das falsche Spiel und lehnen solche Insitutionen, Parteien oder Medien ab. Sie w&auml;hlen andere Parteien oder engagieren sich zivilgesellschaftlich, sie leisten im Rahmen ihrer M&ouml;glichkeiten einen Beitrag zur Aufkl&auml;rung. <br />
<br />
Andere wiederum sind anf&auml;llig auf Kampagnen der Angstmacherinnen und Angstmacher. Zum Teil ist es Dummheit, zum Teil infantiles demokratiepolitisches F&uuml;hlen und Handeln oder auch Frustration aufgrund tats&auml;chlicher Erlebnisse. Diese Menschen befriedigen das Gef&uuml;hl des sozialen Unbehagens mit der Wahl rechtspopulistischer Parteien.<br />
<br />
Und ganz wenige jener, die von Angstkampagnen rechtspopulistischer Politiken und Medien infiziert werden, schreiten zur Tat. Ein zu allem entschlossener Norweger wu&szlig;te sich am 22.7.2011 gegen die fiktive Angst vor Islamisierung und Linker Politik nicht anders zu helfen, als eine f&uuml;r uns alle unfassbare - aus seiner Sicht jedoch notwendige - Tat zu setzen. Er wurde &uuml;ber Jahre mit rechtspopulistischen Ger&uuml;chten und Geschichten versorgt, die an vielen Schreibtischen in den diversen rechtspopulistischen Parteien, Think-Tanks und Redaktionen erfunden werden. &Uuml;ber Medien, Blogs oder Mails gelangten die Kampagnen der europ&auml;ischen Angstbranche zum norwegischen Attent&auml;ter. Er handelte aus Angst und Hass, die von au&szlig;en in ihn hineingetragen wurden.<br />
<br />
<b>Wir k&ouml;nnen sicher nicht einfach zur Tagesordnung zur&uuml;ckkehren!</b><br />
<br />
Ich appeliere an Politikerinnen und Politiker in Europa, sich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewu&szlig;t zu werden und ab sofort sach- und probleml&ouml;sungsorientierte Politik zu betreiben. Die Politik ist dazu da um Probleme zu l&ouml;sen und nicht um Probleme zu schaffen!<br />
<br />
Ich appeliere auch an Medienvertreterinnen und Medienvertreter, an Redakteurinnen und Redakteure, an Schlagzeilen-Entwicklerinnen und Entwickler sowie an Herausgeberinnen und Herausgeber. Sie haben eine gro&szlig;e gesellschaftspolitische Verantwortung, ihre Geschichten k&ouml;nnen Menschen radikalisieren. Ihre Geschichten k&ouml;nnen aber auch zu Aufkl&auml;rung und einer in die Zukunft gerichteten Gesellschaft beitragen. Medien haben heute eine Verantwortung, die an moralischem Gewicht der der Politik um nichts nachsteht.<br />
<br />
Die Sprache des Hasses und des Spaltens f&uuml;hrt zu Elend, Terror und Tod. Sprechen wir ab jetzt bitte anders &uuml;ber-, mit- und zueinander.]]></description>
    <pubDate>Mon, 25 Jul 2011 12:20:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Utøya</category><category>Strache</category><category>Schreibtischtäter</category><category>Anders Behring Breivik</category><category>Medienverantwortung</category><category>rechtsradikal</category><category>AUF</category><category>FPÖ</category><category>Norwegen</category><category>Kickl</category><category>Utoya</category><category>Michael Fleischhacker</category><category>Angstkampagne</category><category>Attentat</category><category>Rechtspopulismus</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/55268/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Kackl: Feuermauer-Netzwart dringend gesucht!]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/kackl-feuermauer-netzwart-dringend-gesucht/</link>
    <description><![CDATA[<img title="Meister Kackl, Erfinder und Programmierer der HC-Androiden" height="179" alt="Meister Kackl, Erfinder und Programmierer der HC-Androiden" width="180" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Meister-Kackl.jpg" /><b>Rundschreiben an alle Volksgenossen zwecks Mobilmachung der FP&Ouml;-Heimseite!*</b><br />
<br />
Nach dem verheerenden Totalversagen unseres bisherigen Netzwartes, <a href="http://www.pekobaxant.at/stories/taser-vilimsky-brennen-die-sicherungen-endgueltig-durch/">Taser-Vilimsky</a> &#8211; ersucht euch die Volksgemeinschaft DRINGEND von weiteren Taser-Selbstversuchen Abstand zu nehmen!<br />
<br />
Es wird ab sofort eine H.C.-Heimseitenb&uuml;rgerwehr aus den strammsten Datennetzsoldaten gebildet, dessen Vorhut, Kodierungsname &#8222;ROS3NKR4NZ&#8220; von den Jung-Daten-W&ouml;lfen; Hedda, Hildrun, Mechthild und Sonnhild zum digitalen Endsieg gef&uuml;hrt wird!<br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/fpoe-at-by-anonymous.jpg"><img title="fpoe.at by anonymous" height="56" alt="fpoe.at by anonymous" width="100" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/fpoe-at-by-anonymous.jpg',500,282);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/fpoe-at-by-anonymous_small.jpg" /></a>Diese eindeutig aus dem Petzner-Stall-kommende, regenbogenfarbene Kleinpferderasse, die aus den Untiefen eines slawisch-sprachigen HTL-Partykellers entlaufen ist, darf auf keinem Fall f&uuml;r ihre volkszersetzenden Handlungen Genugtuung erfahren!<br />
<br />
Unsere neuen Volksgenossen aus der Alpen-Donau-Region sind gleichfalls aufgerufen spontane Unmuts&auml;u&szlig;erungen des Volkszorns (z.B. kurze Begr&uuml;&szlig;ungs- und Kennenlernrunden in mehrheitlich von Zuwanderern frequentierten Welten-Netz-Kaffestuben) in die Wege zu leiten.<br />
<br />
Die subversiven Nachschubkonvois der &Uuml;belt&auml;ter sind uns bestens bekannt! Es sind durchwegs angels&auml;chsische Propagandasendungen, wie &#8222;Gro&szlig;e Knall Theorie&#8220; oder &#8222;Getreide&#8220;, die &uuml;ber die sogenannten Str&ouml;mungsportale von Welten-Netz-Piraten der Jugend zur geistigen Vergiftung gereicht werden &#8211; m&uuml;ssen von der hochgesch&auml;tzten Achse f&uuml;r Kopierrechteschutz dringend eliminiert werden!<br />
<br />
Unsere Feuermauer muss wieder hart wie Kruppstahl und unsere Kodierung z&auml;h wie ENIGMA-Leder werden - wollen wir von den herannahenden Horden der Weltennetz-Terroristen nicht - wie ein H&auml;ufchen Maschierpulver vom HC-Androiden im Kasten - weggefegt werden!<br />
<br />
Euer Chef-Programmierer<br />
i.V. der Zur Zeit Aula-defekten HC-Androiden<br />
<br />
Meister Kackl<br />
<br />
*Dieses Rundschreiben wurde von Mr. X abgefangen:)]]></description>
    <pubDate>Wed, 13 Jul 2011 10:17:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Kackl</category><category>Netzpiraten</category><category>Mr X</category><category>Anonymous</category><category>digitale Freiheitskämpfer</category><category>Hacker</category><category>HC-Android</category><category>Mister X</category><category>Strache</category><category>Hackerangriff</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[NSDAP-Presse-Aussendung mit 66 Jahren Verspätung in der AULA aufgetaucht?]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/nsdap-presse-aussendung-mit-66-jahren-verspaetung-in-der-aula-aufgetau/</link>
    <description><![CDATA[<img title="Bildquelle: www.dieaula.at" height="400" alt="Bildquelle: www.dieaula.at" width="289" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/DIE-AULA1.jpg" /><b>In der aktuellen Ausgabe des Freiheitlichen Magazins <a href="http://www.dieaula.at/index.html">DIE AULA*</a> offenbart sich anscheinend der wahre Geist von Kickl und seiner Marionette Strache: DIE AULA trieft vor abgrundtiefem Hass gegen&uuml;ber KZ-&Uuml;berlebenden, die W&uuml;rde der NS-Opfer wird mit F&uuml;ssen getreten, der Holocaust wird relativiert und verharmlost und die Zeitzeugin Ruth Kl&uuml;ger wird der L&uuml;ge bezichtigt. FP&Ouml;-Generalsekret&auml;r Herbert Kickl hat ein Machwerk zu verantworten, das einer um 66 Jahre versp&auml;teten Presse-Aussendung der NSDAP gleicht &#8211; in Wortwahl, Antisemitismus und Menschenhass.</b><br />
<br />
Es grenzt an Zynismus, wenn DIE AULA am Cover fragt, ob denn die FP&Ouml; &#8222;Fit f&uuml;rs Regieren&#8220; sei? Immerhin habe man ein neues Parteiprogramm beschlossen, vermeintlich herzeigbare Pers&ouml;nlichkeiten f&uuml;r die Regierung pr&auml;sentiert und die Umfragen sind derzeit auch nicht schlecht. Dies mag in den eindimensionalen Gedankenwelten der FP&Ouml;-Verantwortlichen reichen, um staatstragend zu wirken...<br />
<b><br />
Seite 13 &#8211; Josef Goebbels w&auml;re stolz gewesen</b><br />
<br />
Aber dann kommt die Seite 13. Wir sind zwar gewohnt, dass FP&Ouml;-Vertreterinnen und FP&Ouml;-Vertreter den sogenannten Verfassungsbogen regelm&auml;&szlig;ig weit &uuml;berspannen; wir wissen auch, dass Heinz-Christian Strache ein inniges Naheverh&auml;ltnis zum Nationalsozialismus entwickelt hat; wir als gelernte &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher haben uns auch schon daran gew&ouml;hnt, blaue R&uuml;lpser zu &uuml;berh&ouml;ren und sich die moralische Nase zuzuhalten und es ist auch offiziell, dass die Dichte an verurteilten Kriminellen in der FP&Ouml; h&ouml;her ist als in der Gesamtbev&ouml;lkerung. Die Seite 13 der AULA jedoch stellt eine neue Qualit&auml;t des blanken Antisemitismus dar, Josef Goebbels w&uuml;rde zufrieden l&auml;cheln.<br />
<br />
<img title="Bildquelle: turtledove.wikia.com" height="400" alt="Bildquelle: turtledove.wikia.com" width="258" align="right" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Josef-Goebbels.jpg" />Es ist mir schon lange nicht passiert, dass ich nach der Lekt&uuml;re eines Textes tagelang verstummt bin. Ich konnte es nicht fassen, mit wie viel Hass und Boshaftigkeit hier in der offiziellen Zeitschrift einer &ouml;sterreichischen Parlamentspartei gegen&uuml;ber Menschen gehetzt wird, die den Holocaust &uuml;berlebt haben. So nennt der Autor des Artikels &#8222;L&uuml;gt Kl&uuml;ger?&#8220; KZ-&Uuml;berlebende im gleichen Atemzug mit einer &#8222;Landplage&#8220; oder "Kriminellen" (unter den laut Artikel "&uuml;berwiegend kriminellen Elementen" des KZ-Mauthausen** befanden sich etwa Leopold Figl, sp&auml;terer &ouml;sterreichischer Bundeskanzler und &Ouml;VP-Mitbegr&uuml;nder; Heinrich Maier, &ouml;sterreichischer r&ouml;misch-katholischer Priester, P&auml;dagoge, Philosoph und Widerstandsk&auml;mpfer; Viktor Schauberger, &ouml;sterreichischer F&ouml;rster und Erfinder; Simon Wiesenthal, &ouml;sterreichischer Architekt, Publizist und Schriftsteller); die AULA fragt allen Ernstes, was denn an der KZ-Befreiung durch die alliierten Truppen denn zu feiern sei. Die FP&Ouml; fragt im Originalzitat: &#8222;Ist die Befreiung von Gefangenen, die sich im Handumdrehen als Landplage entpuppen ein Grund zum Feiern?&#8220;<br />
<br />
Dann zitiert der Autor Ruth Kl&uuml;gers ergreifendes &#8222;Kamingedicht&#8220;, in dem der schreckliche KZ-Alltag lyrisch aufgearbeitet wird und macht sich im n&auml;chsten Absatz lustig, der &#8222;Backfisch&#8220; (gemeint ist wohl die junge KZ-Insassin Ruth Kl&uuml;ger) k&ouml;nne doch &#8222;zum Stichtag&#8220; gar nicht gewusst haben, dass &#8222;5 Millionen verbrannt worden sind.&#8220;<br />
<br />
Damit nicht genug: es sei doch reine &#8222;Phantasie&#8220;, wenn Ruth Kl&uuml;ger &uuml;ber &#8222;Schall und Rauch&#8220; berichte, verbrenne doch menschliches Fleisch auf Koks geruchsneutral.<br />
<br />
Anne Frank sei auch nicht durch das NS-Regime ermordet worden, sie sei Typhus zum Opfer gefallen.<br />
<br />
Ich m&ouml;chte nicht weiter auf den schrecklichen Text eingehen und stelle ihn allen Mutigen untenstehend zur Verf&uuml;gung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen Wiederbet&auml;tigung Nationalsozialistischer Propaganda.<br />
<b><br />
FP&Ouml; &#8211; Fit f&uuml;rs Regieren? Nicht in 1000 Jahren.</b><br />
<br />
<img title="KZ-Inhaftierte, laut FP&Ouml; eine &quot;Landplage&quot;" height="400" alt="KZ-Inhaftierte, laut FP&Ouml; eine &quot;Landplage&quot;" width="266" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/KZ-Inhaftierte.jpg" />Dieser Artikel macht eines ganz klar: Die FP&Ouml; ist in 1000 Jahren nicht regierungstauglich. Ich appelliere hiermit an die Verantwortlichen der &Ouml;VP, an den b&uuml;rgerlichen Anstand der &Ouml;VP, auch nur jede theoretisch-strategische Option mit der FP&Ouml; auszuschlie&szlig;en. Die politische Moral gebietet es allen verantwortungsvollen Demokratinnen und Demokraten, uns geschichtsbewussten &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreichern, gl&auml;ubigen Christinnen und Christen: Wir haben jedes demokratische Mittel zu ergreifen, um unsere Heimat vor dem Geist des Faschismus zu sch&uuml;tzen.<br />
<br />
<b>Wir werden niemals vergessen, aktive Erinnerung ist demokratische Pflicht!</b><br />
<br />
Nein Herr Kickl, nein Strache! Wir haben nicht vergessen, wir werden die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen. Nicht die Bilder verhungerter Menschen in Massengr&auml;bern, nicht die Hilfeschreie der Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden um gleich danach industriell ermordet zu werden. Wir vergessen auch nicht die monatelange Todesangst der Anne Frank, die stellvertretend f&uuml;r Tausende anderer Opfer bewiesen hat, dass man auch in einer Zeit diabolischer Unmenschlichkeit, Mensch bleiben kann.<br />
<br />
Und wir vergessen auch nicht die menschenverachtende NS-Propaganda mit der alles begonnen hat und die uns heute 66 Jahre sp&auml;ter, erneut in Form des FP&Ouml;-Magazins AULA begegnet.<br />
<br />
<a title="Seite 13 - DIE AULA" href="http://www.pekobaxant.at/files/Seite13_AULA/">Seite13_AULA</a> (jpg, 494 KB)<br />
<a title="Seite13_AULA.pdf" href="http://www.pekobaxant.at/files/Seite13_AULA-pdf/">Seite13_AULA-pdf</a> (pdf, 7,602 KB)<br />
<img title="" height="400" alt="Seite-13-DIE-AULA" width="290" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/Seite-13-DIE-AULA.jpg" /><br />
<br />
* Eigent&uuml;mer, Herausgeber und Verleger: Aula-Verlag Ges. m. b. H.; Schriftleitung: Prim. Dr. Otto Scrinzi (bis Ende 2003), Mag. Martin Pfeiffer (ab Anfang 2004); Medieninhaber: Freiheitlicher Akademikerverband Steiermark (48,4 %), Freiheitlicher Akademikerverband Wien - Nieder&ouml;sterreich - Burgenland (25 %), Freiheitlicher Akademikerverband Ober&ouml;sterreich (8,3 %), Freiheitlicher Akademikerverband Salzburg (8,3 %), Freiheitlicher Akademikerverband Tirol - Vorarlberg (5 %), Freiheitlicher Akademikerverband K&auml;rnten - Osttirol (5 %).<br />
<br />
**<b>Das Konzentrationslager Mauthausen:</b> Im "Mordlager" Mauthausen wurde von der SS auf vielf&auml;ltige Weise gemordet: Die H&auml;ftlinge wurden erschlagen, erh&auml;ngt, erschossen, kranke H&auml;ftlinge lie&szlig; man erfrieren, verhungern oder t&ouml;tete sie durch Herzinjektionen oder Giftgas. Ab dem Jahr 1943 kam es auf Grund der verst&auml;rkten R&uuml;stungsbem&uuml;hungen und sp&auml;ter der Verlagerung der R&uuml;stungsindustrie in unterirdische Anlagen zu einer Funktionserweiterung des Konzentrationslagers. Die Mehrzahl der H&auml;ftlinge wurde von nun an zur Zwangsarbeit in R&uuml;stungsbetrieben herangezogen. So entstanden neben dem Hauptlager in Mauthausen und dem Lager in Gusen zahlreiche, &uuml;ber ganz &Ouml;sterreich verteilte Au&szlig;enlager. Fast 200.000 Menschen aus fast allen europ&auml;ischen und auch au&szlig;ereurop&auml;ischen L&auml;ndern wurden entweder auf Grund ihrer politischen T&auml;tigkeit, ihrer "kriminellen Vorstrafen", ihrer religi&ouml;sen &Uuml;berzeugung, ihrer Homosexualit&auml;t, aus "rassischen" Gr&uuml;nden, als Kriegsgefangene oder Transgender nach Mauthausen deportiert. Die H&auml;lfte von ihnen wurde in Mauthausen ermordet.]]></description>
    <pubDate>Wed, 06 Jul 2011 03:11:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>NSDAP</category><category>Antifaschismus</category><category>Antisemitismus</category><category>Die Aula</category><category>Herbert Kickl</category><category>Anne Frank</category><category>Gestapo</category><category>Freiheitliches Magazin</category><category>Heinz-Christian Strache</category><category>Konzentrationslager</category><category>HC Strache</category><category>Ruth Klüger</category><category>rechtsradikal</category><category>FPÖ</category><category>Nationalsozialismus</category><category>Adolf Hitler</category><category>Josef Göbbels</category><category>Widerstand</category><category>Freiheitliche Partei Österreichs</category><category>Menschenhass</category><category>soziale Heimatpartei</category><category>KZ</category><category>Josef Goebbels</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/nsdap-presse-aussendung-mit-66-jahren-verspaetung-in-der-aula-aufgetau/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[EUTOPIA DJ-VJ Insel am Donauinselfest 2011: oage Beats & geile Visuals]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/eutopia-dj-vj-insel-am-donauinsel-oage-beats-geile-visuals/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/EUTOPIA-mit-Crazy-Sonic-und-VJ-AZZ.jpeg"><img title="EUTOPIA mit Crazy Sonic und VJ AZZ" height="67" alt="EUTOPIA mit Crazy Sonic und VJ AZZ" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/EUTOPIA-mit-Crazy-Sonic-und-VJ-AZZ.jpeg',500,334);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/EUTOPIA-mit-Crazy-Sonic-und-VJ-AZZ_small.jpeg" /></a><b>Zwischen all den gro&szlig;en und etablierten B&uuml;hnen w&auml;chst seit einigen Jahren eine ernstzunehmende Innovation im Rahmen des Donauinselfests heran: Auf der Eutopia DJ-VJ Insel bei der Floridsdorfer Br&uuml;cke wurde auch dieses Jahr an allen drei Tagen des Fests wieder feinste akustische wie optische Unterhaltung geboten - die Besucherinnen und Besucher wussten diese gelungene Mischung zu sch&auml;tzen und tanzten sich zu den gebotenen Beats der DJs im Lichte der Visuals in Extase. Ich war einer davon;-)</b><br />
<br />
Die sagenhafte Stimmung und das vielf&auml;ltige Lineup an DJs und VJs konnte dieses Jahr wieder voll bei den Besuchern punkten. Von Dancehall mit G-Spot und OSF Sound am Freitag &uuml;ber alle Spielarten der elektronischen Tanzmusik am Samstag mit den Headlinern Crazy Sonic und Philipp Blecha bis zu treibendem Jungle und Drum N Bass Beats am Sonntag von Tipanic und Ready2Rumble wurde f&uuml;r den geneigten Besucher ein nationales DJ-Lineup der Extraklasse aufgeboten. Die Augen wurden von renommierten VJ-Gr&ouml;&szlig;en wie etwa VJ Azz, Luma Launisch oder Fomoke ebenfalls bestens unterhalten.<br />
Bleibt nur eines zu sagen: ich freue mich auf n&auml;chstes Jahr, bitte MEHR DAVON!!!<br />
<br />
Fotos, Videos und ausf&uuml;hrliche Berichte auf<br />
<a href="http://eutopia.lo-fi.at//">www.eutopia.at</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/eutopia.at">www.facebook.com/eutopia.at</a>]]></description>
    <pubDate>Tue, 28 Jun 2011 17:54:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>donauinselfest</category><category>eutopia</category><category>plakazin</category><category>crazy sonic</category>
     
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  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Serbiens wahres Gesicht ist humanistisch, demokratisch und es blickt in die europäische...]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/serbiens-wahres-gesicht-ist-humanistisch-demokratisch-und-es-blickt-in/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/belgrad_Bozidar-Djelic.jpg"><img title="Bozidar Djelic, Marcus Schober, Peko Baxant" height="67" alt="Bozidar Djelic, Marcus Schober, Peko Baxant" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/belgrad_Bozidar-Djelic.jpg',500,333);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/belgrad_Bozidar-Djelic_small.jpg" /></a><b>Von 9. bis 14. Juni 2011 besuchte ich gemeinsam mit einer 40-k&ouml;pfigen Delegation der SP&Ouml; Wiener Bildung die L&auml;nder des Balkans. Ziel war unter anderem der Ausbau und die Vertiefung der Beziehungen zu den sozialdemokratischen Schwesterparteien. Mit dabei waren neben dem Delegationsleiter Marcus Schober, Bildungssekret&auml;r der Wiener SP&Ouml;, u. a. der Boxweltmeister Gogi Knezevic, sowie Stjepan Stasic, Profi-Basketballer und Kapit&auml;n der &ouml;sterreichischen Nationalmannschaft. Schober unterstrich die Ziele der Reise: "Wir wollen mit dieser Balkan-Reise einen weiteren Beitrag zum Zusammenwachsen Europas leisten. Denn die alternativlose Perspektive f&uuml;r die L&auml;nder des Balkan ist die Heimkehr zur&uuml;ck in die europ&auml;ische Familie."</b> <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/BildungsreiseBalkan_Vesti21062011.jpg"><img title="VESTI Bericht" height="73" alt="VESTI Bericht" width="100" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/BildungsreiseBalkan_Vesti21062011.jpg',500,365);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/BildungsreiseBalkan_Vesti21062011_small.jpg" /></a>Nach der Ankunft in Belgrad stand eine Stadtbesichtigung sowie der Besuch des Rathauses und des Serbischen Parlaments samt Treffen mit dem Vorsitzenden des Belgrader Stadtparlaments, Aleksandar Antic (SPS), und der Parlamentspr&auml;sidentin Slavica Djukic-Dejanovis (SPS) auf dem Programm. Beim Abendessen traf die Delegation mit Bozidar Djelic (DS), Stv. Regierungschef und zust&auml;ndig f&uuml;r Europafragen und europ&auml;ische Integration, zusammen. Das Gespr&auml;ch mit dem serbischen Vizepremierminister Bozidar Djelic war mein pers&ouml;nliches Highlight der Reise. Wir bekamen einen neuen und aufschlussreichen Blick auf den jungen Staat Serbien. Serbien macht gro&szlig;e Anstrengungen, um in die europ&auml;ische Familie zur&uuml;ck zu kehren. <b>Serbiens wahres Gesicht ist humanistisch, demokratisch und es blickt in die europ&auml;ische Zukunft! Schmutzige Allianzen zwischen serbischen Radikalen und &ouml;sterreichischen xenophoben Rechtsextremen d&uuml;rfen das Image nicht tr&uuml;ben, das werden wir Wiener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht zulassen.</b> Somit war dieser Besuch auch ein Beitrag zum Zusammenwachsen unserer beiden L&auml;nder auf der Grundlage eines ehrlichen und wahrhaftigen Dialogs. <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/bum_srb_11-Kopie.jpg"><img title="BUM Bericht" height="100" alt="BUM Bericht" width="72" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/bum_srb_11-Kopie.jpg',289,400);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/bum_srb_11-Kopie_small.jpg" /></a>Der Samstag stand im Zeichen der Bildungsarbeit, die TeilnehmerInnen besuchten das beeindruckende "Museum der Geschichte Jugoslawiens" sowie die Festung "Petrovaradin" in Novi Sad. Weiter ging es nach Sarajevo, wo sich die Delegation nach einem Zusammentreffen mit Dr. Ullrike Hartmann, der Vertreterin der Europ&auml;ischen Union in Sarajevo, einen Bummel durch den sch&ouml;n renovierten Basar nicht nehmen lie&szlig;. Geschichtstr&auml;chtig wurde es an jener Stra&szlig;enecke, an der 1914 das t&ouml;dliche Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand stattfand - der Ausgangspunkt des Ersten Weltkrieges, der Europa in die Katastrophe st&uuml;rzte.  <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/sarajevo_eufor.jpg"><img title="Sarajevo, EUFOR-Truppen des &ouml;sterreichischen Bundesheeres" height="67" alt="Sarajevo, EUFOR-Truppen des &ouml;sterreichischen Bundesheeres" width="100" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/sarajevo_eufor.jpg',500,333);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/sarajevo_eufor_small.jpg" /></a>Unweit von Sarajevo liegt der Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt der &ouml;sterreichischen EUFOR Truppen. Die Delegation der Wiener Bildung stattete den Soldaten des &ouml;sterreichischen Bundesheeres einen Besuch ab und erhielt eine F&uuml;hrung durch den St&uuml;tzpunkt sowie eine Pr&auml;sentation, die die Geschehnisse w&auml;hrend des Jugoslawien-Krieges anschaulich verdeutlichte. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Milit&auml;rkantine konnten sich die TeilnehmerInnen bei einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch mit den Soldaten von der Wichtigkeit dieses Einsatzes &uuml;berzeugen.  <br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/zagreb.jpg"><img title="" height="100" alt="zagreb" width="67" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/zagreb.jpg',267,400);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/zagreb_small.jpg" /></a>Nach einer Stadtbesichtigung in Zagreb und einem Zusammentreffen mit Karolina Laeckovic, Internationale Sekret&auml;rin der kroatischen Sozialdemokratie, ging es schlussendlich zur&uuml;ck nach Wien. "Die L&auml;nder des Balkans sind am Weg zu einem Beitritt in die Europ&auml;ische Union. Dies beweist nicht zuletzt die j&uuml;ngst erfolgte Auslieferung von Ratko Mladic an das UN-Tribunal. Damit kann endg&uuml;ltig ein Schlussstrich unter dieses d&uuml;stere Kapitel gezogen werden.", res&uuml;mierte Schober die Reise.]]></description>
    <pubDate>Fri, 24 Jun 2011 11:25:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Sarajevo</category><category>Slavica Djukic-Dejanovis</category><category>Belgrad</category><category>Serbien</category><category>EUFOR</category><category>SPS</category><category>EU</category><category>Gogi Knezevic</category><category>Balkanreise</category><category>Kroatien</category><category>Bozidar Djelic</category><category>Karolina Laeckovic</category><category>BiH</category><category>Stjepan Stazic</category><category>Bosnien Herzegovina</category><category>Europäische Union</category><category>Marcus Schober</category><category>DS</category><category>Aleksandar Antic</category><category>Zagreb</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/serbiens-wahres-gesicht-ist-humanistisch-demokratisch-und-es-blickt-in/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Phänomen "kino.to":  Nicht Repression sondern Kreativität ist gefragt!]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/phaenomen-kinoto-nicht-repression-sondern-kreativitaet-ist-gefragt/</link>
    <description><![CDATA[<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/familie-und-computer.jpg"><img title="Quelle: www.bundesregierung.de" height="66" alt="Quelle: www.bundesregierung.de" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/familie-und-computer.jpg',500,332);return false;" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/familie-und-computer_small.jpg" /></a><b>Meine Kollegin Sybille Straubinger, Kollege J&uuml;rgen Wutzlhofer und ich haben angesichts der Festnahmen um die kino.to-Betreiber eine Presseaussendung (<a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110617_OTS0275/sp-baxantstraubingerwutzlhofer-generation-kinoto">Generation - Kino.to</a>) verfasst. Die Aussendung ist - wie zu erwarten war - in der Bev&ouml;lkerung auf breite Resonanz gesto&szlig;en, dabei auch kritisch hinterfragt worden. Eine Feststellung dazu gleich vorweg: sollte jemand der Meinung gewesen sein, die Aussendung h&auml;tte zum Ziel gehabt, das in h&ouml;chstem Ma&szlig;e fragw&uuml;rdige kommerzielle Gesch&auml;ftsmodell der kino.to-Betreiber zu verteidigen, d&uuml;rfen wir versichern, das dies nicht der Fall ist! Die Untersuchungen seitens der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden in diesem Fall sind definitiv zu begr&uuml;&szlig;en.</b><br />
<br />
Der Begriff kino.to steht in diesem Zusammenhang aber stellvertretend f&uuml;r etwas Anderes, vergleichbar mit der ehemaligen Gratis-Musiktauschb&ouml;rse Napster Ende der 1990er Jahre. N&auml;mlich daf&uuml;r, wie mit modernsten technischen Mitteln der &#8222;Kreativindustrie&#8220; vorexerziert wird, was bei entsprechender Kreativit&auml;t im Internet eigentlich bereits m&ouml;glich w&auml;re und andererseits von Millionen Userinnen und Usern nicht nur akzeptiert, sondern offensiv gefordert wird. Die heutigen Reaktionen der Filmindustrie &auml;hneln dabei stark jenen der Musikindustrie Ende der 1990er / Anfang 2000er, die sich pl&ouml;tzlich mit Musiktauschb&ouml;rsen wie Napster, Kazaa, Bearshare etc. konfrontiert sahen. Ein juristischer Rundumschlag gegen alles und jeden, der mit solchen &#8222;Monopol-Angeboten&#8220; &#8211; in Ermangelung rechtlich legaler Alternativen &#8211; in Verbindung stand.<br />
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Ein Rundumschlag, der nun im Bereich des Internet-Streamings seine Fortsetzung findet und sich in den vergangenen Jahren durch eine immer unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igere Vorgehensweise der Gro&szlig;konzerne gegen&uuml;ber Einzelpersonen &#8222;auszeichnete&#8220;. Vor allem durch eine Kriminalisierung von Personen, die NICHT die finanziellen Nutznie&szlig;er der gewerbsm&auml;&szlig;igen Modelle im Hintergrund waren, sondern vielmehr jene Menschen, die durch ihr Mediennutzungsverhalten erst das Funktionieren solcher Angebote erm&ouml;glichten. Wir erleben eine virtuelle Hexenjagd. Das ist der Kern unserer Kritik!<br />
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Hinzu kommt, dass trotz dieses Aufwandes rechtliche Verurteilungen herbeizuf&uuml;hren, Exempel zu statuieren und eine moralische Verurteilung zu provozieren, es aber zu keiner &Auml;nderung des Mediennutzungsverhaltens bei Millionen von Userinnen und Usern kam und kommt &#8211; weil diese Art der Mediennutzung deren Lebensrealit&auml;t entspricht. In der Musikindustrie l&auml;utete erst der massive Ausbau von legalen Downloadportalen mit attraktiver Preisgestaltung den R&uuml;ckgang der illegalen Gratis-Musikportale ein. Seither hat es keine illegale Gratis-Musikplattform mehr zu einem vergleichbaren &#8222;Markenwert&#8220; wie die zuvor genannten Tauschb&ouml;rsen gebracht.<br />
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Das ist der Weg, der nun auch von der Filmindustrie beschritten werden sollte. Anstatt dessen werden reihenweise Personen angezeigt, die mit solchen Content-Sites in Verbindung stehen. Das Einzige, was damit erreicht wird, ist allerdings, dass die Userinnen und User in Ermangelung eines legalen Alternativangebots zur n&auml;chsten Domain weiterwandern. Die L&ouml;sung kann nur in attraktiven Streaming-Angeboten seitens der Verwertungsgesellschaften sowie der Industrie liegen. Denn nur dann sind auch konsumentenschutz- und jugendschutzrechtliche Kontrollmechanismen l&uuml;ckenlos durchf&uuml;hrbar &#8211; auch auf diesem Auge sind wir nicht blind!<br />
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Recht soll Recht bleiben &#8211; allerdings sollen auch nicht die tats&auml;chlichen Lebensrealit&auml;ten unber&uuml;cksichtigt bleiben, immerhin sind Gesetze nichts anderes, als allgemeinverbindliche Regeln, die wir uns als Gesellschaft basierend auf einem breiten Konsens selbst geben. Dubiose, kommerzielle Gesch&auml;ftsmodelle im Hintergrund solcher Plattformen oder gar Formen des organisierten Betrugs von Userinnen und Usern sind daf&uuml;r scharf zu verfolgen.<br />
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<b>Wir sind &uuml;berzeugt: Die L&ouml;sung dieser neuen Herausforderung liegt jedenfalls in der Kreativit&auml;t und nicht in der Repression.</b>]]></description>
    <pubDate>Fri, 24 Jun 2011 10:59:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Antipiraterie</category><category>movie2k.com</category><category>Jürgen Wutzlhofer</category><category>Sybille Straubinger</category><category>kino.to</category><category>Streaming</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/phaenomen-kinoto-nicht-repression-sondern-kreativitaet-ist-gefragt/</guid>
  </item>  <item>
    <title><![CDATA[Stadt Wien: 250 Pflegekräfte werden dringend gesucht!]]></title>
    <link>http://www.pekobaxant.at/stories/waff-250-pflegekraefte-dringend-gesucht/</link>
    <description><![CDATA[<img title="" height="130" alt="waff" width="177" align="left" class="left" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/waff.gif" /><b>250 Wienerinnen und Wiener k&ouml;nnen bald einen Job als Heimhelferin oder Heimhelfer beginnen. Der <a href="http://www.waff.at/">Wiener ArbeitnehmerInnen F&ouml;rderungsfonds</a> (waff) f&ouml;rdert gemeinsam mit dem AMS die dreieinhalb Monate dauernde Ausbildung. Das Besondere an diesem Angebot: Wer in die Ausbildung aufgenommen wird, hat den Job nach der Ausbildung fix in der Tasche. Die Ausbildung ist f&uuml;r die TeilnehmerInnen kostenlos, sie bekommen w&auml;hrenddessen die Kosten f&uuml;r die Lebenshaltung durch das AMS ersetzt, vom k&uuml;nftigen Dienstgeber gibt es einen finanziellen Zuschuss.</b><br />
<br />
<a href="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/renate_brauner_brauner20100826124659.jpg"><img title="Renate Brauner" height="60" alt="Renate Brauner" width="100" align="right" onclick="javascript:openPopup('http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/renate_brauner_brauner20100826124659.jpg',400,240);return false;" class="right" src="http://www.pekobaxant.at/static/pekobaxant/images/renate_brauner_brauner20100826124659_small.jpg" /></a>"Mit diesem Angebot helfen wir gezielt mit, den Personalbedarf im Sozial- und Pflegebereich zu decken und vor allem bieten wir zahlreichen Wienerinnen und Wienern die Chance auf einen beruflichen Neustart", betont auch Wiens Vizeb&uuml;rgermeisterin Wirtschaftsstadtr&auml;tin Renate Brauner. Die Stadt Wien leistet sich mit dem <b>waff</b> als einziges Bundesland zus&auml;tzlich zum bundesweit agierenden AMS ein eigenes Arbeitsmarktinstrument.<br />
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<b>Und so funktioniert's:</b><br />
Interessierte Wienerinnen und Wiener, die arbeitslos sind oder deren Dienstverh&auml;ltnis bald endet, k&ouml;nnen sich beim waff Personalfinder bewerben und durchlaufen anschlie&szlig;end ein Auswahlverfahren. Dabei werden die pers&ouml;nliche Eignung und Motivation genauso getestet wie z.B. Sprachkenntnisse. Das ist wichtig, denn wer im Pflegebereich Fu&szlig; fassen m&ouml;chte, muss sich der Belastungen und Herausforderungen bewusst sein. <br />
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Wie wichtig die Unterst&uuml;tzung des Pflege- und Sozialbereichs durch den waff ist, unterstreichen die Zahlen: Alleine heuer wurden bereits &uuml;ber 200 Personen als HeimhelferInnen ausgebildet, seit Start des Angebots im Jahr 2003 sind &uuml;ber 1.750 Personen in den Job als HeimhelferIn eingestiegen. <br />
<br />
Und hier bewirbt man sich:<br />
waff Personalfinder<br />
01 217 48 - 777<br />
<a href="https://www.personalfinder.at/website.php?content=1">www.personalfinder.at  </a>]]></description>
    <pubDate>Fri, 24 Jun 2011 09:42:00 +0200</pubDate>
    <dc:creator>pekobaxant</dc:creator>
    <category>Stadt Wien</category><category>waff</category><category>Renate Brauner</category><category>Wien</category><category>Michael Häupl</category>
     
    <guid isPermaLink="false">http://www.pekobaxant.at/stories/waff-250-pflegekraefte-dringend-gesucht/</guid>
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