21. September 2010
BUM gegen Bumsti, BUM für BEC!
Im Zuge des Wahlkampfs zu den bevorstehenden Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen startet der Herausgeber des österreichweit auflagenstärksten MigrantInnen-Magazins BUM Dino Šoše die „BUM Aktion gegen Rechts“. Mittels einer Print- (BUM Ausgaben 09/10, Flyer und Plakate)und Online-Aktion (Facebook), möchte Šoše auf die Gefahr rechtspopulistischer Propaganda seitens der FPÖ aufmerksam machen. Seine Aktion selbst versteht er unter anderem auch als persönliche Warnung an seine MitbürgerInnen. „Im Zuge des Jugoslawienkriegs musste ich 1993 wegen nationalistisch-populistischen Hetzern, die zu Massenmördern mutierten, meine Heimat Bosnien verlassen. Menschen wie ich, die einen Krieg erlebt haben und die ständig über die Entstehung von Kriegen nachdenken, haben eine andere Sensibilität für Plakate und Botschaften der FPÖ. Für einen Kriegsflüchtling ist Strache nicht cool! Strache und Leute wie er sind eine ernste Bedrohung für alle, die innerhalb Österreichs zusammen in Frieden leben wollen!“, so Šoše. Mit seiner Aktion möchte er auch auf künftige politische Entwicklungen hinweisen, denn: „Wie können wir sicher sein, dass die Hetze der FPÖ nicht zu etwas Schlimmen führt? Nur in dem wir nicht FPÖ wählen!“ appelliert Šoše.
Dino Šoše möchte zwar die aktuelle Wahlkampfrhetorik der FPÖ nicht zu Hundertprozent mit jener der Nationalsozialisten gleichsetzen, dennoch bemerkt er Parallelen. Im Zusammenhang mit der für den Kurier durchgeführten Studie der OGM, wonach 44 Prozent der älteren Menschen in Österreich bei Strache eine Nähe zum Nationalsozialismus empfinden, bemerkt Šoše: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten von Ihnen den Zweiten Weltkrieg und die Zeit des NS-Regimes erlebt haben und sich an dessen Grauen erinnern. Gerade deshalb wollen wir mit unserer Aktion auf die Gefahr einer Wiederholung hinweisen und an die historische Verantwortung appellieren!“
Ich zolle Dino Šoše meinen ausdrücklichen Respekt für diesen mutigen und außergewöhnlichen Schritt. Ein solch eindeutiges politisches Statement ist für Journalistinnen und Journalisten heutzutage nicht üblich, leider.
PS: Herbert Kickl wird sich freuen, er hat gegenüber dem Bumsti wieder recht behalten: Die FPÖ war, ist und wird nie sein eine Partei für Menschen mit Migrationshintergrund.
Link: www.bumzeitung.com




5 Kommentare
von Loge0707 am 21. September | #
von Auch ein Peter am 21. September | #
Gleichbehandlung und Respekt kann man niemand aufzwingen, indem man die Sprache verbiegt, nene, das fördert nur den Wiederstand von genau denen, die weder mit sprachlichen Verrenkungen noch ohne dergleichen, die Frau am Herd oder beim Bieraufkapseln sehen möchten - und die sich zum Geburtstag nur einen Vorderzahn wünschen, denn den ihren schlug der Ferdinand ... ach, ich drifte ab ...
von Ein ganz alter Peter am 21. September | #
@Loge0707: wobei ich als linksliberale, schriftstellernde, männliche Krawallschlampe die Trödeln und Quasten der Genderisierung der deutschen Sprache zuinnerst ablehne. Man käme sich beim Gebrauch doch vor wie jemand, der beim Reden stets einen Finger im Popo hat.
Gleichbehandlung und Respekt kann man niemand aufzwingen, indem man die Sprache verbiegt, nene, das fördert nur den Wiederstand von genau denen, die mit sprachlichen Verrenkungen oder auch ohne dergleichen, die Frau am Herd oder beim Bieraufkapseln sehen möchten - brave Frauen, die sich zum Geburtstag nur einen Vorderzahn wünschen, denn den ihren schlug der Ferdinand ... ach, ich drifte ab ...
von Ein ganz alter Peter am 21. September | #
von Hans am 14. Oktober | #