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17. Juni 2011

In Libyens Öl-Schatten stirbt Syrien

syriaSyriens Bevölkerung droht ein Massensterben durch Staatschef Baschar al-Assad. Es ist zutiefst erschütternd mit welcher Brutalität und Menschenverachtung Assads-Militär gegen die eigene Zivilbevölkerung vorgeht und dabei die Straßen der Stadt Maarat al-Numaan mit Blut füllt.

Es sind hier keine religiösen Fanatiker, keine Hisbollah, die auf Syriens Straßen dem Ruf der Freiheit folgen. Nein, es sind mehrheitlich junge, demokratisch-denkende Menschen, die das erste Mal in ihrem Leben sich ihre Stimme laut zu erheben trauen und dafür gleich mit dem Tod aus Kampfhubschraubern bestraft werden.

Gleichsam ist es beschämend, dass die gesamte Weltgemeinschaft wegsieht und keine entsprechenden Maßnahmen androht, die das Morden endlich stoppen könnten. Wenn in Libyen ein Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft richtig und notwendig war, warum ist es in Syrien nicht der Fall?

Wir in Europa, im Westen, die wir der arabischen Welt stets Aufklärung, Toleranz und Demokratie gepredigt haben, sehen nun tatenlos zu, wenn sie beim ersten Anlauf zu einem freien, selbstbestimmten Leben von ihren Unterdrückern, die "der Westen" zudem mit Waffen ausgestattet hat, massakriert werden.

Assad muss gestoppt werden. Die Menschen in Syrien, wie im Iran, haben es verdient aufrecht durch ihre Straßen gehen zu dürfen – ohne wie Neda im Juni 2009 im Iran – einfach erschossen zu werden.

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