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25. Februar 2010

Strache hat im Swinger Club sein neues politisches Zuhause gefunden

Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit. Die primitiven Attacken der FPÖ gegen die Freiheit der Kunst sind ein demokratiepolitisches Alarmsignal. Wieder zieht der ‚Clown’, (Copyright: BigDNC), das politische Niveau um ein Stückchen weiter runter. In typischer FPÖ-Manier ‚laut schreien, aber nichts wissen’ hetzt Strache gegen ausländische Künstlerinnen und Künstler und strotzt dabei vor Unwissenheit und Unwahrheiten.

Die Wiener FPÖ scheint ein ganz besonderes Verhältnis zum Rotlichtmilieu zu haben – habe sie doch bereits vor Jahren mit Herrn Hilmar Kabas einen eigenen ‚Rotlicht-Ermittler‘ ins Rennen geschickt. Mit dem Swinger Club in der Secession hätten nun auch Strache & Co ihr neues politisches Zuhause gefunden. Was bisher als ‚Sicherheitschecks’ galt, sei aber entgegen der FPÖ-Intention immer mehr zur Gratiswerbung für den Schweizer Provokationskünstler Büchel geworden.

Wir kennen den Kunstbegriff der FPÖ, der bei alten Soldatenliedern beginnt und bei fragwürdigen Weltkriegs-Medaillen am Wiener Naschmarkt endet. Dieser Auffassung stellen wir uns – als Sozialdemokratinnen und – Demokraten aber auch als kritisch denkende Menschen – ganz klar entgegen! Solange Künstlerinnen und Künstler ihrer Werke wegen um ihr Leben fürchten müssen, Bücher verbrannt und gegen Ausstellungen gehetzt wird – solange müssen wir auch für das Existenzrecht jener Kunstwerke eintreten, die sich unserem persönlichen Geschmack und Kunstbegriff entziehen. In diesem Sinne ist das Motto der Secessionisten heute so aktuell wie im Gründungsjahr 1879: ‚Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.’

Ich bitte all jene, denen die Freiheit der Kunst am Herzen liegt und die Primitivität der FPÖ am ... geht darum, der neuen Facebook-Gruppe "Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit." beizutreten. Auch die Secessionisten sind bereits Mitglieder;-)

6 Kommentare

lieber peko, ich bin inhaltlich ganz bei dir, möchte aber hier mal auf ein detail aufmerksam machen: clowns waren immer in der geschichte ein soziales korrektiv, vom mittelalterlichen hofnarren über leute wie charlie chaplin, leo bassi und jango edwards bis zu den rebel clowns sind sie immer gegen autoritarismus, diskriminierung und hetze aufgetreten. hc strache als clown zu bezeichnen mag im kontext des liedes von bigDNC funktionieren, aber ansonsten ist es ein schlag ins gesicht einer berufsgruppe, die sich der menschenliebe, der sensibilität, dem oft subversiven humor, dem verlieren der angst vor der eigenen lächerlichkeit und der liebevollen solidarität mit den verlierern dieser welt verschrieben hat. mit dem hetzer in einen topf geworfen zu werden haben sie, das haben wir uns nicht verdient (siehe auch http://klauswerner.com/2008/12/megaphon-lachen-gegen-die-angst).
Kunst muss erregen! und genau dagegen tritt die fpö auf. strache als "clown" zu bezeichnen, geht aber daneben. leider kann er viele gleichgesinnte bei diesem thema hinter sich scharren. aber genau darauf baut die secessions-installation doch auf: die Art der Kunst, die eine Swinger-Club-Installation in die Secession verfrachtet ist ja per se die Herstellung von Öffentlichkeit bzw. Gegenöffentlichkeit. Beim Lokalaugenschein stellt sich der Swinger-Club nur als Kulisse dar: http://eminenz.wordpress.com/2010/02/24/sexession-swinger-club-regt-mehr-auf-als-an/
lieber klaus, eure eminenz,
ich verstehe die kritik und werde ab sofort keinen clown mit strache vergleichen. danke für den hinweis!
alles liebe
peko
danke schön und ebenfalls alles liebe!
>>>Die Wiener FPÖ scheint ein ganz besonderes Verhältnis zum Rotlichtmilieu zu haben – habe sie doch bereits vor Jahren mit Herrn Hilmar Kabas einen eigenen ‚Rotlicht-Ermittler‘ ins Rennen geschickt.>>>

Kabas ist beim BZÖ
habts scho vergessen, dass die roten eines der skandalträchtigsten puffs gern besuchten- denn "club 45"!! also erstmal vor der eigenen tür kehren und dann den mund aufmachen!!

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