Tag: Strache

20. Mai 2010

Antifaschismus ist das Fundament der Sozialdemokratie

dannenbergAm 12. Dezember 1942 wurde der Wiener Sozialdemokrat, Robert Danneberg im KZ-Auschwitz ermordet. Als Experte für Mietrechtspolitik war Danneberg maßgeblich am Aufbau der Wiener Gemeindebauanlagen und des Roten Wien beteiligt. 58 Jahre nach seiner Ermordung durch die Nazis passierte DER Sündenfall der zweiten Republik: Im Jahr 2000 hebelte Wolfgang Schüssel gemeinsam mit der FPÖ den antifaschistischen Grundkonsens auf perfide Weise aus und machte die höchsten Ämter der Republik für Menschen zugänglich, mit denen ich persönlich keine Sekunde Politik machen möchte.

In diesem Moment entschied ich, mein Leben dem Antifaschismus zu widmen. Ich wurde Teil der sozialdemokratischen Bewegung.

Als ich vor 2 Wochen vom Vassilakou-Strache-Pakt erfuhr, der wohl nur dann wirksam werden kann, wenn die SPÖ-Wien die "Absolute" verliert und somit von Grün, Blau und Schwarz überstimmt werden kann, wurde mir klar, dass selbst die Grünen nicht davor zurückschrecken, aus wahlstrategischem Kalkül den rechten Recken die Hand zu reichen. Ich unterscheide hier ganz klar zwischen einer konstruktiven Sachpolitik - wie es sie tagtäglich zwischen allen Parteien gibt - von einer strategischen Kooperation. Diese strategische Kooperation zwischen Grünen und FPÖ ist inakzeptabel.

Diese Einsicht tut mir persönlich weh und zeigt mir, dass einzig und allein die Sozialdemokratie das Bollwerk gegen den Faschismus ist.

Als Reaktion auf den Vassilakou-Strache-Pakt posteten viele UserInnen inklusive mir ein Bild (ParodieVassilakouHC (jpg, 679 KB)), das diesen Pakt auf parodistische Art und Weise thematisiert. Dafür werde ich massiv kritisiert.

Trotzdem werde ich die antifaschistische Grundhaltung nicht aufgeben, einen Pakt mit der FPÖ kann ich achselzuckend nicht einfach akzeptieren. Ich stehe als Sozialdemokrat den Werten der FPÖ diamentral gegenüber (und akzeptiere es auch nicht, wenn kleine SPÖ-Ortsparteien irgendwo im tiefsten Niederösterreich mit Nazis packeln). Meine Enttäuschung ist deswegen umso größer, wenn eine bisher als offen geltende Partei ausgerechnet mit der FPÖ einen solchen Pakt eingeht.

Das haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten den Grünen voraus und das macht uns zu den letzten verbliebenen aufrechten AntifaschistInnen von Wien; oder wie es einst Robert Danneberg formuliert hat: „Wenn es nur einen richtigen Weg gibt. Dann ist dies jener der Wiener Sozialdemokratie“.

10. Mai 2010

Traurig aber wahr: Wiener Grüne schliessen Pakt mit dem HC Man

VassilakouProHCEs ist fast unvorstellbar: die Wiener Grünen sind mit der FPÖ einen Pakt eingegangen. Letzte Woche hat in einem Wiener Notariatsbüro ein sehr interessanter Termin stattgefunden. Die Wiener Landesvorsitzenden der Grünen, der FPÖ und der ÖVP - Maria Vassilakou, HC Strache und Christine Marek - haben einen gemeinsamen Pakt unterzeichnet. Ziel ist es, nach der Wahl ein Zweckbündnis einzugehen, sollte es sich wahlarithmetisch ausgehen. Voraussetzung für das Inkraft-Treten dieses Paktes ist der Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ-Wien. Wien würde damit seinen Bürgermeister Häupl verlieren, eine Chaoskoalition aus schwarz und grün mit einer mögichen blauen Duldung oder gar einer blauen Regierunsbeteiligung wäre möglich. Barbara Rosenkranz als Wiener Kulturstadträtin will ich mir gar nicht vorstellen...

Die 3 Unterschriften unter dem Pakt schwarz auf weiß:
Pakt-mit-dem-Teufel

Die Tageszeitung Österreich brachte am 5. Mai 2010 eine Story dazu. Frau Kittelberger trifft es in ihrem Kommentar unter dem Titel "Ja zu HC? Das tut weh" auf den Punkt. (0esterreich (pdf, 303 KB))

Das geht schon länger so!

Dieser Pakt ist nur der bisherige Höhepunkt einer offensichtlichen Aneinanderreihung von Signalen der Zusammenarbeit zwischen den Grünen, der FPÖ und der ÖVP in Wien:
  • Wiener Gemeinderatssitzung am 18. September 2009: FPÖ-Klubobmann Eduard Schock lobte die von allen drei Oppositionsparteien beabsichtigte Einsetzung einer Untersuchungskommission und sagte wortwörtlich: "Das ist aber erst der Beginn einer Zusammenarbeit, eine Zusammenarbeit, meine Damen und Herren, die nach jahrzehntelanger sozialistischer Blockade weitergehen wird, vor allem nach den Wahlen, Herr Bürgermeister."

    Von dieser Umarmung der FPÖ haben sich weder die ÖVP noch die Grünen distanziert. Im Gegenteil. Damit steht seit heute fest: Alle drei Oppositionsparteien haben nur ein Ziel, nämlich durch Packelei von FPÖ, ÖVP und den Grünen einen sozialdemokratischen Bürgermeister zu verhindern.

  • Das Bild hatte sich in den letzten Monaten bereits verdichtet: So hat etwa die Tageszeitung Österreich in ihrer Ausgabe vom 5. September 2009 ein Foto veröffentlicht, das FP-Strache und VP-Hahn bei einem schwarzblauen Geheimgipfel zeigt. Bereits Monate zuvor antwortete Hahn auf die Frage nach einer möglichen schwarz-blauen Koalition in Wien wortwörtlich mit dem Satz "Ich schließe nichts aus". (Die Presse vom 25. April 2009) Neu und absolut verwerflich ist, dass mittlerweile auch die Wiener Grünen bei der Packelei dabei sind.
Die Wiener SPÖ ist das einzige und einzig effektive Bollwerk gegen den braunen Abschaum!

ParodieVassilakouHC (jpg, 679 KB)

25. Februar 2010

Strache hat im Swinger Club sein neues politisches Zuhause gefunden

Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit. Die primitiven Attacken der FPÖ gegen die Freiheit der Kunst sind ein demokratiepolitisches Alarmsignal. Wieder zieht der ‚Clown’, (Copyright: BigDNC), das politische Niveau um ein Stückchen weiter runter. In typischer FPÖ-Manier ‚laut schreien, aber nichts wissen’ hetzt Strache gegen ausländische Künstlerinnen und Künstler und strotzt dabei vor Unwissenheit und Unwahrheiten.

Die Wiener FPÖ scheint ein ganz besonderes Verhältnis zum Rotlichtmilieu zu haben – habe sie doch bereits vor Jahren mit Herrn Hilmar Kabas einen eigenen ‚Rotlicht-Ermittler‘ ins Rennen geschickt. Mit dem Swinger Club in der Secession hätten nun auch Strache & Co ihr neues politisches Zuhause gefunden. Was bisher als ‚Sicherheitschecks’ galt, sei aber entgegen der FPÖ-Intention immer mehr zur Gratiswerbung für den Schweizer Provokationskünstler Büchel geworden.

Wir kennen den Kunstbegriff der FPÖ, der bei alten Soldatenliedern beginnt und bei fragwürdigen Weltkriegs-Medaillen am Wiener Naschmarkt endet. Dieser Auffassung stellen wir uns – als Sozialdemokratinnen und – Demokraten aber auch als kritisch denkende Menschen – ganz klar entgegen! Solange Künstlerinnen und Künstler ihrer Werke wegen um ihr Leben fürchten müssen, Bücher verbrannt und gegen Ausstellungen gehetzt wird – solange müssen wir auch für das Existenzrecht jener Kunstwerke eintreten, die sich unserem persönlichen Geschmack und Kunstbegriff entziehen. In diesem Sinne ist das Motto der Secessionisten heute so aktuell wie im Gründungsjahr 1879: ‚Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.’

Ich bitte all jene, denen die Freiheit der Kunst am Herzen liegt und die Primitivität der FPÖ am ... geht darum, der neuen Facebook-Gruppe "Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit." beizutreten. Auch die Secessionisten sind bereits Mitglieder;-)

18. Februar 2010

Wien ist anders: Junge Rote dominieren

Der Medienhype um den blauen Clown ist schon fast unerträglich geworden. Manche Journalisten ließen sich gar dazu hinreißen, bewundernde Lobgesänge auf des Clown´s Ausgeh-Inszenierung zu verfassen und dabei jegliche journalistische Objektivität vermissen.

In Tirol oder Vorarlberg mag es sein, daß sich zu viele Junge mit dummen Lösungen zufrieden geben, Wien ist aber anders. Eine neue Umfrage unter 1000 Jugendlichen hat ergeben, daß die SPÖ klare Nummer eins ist, der Clown ist weit abgeschlagen auf dem 3. Platz hinter den Grünen. Kein Wunder: die roten Jugendorganisationen und die SPÖ-Wien selbst sind nicht nur vor Wahlen kontinuierlich präsent, bieten politische Ansprache und Events am Puls der Zeit. Die Wiener Stadtregierung und Bürgermeister Häupl machen durchwegs gute Jugendpolitik. Außerdem ist Häupl ein idealer Kandidat für junge Wienerinnen und Wiener. Es ist nämlich wesentlicher, daß man sich auf einen Politiker verlassen kann und daß man sich an ihm orientieren kann. Häupl ist ein Macher, der Clown ist wie er ist. Als der Clown vom Kaiser demontiert wurde, war offensichtlich, was für einer er ist: ohne seinen Einsager aus dem Off (Herbert Kickl, dem Mastermind) ist der Clown vollkommen aufgeschmissen, er bringt keinen intelligenten Gedanken hervor und offenbart zu allem Überdruß seine soziale Inkompetenz (weiß nicht wann er abtreten soll, bleibt Sekunden stehen, obwohl ihm der Kaiser schon längst einen Wink nach Draußen gewiesen hat...)

Jedenfalls hoffe ich, daß die Medienöffentlichkeit nicht mehr länger in die Clownfalle tappt und künstlich aus einem primitiven Angstmacher einen Messias stilisiert.

14. Januar 2010

Seine Majestät erlaubt sich den neuen Lugner der Politik zu demontieren

Der Kaiser legt Strache´s geistige Hilflosigkeit brutal offen und beschädigt sein Image nachhaltig. Das können auch 40000 Liter Freibier nicht wieder gutmachen, Strache ist der neue Richard Lugner der Politik.

Kaiser demontiert Strache, Teil 1


Kaiser demontiert Strache, Teil 2


Der letzte Sager vom echten Lugner ist übrigens eine rassistische Frechheit, auch wenn die Sendung bis zu diesem Zeitpunkt genial ist!

21. Januar 2010

Big DnC nimmt sich kein Blatt vor den Mund: "Na C.-Strache"

Auch wenn die Form und einige Zitate diskussionswürdig sind, finde ich das neueste Video mit dem Titel Na C.-Strache von Big DnC sehr interessant. Von diesem jungen Künstler werden wir alle wohl noch mehr zu hören bekommen... Ich selbst distanziere mich von sämtlichen Gewaltszenen, die in diesem Video gebracht werden.



http://www.bigdnc.com
http://www.myspace.com/bigdnc

http://kurier.at/nachrichten/kiku/1954537.php